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Trampolin : Nachwuchs auf dem Höhenflug

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jule Böhm, Philip Hennings und Fridjof Tietjen springen für den SC Itzehoe zum Landesmeistertitel.

Für Jule Böhm (13), Philip Hennings (10) und Fridjof Tietjen (13) haben sich alle Anstrengungen in den letzten Monaten gelohnt: Die Gewächse vom Sportclub Itzehoe (SCI) hatten sich bei den Landesnachwuchsmeisterschaften der Trampolinturner in Husum prächtig behauptet und landeten in ihren Klassen jeweils auf Platz eins. Zugetraut hatte Trainerin Nicole Bolten den Erfolg am ehesten Jule Böhm, die bereits beim Kiddy-Cup vor wenigen Wochen in Satrup Beste ihres Jahrgangs war: „Ich möchte auch bei der Landesnachwuchs-LM aufs Treppchen“, hatte sich die Turnerin damals vorgenommen. Dass es dann auch tatsächlich so kam, lag an ihrer Überlegenheit: „Jule war sowohl in der Pflicht als auch in beiden Kürdurchgängen die Beste aller Altersklassen“, freute sich Nicole Bolten mit der Jugendlichen über den schönen Erfolg.

Dass auch die beiden Jungen im Konzert der Besten mitmischen konnten, war für die Übungsleiterin eher überraschend. „Philip gewann zwar schon im vergangenen Jahr die Meisterschaft, doch diesmal war die Konkurrenz ungleich stärker.“ Dass der Zehnjährige seinen Titel dennoch verteidigen konnte, lag an seiner Tagesform: „Philip hat im Wettkampf wesentlich schöner und sauber geturnt als im Training.“ Der Turner selbst war von seiner Titelverteidigung überzeugt: „Ich hatte ja auch gut trainiert.“

Dass dann auch noch Fridjof Tietjen ganz oben auf dem Treppchen stehen konnte, hatte er seiner Nervenstärke und dem Reglement zu verdanken: Punktegleich mit dem Zweiten, hatte er von den Leistungsrichtern die bessere Benotung in der Finalkür erhalten.

Trotz allen guten Trainings im Vorfeld der Meisterschaften: Im Falle von Jule Böhm und Fridjof Tietjen hätte der Wettkampf auch schief gehen können. Fridjof Tietjen war noch aufgrund einer im vergangenen Jahr erlittenen schwerwiegenden Armverletzung gehandicapt, und Jule Böhm war mit Muskelschmerzen und Tapeverband zum Wettkampf gefahren. Deshalb habe sie das Einturnen auch nur reduziert betrieben. „Ich habe dabei gespürt, dass es gehen wird, und war im Wettkampf dann auch nur noch leicht eingeschränkt.“

Freude auch bei Fridjof Tietjen, der sich im vergangenen Mai im Training „bei meinem Nichtlieblingssprung, ‚Halber Bauch’“, den Arm ausgekugelt und mehrere Bänder gerissen hatte. Nachdem im Oktober alles wieder ausgeheilt war, sei er von der Psyche her so eingestellt gewesen, „dass ich den Sprung, bei dem ich mich so sehr verletzt hatte, ohne Probleme springen kann“.

Vorbereitet worden sind die Erfolge der jungen Trampoliner im Training in der Gutenberghalle, in der sie zwei- bis dreimal pro Woche trainieren. Auf dem Programm, so Nicole Bolten, stünden dabei zunächst Erwärmung mit Hilfe von läuferischen Spielen, Bodenturnen und Beweglichkeit: „Einen Spagat sollten alle können“, so Nicole Bolten, die weiß, dass eine gute Dehnfähigkeit für einen erfolgreichen Trampolinturner unerlässlich ist. Erst nach den vorbereitenden Übungsteilen ginge es an die Geräte. „Und nach dem Einspringen üben wir die Figuren, die wir im Wettkampf turnen wollen – erst einzeln für sich und dann in Verbindung mit dem Ganzen.“ Denn auch für den Trampoliner gelte die Devise, zuerst das Leichte und dann das Schwierigere hinterher.

Das systematische Trainieren von Salto- und Schraubensprüngen, so Nicole Bolten, sei schon deshalb wichtig, weil die Konkurrenz ebenfalls ernsthaft nach Plan trainiere. „Was man zunächst einmal kann, muss durch ständiges Üben verfestigt werden. Danach erweitert sich dann der Schwierigkeitsgrad“, weiß Nicole Bolten zur Genüge. Beweis: „Alle Itzehoer, die jemals Bundesliga geturnt haben oder bei Deutschen oder internationale Meisterschaften dabei waren, sind diesen Weg gegangen und haben einstmals klein angefangen.“ Dazu gehören Christina Jansen, Rieke Tiedemann und Laura König ebenso wie Timo Raß oder Daniel Schmidt. Das Ziel von Nicole Bolten und ihren Trainerkollegen im SCI ist, auch die jüngste Springergeneration „dorthin zu bringen, wo die besten Itzehoer schon angekommen sind“. Mit Blick auf die jüngsten Erfolge von Jule Böhm, Fridjof Tietjen und Philip Hennings ist sie sicher, „dass sie auf einem guten Weg in die Zukunft sind“, und dem dürften sich andere Kinder, die sich für das Trampolinturnen interessieren, ebenfalls gerne anschließen.

❍Kontakt über Abteilungsleiter Sigbert Koch, Telefon 04821/41741.

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