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Handball : MTV Herzhorn sorgt für Sensation

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Steinburger Oberliga-Männer besiegen den Titelkandidaten HSV Handball II mit 35:33. Dabei überragen Torhüter Mehmet Ataman und Torjäger Jannes Timm.

Die noch junge Saison in der Handball-Oberliga der Männer hat ihre erste Sensation. Nachdem der MTV Herzhorn am vergangenen Wochenende in Neumünster mit einer knappen Niederlage schon aufhorchen ließ, bezwangen die Steinburger nun in eigener Halle den hochgehandelten HSV Handball II mit 35:33 (16:17) und sorgten damit bei ihrem ansonsten eher verhaltenen Publikum für wahre Begeisterungsstürme. „Den großen HSV vor voller Halle zu schlagen, mehr geht fast nicht“, so Betreuer Holger Fehlau. Gestützt auf ihr starkes Bollwerk in der Abwehrmitte, einen überragenden Mehmet Atamann zwischen den Pfosten und einem Jannes Timm, der nicht zu stoppen war, kauften die Blau-Gelben ihren Gästen den Schneid ab und gewannen am Ende knapp, aber hochverdient.

Mehr als 300 Zuschauer hatten trotz herrlichem Spätsommerwetter den Weg in die Halle gefunden und sie wurden nicht enttäuscht. Die Schützlinge von Trainer Manfred Kuhnke begannen couragiert und insbesondere Mehmet Atamann war sofort bei der Sache. Bereits zu Beginn hielt er einen Strafwurf und Lutz Wamser sorgte mit dem 2:1 in der 6. Minute für die erste Herzhorner Führung.

Und die Hausherren dominierten die Anfangsphase. In der 9. Minute traf Jannes Timm zweimal in Folge und erhöhte für sein Team auf 5:1. Die Hamburger fanden überhaupt keinen Weg durch die gegnerische Deckung und einzig über den Gegenstoß kamen sie immer mal wieder zum Erfolg. Und diese zogen sie beeindruckend auf: Sehr schnell und sicher nutzten sie jeden Fehler der Kuhnke-Schützlinge und kamen so zwar immer mal wieder heran, lagen jedoch in der 21. Minute immer noch mit 9:12 nach einem Tor des krankheitsbedingt angeschlagenen Theo Boltzen zurück. Erst als sich die Gastgeber einige Fehlversuche erlaubten, glich der HSV nicht nur zum 14:14 (25.) aus, sondern ging bis zur Pause sogar mit 17:16 durch einen Tempogegenstoß in Führung.

Hatten die Gäste damit gerechnet, mit dieser Halbzeitführung die Wende herbei geführt zu haben, wurden sie von den stark kämpfenden Blau-Gelben schnell eines Besseren belehrt. Theo Boltzen glich zum 19:19 (36.) aus und im Anschluss sorgte Ludger Lüders mit einem „Doppelpack“ für die 27:25-Führung seiner Mannschaft in der 47. Minute. Und immer wieder war es Mehmet Atamann, der über sich hinauswuchs und kaum zu überwinden war. Mit tollen Paraden vereitelte er klare Chancen der Gegner und hielt den MTV vorn. Es dauerte bis zur 58. Minute, ehe der HSV noch einmal ausgleichen konnte. Es stand 33:33 und nun stand auch das Herzhorner Publikum. Die Hamburger versuchten, mit einer offenen Manndeckung noch die Wende herbeizuführen, doch die Blau-Gelben hielten clever dagegen. Jannes Timm, der sich kaum einen Fehlwurf erlaubte und nicht zu stoppen war, traf zum 34:33 und Sekunden vor dem Abpfiff setzte Birger Dittmer mit einem Tempogegenstoß zum 35:33 den Schlusspunkt unter eine überragende Herzhorner Mannschaftsleistung.

MTV Herzhorn: Mehmet Atamann, Paul Holst, Nico Bielefeld 1, Ludger Lüders 6, Lutz Wamser 1, torben Voss 4, Lasse Janke, Sebastian Lipp, Jannes Timm 14 (5), Iven Pfeiffer, Theo Boltzen 5, Birger Dittmer 2, Malte Meisik 2

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