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Karfreitagsturnier des RuFV Nuttel mit Rekordbeteiligung : Moike Gertz gewinnt Punktespringen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Carolin Harder im L-Springen mit Stechen erfolgreich

von
erstellt am 19.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Das traditionelle Karfreitagsturnier des Reit- und Fahrverein Nutteln war in diesem Jahr so stark besucht wie noch nie. 115 Nennungen in Springen und Dressur hatte das Organisationsteam um die Vorsitzende Ulrike Johannsen dabei abzuarbeiten. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählten neben der Dressurprüfung Klasse A bis M insbesondere das Punktespringen mit Joker und das L-Springen mit Stechen.

Beim Punktespringen standen die Reiter vor der Entscheidung, ob sie als siebten und letzten Sprung den höheren Joker oder das ebenfalls zur Auswahl stehende niedrigere Hindernis wählen wollen, für das es nur sieben statt 14 Pluspunkte gab. Die Crux dabei: Wer den Joker riss, wurde mit hohem Punktabzug bestraft, nämlich mit 14 Zählern. Die meisten Konkurrenten entschieden sich trotzdem für die schwierigere Alternative und damit für das Risiko. Wer es nicht eingehen wollte, hatte praktisch keine Möglichkeit auf den Sieg.

Am Ende waren es vier Paare, die in allen Fällen makellos blieben. Ihre Reihenfolge im Klassement ergab sich aus der benötigten Zeit, in der sie den Parcours bewältigten – und die sprach eindeutig für Moike Gertz auf Neiky Air. Eineinhalb Sekunden lag sie am Ende vor Pia Harder auf Courbet. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Moike Gertz: „Neiky Air ist im Parcour immer etwas brummig und lässt sich nicht so einfach kontrollieren. Als ich angaloppierte hatte ich den Eindruck, er wollte nur losrennen und macht nur drei Runden um den Platz.“ Doch dann lief alles viel besser. Deshalb: „Als Team haben wir es ganz gut gemacht: Ich habe meinen Oldenburger Wallach an die Sprünge gebracht, und Neiky Air hat den Rest gemacht. Ich bin sehr zufrieden.“

Drei Reiterinnen beendeten den Umlauf beim L-Springen fehlerfrei: Jandina Prigge auf Checkpoint, Carolin Harder auf Chicco’s Prinz und Marike Reimers auf As you like it. Dies auch beim Stechen zu wiederholen, gelang allen drei Amazonen nicht: Während Jandina Prigge vier Fehlerpunkte nach einer Verweigerung kassierte, riss Carolin Harder am letzten Hindernis. Sich schadlos halten konnte auch Marieke Reimers nicht, deren Pferd zwei Stangen abräumte. Am Ende gab die schnellere Zeit von Carolin Harder den Ausschlag für ihren Sieg vor Jandina Prigge. Sie sagte: „Mein Holsteiner Wallach ist eigentlich ein Dressurpferd, aber er kann auch springen.“ Den Fehler am letzten Hindernis sah sie so. „Ich war zu dicht dran, hatte zu viel Tempo drauf.“ Eigentlich sei ihr Pferd für ein L-Springen mit Stechen zu langsam. Mitgemacht habe sie in erster Linie deshalb, um ihren Vierbeiner an die Höhe zu gewöhnen. „Aber wenn die Konkurrenz Fehler macht, springt auch ein Sieg heraus“, freute sich Carolin Harder.

Auffallend für das L-Springen mit Stechen: Sowohl im vergangenen Jahr, als Kevin Much auf Viavita gewann, als auch diesmal siegten Reiter auf Pferden, die von Jürgen Franzenburg gezüchtet waren. Kommentar von Enkel Kevin Much über die Veranstaltung: „Das ist das Turnier für Opas Pferde.“

20 Teilnehmer hatten die Dressurprüfung für die Klassen A bis M aufgenommen. Ein Angebot, bei dem die Teilnehmer den Schwierigkeitsgrad ihrer Prüfung individuell selbst bestimmen konnten. Genutzt wurde es von vielen Debütanten: als Dressurreiter, als Teilnehmer einer bestimmten Leistungsklasse oder von Aktiven, die ein Pferd vorstellten, das erstmals in einer Dressurprüfung geritten wurde. Siegerin des Wettbewerbs wurde Meike Berlin auf Campino von Herzen. Sie gewann vor Vanessa Ralfs auf Cool Cat.

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