Kreiskinderturnfest : Mitmachen statt Perfektion

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27. Juni 2018, 05:05 Uhr

Turnen und Leichtathletik: Aus diesen Sportarten setzten sich die Übungen zusammen, die den Teilnehmern am Kinderturnfest des Kreisturnverbandes Steinburg (KTV) im Rahmen eines Vierkampfes abverlangt wurden. Aus dem Bereich der Leichtathletik waren dies die Disziplinen Weitsprung, Sprint und Ballwurf, und aus der Sportart Turnen standen der Kasten, der Bock und der Boden zur Verfügung. Gewertet wurden jeweils zwei Übungen aus jeder Sportart. Die maximale Punktzahl beträgt 24,00. Dem am nähesten kamen Lea Hansen (ETSV Fortuna Glückstadt) und Marielle Magens (TSV Kremperheide), die sich jeweils 21,75 Punkte erkämpften, und Kyra Barthelt (TSV Wacken), die 20,50 Zähler sammelte. Neben dem Mehrkampf standen Pendelstaffelläufe auf dem Programm der Veranstaltung sowie ein Showteil, in dessen Verlauf sich Vereine in vollbesetzter Halle mit ihren Gruppen präsentierten konnten.

Mit dabei waren diesmal 183 Teilnehmer aus elf Vereinen – 132 Mädchen und 51 Jungen, davon mehrere mit Migrationshintergrund. „Im Vergleich zu früher, waren es mehr Teilnehmer, die aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind.“ Dass sie teilgenommen hatten, ist für die Vorsitzende des KTV, Maren Schümann, „eine schöne Entwicklung“. Sie gehe davon aus, dass es in den nächsten Jahren mehr werden.

Die meisten Turnfestsieger stellte mit vier ersten Plätzen des SC Itzehoe, gefolgt vom TSV Lola und dem TSV Wacken, die jeweils zwei Sieger in ihren Reihen hatten. Die übrigen drei ersten Plätze verteilen sich auf den ETSV Fortuna Glückstadt, den TSV Kremperheide und den MTV Wilster. Als schnellste Staffelläufer erwiesen sich die Kinder vom TSV Lola (10 x 50 m) und vom TSV Wacken (8 x 75 m).

Auch wenn es beim Sport naturgemäß um das Siegen geht, stand das Erbringen von Höchstleistungen nicht im Mittelpunkt des Breitensportfestes. Das wurde schon dadurch deutlich, dass Kinder, die sich bereits an Landes- oder Bundesmeisterschaften beteiligt hatten, nicht startberechtigt waren. Nicht die Perfektion sei gefragt, sondern das Mitmachen, betonte Maren Schümann im Gespräch mit unserer Zeitung.

Lobend äußerte sich Maren Schümann über das Engagement, mit dem der TuS Krempe das Kreiskinderturnfest ausgerichtet habe. „Alles hat gut geklappt. Mit allem waren wir gut in der Zeit.“ Besonders gefreut habe sie sich auch darüber, dass zum Aufbau am Vortag des Kreiskinderturnfest zwei C-Schüler des TuS Krempe erschienen waren, um mitzuhelfen: „Es waren Kinder mit ausländischen Wurzeln, die sich für andere eingesetzt haben. Das war wirklich toll.“

Dass die Veranstaltung von viel Zufriedenheit begleitet war, offenbarten auch die Sportlehrerinnen Martina Weiß aus Kellinghusen und Doris Westphal aus Itzehoe. Sie bedankten sich für die gute Organisation. Die Offiziellen vom KTV und vom TuS Krempe nahmen das Lob gerne entgegen. Neben dem Engagement, mit dem Teilnehmer und Helfer bei der Sache waren, habe Maren Schümann besonders fasziniert, wie die Clubs ihr Showprogramm „Vereine stellen sich vor“ gestalteten. „Es waren 300 Leute in der Halle, die fasziniert zugeschaut haben.“

Ein nachhaltiges Erlebnis hatte Anke Fedder. Nach 47 Jahren Übungsleitertätigkeit beim TSV Wacken wurde sie von ihren Turnkindern verabschiedet und stand zum Schluss mit einem Arm voller Blumen in der Halle. Das Wort in Richtung Anke Fedder ergriff auch Maren Schümann, die sich dafür bedankte, dass die Wackenerin über viele Jahre hinweg mit Kindern des Vereins zum Kreiskinderturnfest angereist war. „Sie konnte Kinder und Eltern so wunderbar motivieren“, stellte Maren Schümann heraus.

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