Handball : Mit Rückenwind zum Finalfour

Theo Boltzen  gehört zu den Aktivposten im Herzhorner Angriff und will sich mit seinem Team von der besten Seite präsentieren.
Theo Boltzen gehört zu den Aktivposten im Herzhorner Angriff und will sich mit seinem Team von der besten Seite präsentieren.

Bei der Pokal-Endrunde in Altenholz kämpfen die Männer des MTV Herzhorn zunächst gegen die SG WiFt um den Einzug ins Finale.

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12. Dezember 2014, 05:22 Uhr

An diesem Wochenende beenden die Oberliga-Handballer des MTV Herzhorn das Pflichtspieljahr mit einem Highlight: Beim Pokal-Finalfour des Handball-Verbandes Schleswig-Holstein (HVSH) in Altenholz stehen die Blau-Gelben zunächst im ersten Halbfinale am Sonnabend ab 15.30 Uhr auf der „Platte“, wenn es gegen den Oberliga-Konkurrenten SG WiFt/Neumünster geht. Am darauf folgenden Sonntag kommt es dann für die Steinburger, je nach Abschneiden am Vortag, um 13.30 Uhr zum Spiel um Platz drei oder um 16 Uhr zum Finale des HVSH-Pokals. Ausgetragen wird das Vierer-Turnier in der Altenholzer Edgar-Meschkat-Halle.

Im zweiten Halbfinale stehen sich am Sonnabend um 18 Uhr der Oberliga-Spitzenreiter DHK Flensburg und die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz (Tabellenführer der Landesliga Süd) gegenüber. HVSH-Präsident Karl-Friedrich Schwark erwartet viel Spannung beim Final Four: „Das sind zwei tolle Halbfinals, auf die sich die Zuschauer in Altenholz freuen können. Wir werden sehr knappe Spiele um den Pokalsieg ohne klaren Favoriten erleben.“

Der vergangene Oberligaspieltag lief aus Herzhorner Sicht nahezu perfekt. Im eigenen Heimspiel gelang den Timm-Schützlingen ein klarer Sieg (36:31) gegen die HSG Eider/Harde. Zeitgleich verloren alle direkten Konkurrenten um die (Nicht)-Abstiegsplätze ihre Punktspiele. Dadurch gelang es den MTVern nicht nur die „Rote Laterne“ abzugeben, sondern mit dem TV Fischbek, der HSG Eider/Harde und dem Mildstedter TSV noch drei Mannschaften zu überholen und so die Abstiegsplätze zu verlassen.

Durch diesen positiven Liga-Abschluss gehen die MTV-er mit dem nötigen Rückenwind in das anstehende Turnier und können sich zunächst voll auf die Aufgabe SG WiFt/Neumünster konzentrieren. Beim aktuellen Oberliga-Dritten lief es in den vergangenen Begegnungen nicht wie erhofft. Drei der letzten vier Ligaspiele gingen verloren. Den einzigen Sieg holten die Männer von Trainer Peter Bente allerdings ausgerechnet gegen den MTV Herzhorn. Vor kurzem verloren die Herzhorner mit 23:26 bei den in Blau-Weiß spielenden Neumünsteranern.

Durch dieses Ergebnis und die aktuelle Tabellensituation leitet sich auch die klare Favoritenrolle für die „Bären“ ab. Für den neutralen Beobachter fällt es schwer, einen herrausragenden Akteur in den Reihen der Wifter auszumachen. Auf allen Positionen sind sie mindestens einmal gut besetzt und auch ihre Defensive ist eine der Besten der Liga. Müsste man dennoch jemanden nennen wäre es wohl Mittelmann Jannick Stock. Der Ex-Kieler zieht im Angriff die Fäden für seine Nebenleute Reiner Kobs und Lars Bente.

Zudem zeigt Mittelmann Stock sich durch seine Schlagwürfe auch selbst sehr torgefährlich. In ihr Halbfinale gehen die Herzhorner zwar als Außenseiter, doch machte ausgerechnet die Niederlage bei der SG Wift auch ein wenig Mut. In der Ligapartie verlor man nur mit drei Toren und gerade die vielen technischen Fehler und vergebenen Chancen zeigen, dass vielleicht doch etwas mehr drin ist, wenn es gelingt diese zu vermeiden. Jedenfalls können die Steinburger befreit aufspielen und den Rahmen des Finalfour genießen. Denn der Druck liegt klar auf der Seite des Gegners.

Das Herzhorner Trainerteam um Jens Timm muss auf zwei Akteure aus dem aktuellen Kader verzichten. Christian Fahl fehlt aus beruflichen Gründen und für Marc Saggau käme ein Einsatz nach überstandener Ellenbogenverletzung noch zu früh. Torhüter Saggau wird dann im neuen Jahr sein Comeback geben. Nicht mehr im Aufgebot des MTV Herzhorn steht Lasse Pingel.

Im zweiten Halbfinale ist der DHK Flensburg ganz klar in der Favoritenrolle gegenüber dem Landesligisten von der Ostsee. Alles andere als ein Sieg des Oberligaspitzenreiters wäre eine Riesen-Überraschung. Die Fördestädter sind das einzige Team aus dem Quartett, das schon aus dem Vorjahr Finalfour-Erfahrung mitbringt.

Wenn es morgen Richtung Altenholz geht, freuen sich die Männer um MTV-Kapitän Stephan Hinrichs schon auf die mitreisenden Zuschauer und die Herzhorner männliche Jugend E, welche die Einlaufeskorte für die „Erste“ bildet. So fahren die Herzhorner mit zwei Zielen nach Altenholz. Sie wollen sich dort ordentlich präsentieren und alle Spieler sollen unverletzt wieder mit zurückkommen, um gesund und munter Weihnachten feiern zu können.

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