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Segel-Bundesliga : Mit dem elften Platz völlig zufrieden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Crew hatte bei der 3. Regatta in Berlin mit der Wind-Lotterie auf dem Wannsee zu kämpfen

Mit dem angepeilten einstelligen Ergebnis am 3. Regattatag der Segel-Bundesliga wurde es für die Seglervereinigung Itzehoe nichts. Am Ende reihten sich die Itzehoer auf dem Wannsee in Berlin auf Platz elf des 18er Feldes ein. Trost für Skipper Christian Soyka und seine Crew war jedoch, dass immerhin Rang neun in der Bundesliga-Tabelle gehalten werden konnte. „Es hätte auch besser für uns laufen können. Die Verhältnisse waren aber bei ständig drehenden Winden extrem schwierig, so dass wir auch mit diesem Ergebnis völlig zufrieden sind“, sagte Soyka nach der Siegerehrung.

Insgesamt zu unbeständig war die Itzehoer Crew auf dem Wannsee unterwegs, was natürlich auch mit dem Wind-Roulette zu tun hatte. Nach einem glatten Fehlstart am Freitag mit dem letzten Platz in der ersten Wettfahrt, segelten Christian Soyka, Sören Petersen, Leon Stolp und Youngster Moritz Burmester in Rennen drei sogar einen Sieg heraus. Am Ende reichten zwölf Punkte zum zehnten Rang nach dem ersten Tag. „Unsere beiden Teenager Leon und Moritz waren noch zu euphorisch ins Rennen gegangen. Da kam der Dämpfer am Angfang gerade richtig. Jeder muss bei diesen Kurz-Wettfahrten hellwach und voll konzentriert sein. Das klappte danach aber immer besser“, so Soyka.

Rang zehn konnte die Crew am zweiten Tag halten. Allerdings begann auch der Sonnabend mit den Rängen fünf und sechs in den ersten beiden Wettfahrten nicht gerade erfolgreich. „Da waren die Jungs noch nicht hellwach“, erklärt Soyka. Doch mit einer deutlichen Steigerung gab es danach noch zwei zweite und einen dritten Platz, die das Punktekonto des zweiten Tages von eins wiederum auf zwölf hochschnellen ließ. Trimmer Sören Petersen geriet sogar ins Schwärmen: „Die Manöver haben hervorragend geklappt.“ Auch Moritz Burmester, mit 16 Jahren jüngstes Besatzungsmitglied, freute sich. „Es macht deutlich mehr Spaß mit einer Crew zu segeln, als allein im Laser zu sitzen.“

Am dritten Tag reichten allerdings zum dritten Mal erzielte zwölf Punkte nicht, um den zehnten Platz zu halten. Dieser wurde im letzten Rennen verloren, als man auf Rang drei liegend, das Boot vom Konstanzer Yachtclub noch vorbeiziehen lassen musste. Damit ging Rang zehn an den punktgleichen Berliner Yachtclub. „So ist es im Sport. Das wirft uns aber nicht um. Wir sind mit dem Erreichten völlig zufrieden. Unsere beiden Youngster haben zum ersten Mal eine solche Regatta gesegelt. Dass am Anfang die Kontinuität fehlt, ist keine Überraschung“, so Christian Soykas Fazit. Die Erfahrung könne nur im Wettkampf und im Training gesammelt werden. Aber man sei gut davor.

Der angepeilte einstellige Ranglistenplatz lag allerdings ohnehin schon vor der letzten Wettfahrt nicht mehr in Reichweite, denn die Konkurrenz in der oberen Tabellenhälfte war insgesamt einfach besser mit der Wind-Lotterie klar gekommen. Der Würtembergische Yachtclub hatte auf Rang neun bereits fünf Punkte mehr auf dem Konto. Allerdings sorgte der unberechenbare Wind auf dem Wannsee nicht nur beim Itzehoer Team für Schwierigkeiten. So lag der genannte Württembergische Yachtclub nach dem ersten Regattatag noch souverän auf dem Spitzenplatz, um dann total abzubauen.

Umgekehrt lief es bei Jochen Schümann und seinem Team vom Yachtclub Berlin Grünau. Der Soling-Olympiazweite von Sydney startete miserabel, um dann auf seinem Heim-Revier eine tolle Serie mit sechs zweiten und fünf ersten Plätzen herauszusegeln. Schümanns Crew verwies damit als Gesamtsieger in Berlin den Meister „Norddeutscher Regattaverein“ zum ersten Mal in dieser Saison auf den zweiten Rang. Christian Soyka und seine Itzehoer Besatzung hatte dabei das Pech, ausgerechnet in den letzten beiden Rennen am Sonntag Schümann als Gegner zugelost zu bekommen. Der war dann zum Abschluss auf „seinem“ Wannsee doch eine Nummer zu groß. „Wir nehmen das als Ansporn mit in die nächste Regatta auf der Kieler Innenförde, wo die Verhältnisse ähnlich wie in Berlin sein werden“, sagt Christian Soyka. Man werde bis dahin noch dreimal trainieren und am kommenden Wochenende mit der gesamten Crew bei der S24-DM vor Boltenhagen weitere Wettkampferfahrung sammeln.

Bei der Bundesliga-Regatta in Kiel vom 5. bis 7. September wird die Seglervereinigung wieder mit Steuermann Soyka, Trimmer Petersen, Vorschoter Burmester und Bowman Stolp antreten. „Wir werden die Besatzung nicht ändern. Unsere beiden Youngster haben sich in dem starken Feld auf dem Wannsee bewährt. Sie werden sich über den Wettkampf weiter verbessern“, ist sich Christian Soyka sicher.

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erstellt am 26.Aug.2014 | 05:00 Uhr

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