Basketball : Mentale Stärke bewiesen

Treffsicher: Average Richardson (rechts).
Treffsicher: Average Richardson (rechts).

Die Sportclub Itzehoe Eagles gewinnen mit 85:79 bei Alba Berlin II und überwinden den Schock der Rostock-Schlappe.

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10. März 2014, 05:12 Uhr

Charaktertest bestanden: Nur eine Woche nach dem jähen Platzen aller Titelträume gewannen die Regionalliga-Basketballer der SC Itzehoe Eagles beim „Angstgegner“ Alba Berlin II mit 85:79 (37:36) und bewiesen damit nicht nur sportliche, sondern auch mentale Stärke. Zudem landete der SCI den ersten Sieg eines Itzehoer Teams bei Alba und revanchierten sich auch noch für die Hinspielschlappe. Die Viertelergebnisse aus Eagles-Sicht: 22:19, 15:17, 26:19, 22:24. Trainer Paul Larysz fiel natürlich ein Stein vom Herzen: „Wir haben uns nicht in den freien Fall begeben, sondern den Schock und die Enttäuschung überwunden. Das Team hat damit den Kopf wieder frei bekommen.“

Zunächst war noch gar nicht mal so klar, dass Berlin diesmal für die Eagles wirklich eine Reise wert sein sollte. Noch nie hatte eine Itzehoer Mannschaft bei Alba gewonnen und auch am Sonnabend geriet der SCI erstmal unter Druck. Frühe Eagles-Führungen (6:1/2. Minute, 9:5/4.) konterten die Gastgeber mit einem 12:0-Lauf zu einem eigenen 17:9-Vorsprung. „Es war gerade in der Anfangsphase deutlich zu merken, wie sehr unser Nervenkostüm unter der Schlappe gegen Rostock gelitten hatte“, resümierte später Eagles-Coach Paul Larysz. Sein Team wies in der ersten Halbzeit eine Freiwurf-Quote von nur 52 Prozent auf und viele freie Abschlüsse, die sonst locker im Korb landen, fanden diesmal noch nicht ihr Ziel. Doch im Verlauf des ersten Durchgangs gewannen die Gäste immer mehr zu alter Sicherheit zurück: Nach zehn Minuten lagen die Eagles beim 22:19 wieder vorn. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieb es zunächst eng, die Führung wechselte häufig. Aus einem 36:32 (18.) für Alba machten die Eagles erst eine Sekunde vor der Pausen-Sirene wieder einen hauchdünnen Vorsprung.

Im dritten Viertel lagen die Berliner dann beim 50:47 (26.) zum letzten Mal in dieser Partie in Führung. Sie profitierten in erster Linie von der Treffsicherheit ihres besten Schützen Ismet Akpinar, der insgesamt 34 Punkte verbuchen konnte. Dennoch war Larysz zufrieden mit der mannschaftlichen Geschlossenheit in der Defense, die den Berliner Angriff nun mehr und mehr in den Griff bekam. In den folgenden Minuten setzten sich die Eagles über 60:54 (29.) immer weiter ab. Adrian Breitlauch sorgte mit einem Dreier zum 66:55 (31.) zu Beginnn des letzten Viertels dann erstmals für einen zweistelligen Vorsprung. Den verteidigten die Larysz-Schützlinge im weiteren Verlauf. Vor allem der in der Offensive mit 41 Punkten diesmal wieder überragende Everage Richardson hatte zusammen mit Yannick Evans (17) großen Anteil daran, dass Alba über 66:73 (36.) und 75:80 (40.) nicht mehr näher als fünf Punkte herankam.

Nun wollen die Itzehoer zumindest den zweiten Platz klar machen. „Von den letzten vier Gegnern war Alba eindeutig der stärkste“, sagt Larysz. „Etwas anderes als drei weitere Siege in den verbleibenden Spielen ist für uns nicht akzeptabel.“

SCI Eagles: Adrian Breitlauch (12, 2 Dreier), Robert Daugs, Yannick Evans (17), Aivaras Galkauskas (4), Clayfell Harris (2), Nico Kaml (5, 1 Dreier), Johannes Konrad (2), Lars Kröger, Jakob Krumbeck (2), Everage Richardson (41, 4 Dreier), Nick Tienarend.

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