1. Segel-Bundesliga : Mehr Schatten als Licht bei SVI

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Itzehoer Quartett fährt beim 3. Spieltag vor Travemünde meist hinterher

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25. Juli 2018, 05:18 Uhr

Aufholjagd war angesagt, doch bei der Seglervereiningung Itzehoe ging am 3. Spieltag der 1. Segel-Bundesliga im Rahmen der Travemünder Woche vieles schief. Vier ersten standen vier letzte Plätze und ein OCS gegenüber. So reichte es statt des angepeilten Platzes unter den Top-Acht nur zum 13. Rang nach 16 Rennen. In der Tabelle dümpelt die SVI deshalb weiter in der Abstiegszone und sitzt auf Rang 16 fest.

„Es lief nicht richtig rund. Wir haben sehr extrem gesegelt – entweder ganz vorn oder ganz hinten. Eigentlich hatten wir nach der Vorbereitung ein gutes Gefühl, aber dann gab es vor allem Defizite beim Start, die ich auf meine Kappe nehmen muss“, äußerte sich Steuermann Julian Ramm selbstkritisch. Das Team habe eigentlich gut funktioniert, doch letztlich seien selbst kleinste Fehler gegen die starke Konkurrenz nicht auszubügeln. „Das Niveau ist beeindruckend, eine andere Welt als in der zweiten Liga, wo wir hier im vergangenen Jahr mit der gleichen Crew gewonnen hatten“, so der SVI-Skipper.

Es fing schon am Sonnabend mit drei vierten Plätzen nicht so an, wie es sich Ramm, Oliver Levin, Ole Harder und Moritz Burmester vorgestellt hatten. Dafür hatten Kringel nach Protesten der anderen Teams sowie ein Frühstart gesorgt. In den Pausen wurde deshalb immer wieder die Taktik analysiert und im vierten Flight schien der Knoten endlich geplatzt zu sein – Rennsieg.

Doch danach lief kaum noch etwas am ersten Tag, obwohl der Wind am Nachmittag immer mehr auffrischte und die Bedingungen der SVI-Crew eigentlich entgegen kamen. Zweimal Fünfter, einmal Letzter und zu allem Überfluss auch noch eine Disqualifikation (OCS), weil man nach einem Frühstart nicht weit genug hinter die Startlinie zurückgefahren war. Schlechter konnte es kaum laufen.

Auch am Sonntag gab es gleich einen Dämpfer. Wieder fuhr die SVI als Schlusslicht durchs Ziel. Danach gab es zwar einen Rennsieg, doch dann ging es erneut bergab. Als es im 12. Flight gegen fast die gesamte Konkurrenz aus dem unteren Tabellendrittel ging, segelten die Itzehoer wieder als Schlusslicht hinterher. „Wir haben alles probiert, sind über die linke Seite gefahren, mussten dann aber den anderen Booten Vorfahrt gewähren. In dem Gedränge an der Wendetonne gab es schließlich auch noch einen Protest. Wir mussten kringeln und damit lagen wir ganz hinten“, erläutert Julian Ramm die entscheidende Phase. Anstatt Boden gut zu machen, hinkte die SVI-Crew im Gesamtklassement weiter hinterher.

Zwei Rennsiege hintereiander weckten wieder Hoffnung auf ein besseres Ergebnis am Montag. Nach einem dritten Platz im vorletzten Flight lag immerhin noch Rang 11 greifbar nahe. Im letzten Rennen hätten die Itzehoer dafür mindestens Vierter werden und vor dem Deutschen Touring Yacht Club liegen müssen. Nachdem aber ein weiteres Mal der Start nicht gelang, orientierte man sich zu sehr an den Tutzingern, die den SVI jedoch als Vorletzter in Schach hielten. „Wieder nur Letzter, das tat zum Abschluss sehr weh. Mit so einem Dämpfer nach Hause fahren zu müssen, ist richtig bitter“, ärgerte sich Julian Ramm. Er habe aber daraus mit seinem Team viel gelernt. „Wir müssen beim nächsten Mal konservativer segeln“, ist ein Lösungsansatz, der die SVI doch noch auf einen Platz jenseits der Abstiegsränge führen soll. „Es ist wirklich ärgerlich, dass wir uns nicht weiter nach vorn verbessern konnten. Die Chance dazu hatten wir“, so der SVI-Steuermann. Es sei aber erst Halbzeit und nun müsse ein Schlachtplan überlegt werden, mit dem es nach oben gehe.

Fest steht, dass bei der nächsten Regatta auf dem Wannsee in Berlin wieder Christian Soyka an der Pinne sitzen wird. Ob danach auf der Kieler Förde, wie eigentlich geplant, wieder der Kieler Ramm das Steuern übernimmt, ließ dieser offen. „Das wäre natürlich schön vor meiner Haustür, aber wir müssen erst einmal alles analysieren und werden dann entscheiden, wer in Kiel und zum Abschluss in Hamburg dabei ist.“

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