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Neuer Trainer sorgt für Deutliche Leistungssteigerung : Marlo Burych erlebt zweiten Werferfrühling

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hohenlockstedter startet bei Leichtathletik-Veranstaltungen seit einem Jahr für den LBV Phönix Lübeck

von
erstellt am 23.Apr.2015 | 05:00 Uhr

Keine Frage: Marlo Burych (40), ehemaliger Werfer des TSV Lola, erlebt derzeit seinen zweiten „Werferfrühling“. Als Grund für seine deutlichen Leistungssteigerungen im Diskus- und Hammerwerfen sowie im Kugelstoß nennt der Senior (M40) sein Training bei Uwe Mundt im LBV Phönix Lübeck.

Und wirklich: Der leichtathletische Wechsel von Hohenlockstedt nach Lübeck zu Beginn des Jahres 2014 hat Marlo Burych gut getan. Davon zeugen insbesondere seine Erfolge auf Landes- und Bundesebene seit Sommer vergangenen Jahres. Und dazu gehören die drei Landestitel mit Kugel, Hammer und Diskus ebenso wie die auf Ebene des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) erkämpften Medaillen – zwei Silbermedaillen mit dem Hammer und eine mit der Kugel sowie ein bronzenes Edelmetall mit dem Diskus. Drei dieser Plaketten holte er sich jüngst in Erfurt bei den Winterwurfmeisterschaften und eine im vergangenen Sommer, ebenfalls in der thüringischen Landeshauptstadt.

Marlo Burych ist sich sicher, dass Uwe Mundt, den er als einen „Wurftrainer von besonderer Güte und in Schleswig-Holstein einzigartig“ ansieht, gehörig zu der kontinuierlichen Steigerung seiner Wurf- und Stoßleistungen beigetragen hat. „Wäre ich nicht zu Uwe Mundt gegangen, hätte ich das, was ich bisher erreicht habe, auch ansatzweise nicht schaffen können.“ Grund für diese Feststellung: „Beim TSV Lola hatte ich keinen Wurftrainer und trainierte deshalb allein. Und die technischen Fehler, die sich bei mir im Laufe der Zeit eingeschlichen hatten, erkannte ich nicht und konnte sich somit auch gar nicht abstellen.“

Jetzt sei das anders: „Ich trainiere, und mein Trainer korrigiert mich dabei.“ Dass er in Lübeck auch Teil einer Trainingsgruppe ist, das bewertet Marlo Burych als positiv: „Für mich ist das eine zusätzliche Motivation, denn so etwas stachelt natürlich mehr an, als wenn man alleine auf dem Platz steht.“

Trotz aller Sympathien für Lübeck hat Marlo Burych weder Hohenlockstedt verlassen noch dem TSV Lola den Rücken gekehrt. Er wohne und arbeite weiterhin in der Gemeinde, hätte innerhalb seines Stammvereins seine Trainingsgruppe mit Turnern im Alter zwischen zehn und 19 Jahren, und wenn der Deutsche Turnerbund (DTB) zu Wettkämpfen rufe, starte er auch „weiterhin“ für den TSV Lola. Startberechtigt für den LBV Phönix Lübeck sei er nur dann, wenn es um reine Leichtathletik-Veranstaltungen ginge, die unter der Aufsicht des DLV oder seiner Mitgliedsorganisationen stünden. Deshalb bekäme man ihn auch in Hohenlockstedt auf dem Sportplatz oder im Fitness-Center in der Finnischen Allee oft zu Gesicht, denn er fahre nur einmal pro Woche nach Lübeck zum Techniktraining: „Um mir bei Uwe Mundt den Feinschliff zu holen.“ Vier weitere Trainingseinheiten gestalte er nach Plänen seines Trainers allein in Hohenlockstedt.

Dass Marlo Burych überhaupt mit dem LBV Phönix Lübeck und Uwe Mundt in Verbindung getreten ist, hätte mit seinem schlechten Kugelstoß-Wettkampf vor zwei Jahren bei den Landesmeisterschaften zu tun gehabt: „Ich war mit mir selbst nicht zufrieden, weil es bei mir technisch nicht lief. Und weil ich wusste, dass Uwe Mundt ein guter Trainer ist, bat ich ihn um ein Techniktraining. Ich wollte technisch einfach vollkommener werden, um auf eine größere Weite zu kommen.“

Auch wenn es zwischen Burych und Mundt von Anfang an harmonierte: Dass daraus mehr als nur eine Trainingseinheit werden könnte, hatte Marlo Burych zunächst gar nicht beabsichtigt. Mit Blick auf die kommende Zeit hofft er, „dass ich mich in allen Disziplinen noch steigern kann“. Im Blick hat Marlo Burych dabei auch seine Kugelstoßleistung. Unter Mundt habe er sich von 13,26 Meter auf bis dato 14,49 Meter steigern können, und er sei davon überzeugt, „dass da noch mehr geht“. Und das bedeutet: „Ich peile die 15-Meter-Marke an.“ Eine Leistung, die für einen 183 Zentimeter großen und 105 Kilogramm schweren Athleten „ein ordentliches Pfund“ wäre.

Die Entscheidung, das Startrecht zugunsten des LBV Phönix Lübeck zu wechseln, sei ihm damals nicht leicht gefallen: „Es war nicht einfach für mich, diese Entscheidung zu treffen. Ich hatte Bauchschmerzen, als ich diesen beabsichtigten Schritt gegenüber Rolf Gerhards begründete“, sagte Marlo Burych im Gespräch mit unserer Zeitung. Er sei dankbar dafür, dass der Vorstand des TSV Lola das so akzeptiert hat. „Wir haben das nicht im Streit, sondern im Einvernehmen geklärt.“

Seine Absicht, weiterhin dem TSV Lola angehören zu wollen, begründet Maro Burych mit seiner Verbundenheit zum Verein: „Der TSV Lola hat mich über viele Jahre gefördert und fördert mich eigentlich immer noch. Und das, was ich dem Verein zu verdanken haben, gebe ich ihm gern zurück.“

Und das sind zuallererst vier Trainingseinheiten pro Woche, in denen Burych mit seinen Schützlingen den turnerischen Mehrkampf (Boden, Sprung, Baren, Reck; Sprint, Kugel, Weit, Schleuderball) trainiert.

Und dabei profitiert er auch von dem, was ihm Uwe Mundt in Lübeck beibringt: Denn nicht nur als Aktiver lerne er dort, sondern er könne das, was ihm beigebracht werde, mit nach Hohenlockstedt nehmen und es in der hiesigen Trainingsgruppe anwenden.

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