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Handball : Lohn für stetige Entwicklung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kremperheides Landesliga-Team überrascht den Favoriten Horst/Kiebitzreihe und sichert sich Titel und Aufstieg.

von
erstellt am 08.Mai.2014 | 05:16 Uhr

Des Lobes voll über sein Team ist Werner Zink, Trainer der Landesliga-Handballer des TSV Kremperheide. „Die Entwicklung dieser Mannschaft über die letzten Jahre in spielerischer, aber auch mentaler Hinsicht ist wirklich bemerkenswert.“ Der vorläufige Höhepunkt dieser positiven Tendenz ist der Gewinn des Meistertitels und der damit verbundene direkte Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga. Aber auch in der Saison davor hatte der TSV als Aufsteiger aus der KOL mit Rang vier bereits positiv überrascht.

Der Kremperheider Coup zum Ende dieser Spielzeit ist dabei durchaus überraschend, denn die meisten Insider hatten die HSG Horst/Kiebitzreihe als großen Titelaspiranten auf dem Zettel. Schließlich ist der Aufstieg schon seit längerem das erklärte Ziel der Südsteinburger unter ihrem Coach Manfred Kuhnke. Entsprechend größer ist der Aufwand, der im HSG-Umfeld getrieben wird, im Vergleich zu dem der Kremperheider.

Aber beim TSV passte in dieser Saison vieles von Beginn an gut zusammen. „Zum einen erwiesen sich die beiden vom Kreisligisten Schenefeld gekommenen Youngster Finn Thore Nissen und Pierre Kuckluck als absolute Verstärkungen. Das war in der Form so nicht abzusehen“, sagt Zink. „Überhaupt ist meine junge Mannschaft sehr lernwillig und fleißig. Das, was wir im Training machen, wird ziemlich schnell umgesetzt.“

Von Beginn an boten die Zink-Schützlinge dem Rivalen Horst/RWK Paroli. Mit ihrem jugendlichen Elan und dem praktizierten Tempo-Handball überrannten die Kremperheider so manchen Gegner. Nur bei „ausgebufften“ und erfahrenen Kontrahenten wie Wift II, Mönkeberg-Schönkirchen oder Altenholz II kann das auch schon mal daneben gehen. Nicht umsonst kassierte der TSV gerade gegen diese Gegner die drei einzigen Niederlagen – jeweils in fremder Halle. „Aber auch das kriegen sie irgendwann mal in den Griff“, ist sich Zink sicher.

Wenn sein Team überhaupt verwundbar war in dieser Spielzeit, dann auf gegnerischem Parkett. In heimischer Halle blieb die Bilanz mit 22:0 Zählern aus elf Spielen makellos. „Gerade die wichtigen Spiele hat mein Team mit Willensstärke gewonnen“, nennt Zink eine weitere Qualität seiner Mannschaft. Vor allem gegen den Titelfavoriten und späteren Zweiten Horst/RWK holte seine Mannschaft drei Punkte. Zwar läuft nicht immer alles nach Wunsch; dafür ist gerade die Saisonschluss-Partie bei Schülp/Westerrönfeld II das beste Beispiel. Lange lag man dort zurück und eine Auswärtsschlappe hätte dem anderen Konkurrenten Altenholz II noch einmal alle Optionen eröffnet. Doch das Team drehte die Partie und machte aus einem Sechs-Tore-Rückstand einen Erfolg mit dem gleichen Abstand.

Zwar verfügt der TSV mit dem Linksaußen Malte Meisiek, dem Halblinken Sebastian Lipp, Mittelmann Jannik Schmidt oder auch den Torhütern Jonas Rave und Malte Schultz durchaus über überdurchschnittliche Einzelspieler, aber dennoch sieht Zink in erster Linie die mannschaftliche Geschlossenheit als den wichtigsten Erfolgsgaranten an. „Den Aufstieg hat sich mein Team redlich erarbeitet und nun wird natürlich die neue Liga eine echte Herausforderung für alle. Wir freuen uns darauf und hoffen, dass wir die Klasse halten können. Davon bin ich überzeugt, auch wenn es schwer wird.“

Am Teamgefüge wird sich auch in der neuen Saison nicht allzu viel ändern. Lediglich Oldie Volker Picht hat sein endgültiges Karriere-Ende verkündet und wird künftig als Teil der Doppelspitze mit Harald Rosenau die Geschicke der auf den Seniorenbereich erweiterten HSG Kremperheide/Münsterdorf leiten. Teamkapitän Marcus Scheibe nimmt eine „Baby-Pause“. Somit ist Stefan Pohlmann (Jahrgang 1987) der erfahrenste Spieler in einer Mannschaft, die ansonsten aus den Jahrgänge 1992 bis 1994 kommt. Angesichts weiterer Aufstiege der Nachbarn HSG Marne/Brunsbüttel (SH-Liga) und MTV Herzhorn (Oberliga) ist mit ausreichend qualifiziertem Personal von außen wohl nicht unbedingt zu rechnen.

Auch im Funktionsteam ändert sich nichts. Sebastian Ramm bleibt Betreuer und auch Werner Zink will nach dreieinhalb Jahren Arbeit mit der Mannschaft nicht aufhören: „Es macht einfach Riesenspaß“, sagt der 59-Jährige.

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