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Basketball-Oberliga : Lohn der guten Moral

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

SC Itzehoe II stürzt durch 71:68 in fremder Halle Spitzenreiter Lübecker TS .

von
erstellt am 11.Dez.2013 | 05:01 Uhr

Und plötzlich sind sie Erster: Die zweite Herrenmannschaft des Sport-Club Itzehoe hat in der Basketball-Oberliga den Spitzenreiter Lübecker Turnerschaft gestürzt und sich selbst auf Platz eins befördert. Mit 71:68 gewannen die Itzehoer das Spiel in der Hansestadt.

„Eine sehr nette Überraschung“ kommentierte Coach Paul Larysz den Erfolg des Teams, das ohne den Langzeitverletzten Diego Preval sowie Johannes Konradt und Edgar Czernauskas nach Lübeck gefahren war. Aber die Mannschaft finde sich immer mehr zusammen, stellte er zufrieden fest. Gut fingen die Gäste an, dann bekamen die erfahrenen Lübecker nach und nach die Oberhand und nutzten die Fehler ihrer jungen Gegner. Die aber hielten dagegen, so stand es zur Halbzeit nur 30:25 für die Gastgeber.

„Echt trocken“ habe sein Team reagiert und eine richtig gute zweite Halbzeit gespielt, sagte Larysz. Alle hätten sehr mannschaftsdienlich agiert, und was vorne nicht klappte, wurde mit engagierter Verteidigung wieder wettgemacht. Die Mannschaft habe sich von ihren Fehlern nicht runterziehen lassen, freute sich der Trainer. Mit einem Dreier zum 34:34 stellte Patrick Pinzke den Ausgleich her, danach lag mal das eine Team vorn, dann das andere. Auch vor dem letzten Viertel war beim 48:48 noch alles offen.

Dann schlug die Stunde von Christian Post: Er erzielte die ersten neun Punkte für die Itzehoer im letzten Abschnitt, darunter zwei Dreier, und brachte sein Team leicht in Führung. Doch wieder konterte Lübeck, es ging in eine sehr enge Schlussphase. Mit zwei verwandelten Freiwürfen holte Post die Führung zum 67:66 zurück, Lübeck traf zum 68:67 – aber dann habe Dave Ngoma sehr gut unter dem Korb geholfen und gegnerische Würfe geblockt, so Larysz. Ein Angriffssystem endete zwar nicht ganz mit dem angestrebten Wurf, aber Jesper Boskamp traf zur erneuten Führung und krönte so sein bisher bestes Oberliga-Spiel. Was dann folgte, nannte der Itzehoer Coach „chaotisch“. Auch das Lübecker Spiel war nicht mehr übermäßig geordnet, mit Freiwürfen kamen die Gäste zum 71:68. Wieder verteidigten sie erfolgreich, nach einem Ballgewinn war Dave Ngoma frei durch – und vergaß auf dem Weg zum Korb das Dribbeln. Doch das hatte keine Folgen dank erneut guter Verteidigung: Den nötigen Dreier schaffte Lübeck nicht mehr.

SCI: Jesper Boskamp (14), Christian Post (13, 2 Dreier), Patrick Pinzke (11, 2 Dreier), Nico Kaml (10, 1 Dreier), Michael Wüstenberg (9, 1 Dreier), Dave Ngoma (9), Jonas Böhm (3), Philipp Wollschläger (2).

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