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FC Itzehoe : Lichter gehen nicht aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

FCI-Restvorstand tritt nach Rücktritt des Vorsitzenden Gerüchten über Auflösung des Vereins entgegen.

von
erstellt am 14.Mai.2014 | 05:04 Uhr

Der Rücktritt des 1. Vorsitzenden des FC Itzehoe Roland Jahnke hat einige Irritationen ausgelöst. In der Gerüchteküche wird sogar mit dem bevorstehenden Ende des erst vor vier Jahren neu gegründeten Vereins gehandelt. „Davon sind wir weit entfernt“, distanzierte sich Kassenwart Carsten Spankow am späten Montagabend von solchen Gerüchten. Es gehe weiter auf dem Lehmwohld, versicherte Spankow.

Roland Jahnkes Rücktritt kam für den gesamten Vorstand völlig überraschend. „Es sind private Gründe“, erklärte der 2. Vorsitzende Arne Weisner. „Mehr können wir dazu nicht sagen.“ Jahnke weilt derzeit geschäftlich in der Schweiz und konnte sich gegenüber unserer Zeitung noch nicht zu seinen Motiven äußern. Im Vorstand herrschte zunächst Ratlosigkeit, zumal sich auch Kassenwart Carsten Spankow im Urlaub befand und erst am Wochenende zurückgekehrt ist.

Den Rücktritt des Vorsitzenden eine Woche lang zu verschweigen, bezeichnete Spankow als einen Fehler, der die Gerüchteküche hochbrodeln ließ. Wie so oft stand dabei Hauptsponsor Ümit Yener im Fokus. Er soll sein Engagement zurückgezogen haben, wurde kolportiert. Da hauptsächlich Jahnke den Kontakt zu Yener pflegte, wurde dessen Rücktritt sofort mit einem Rückzug des Hauptsponsors in Verbindung gebracht. „Solche Gerüchte entbehren jeder Grundlage und legen es offensichtlich nur darauf an, dem Verein zu schaden“, klagt Arne Weisner. „Ümit Yener hat sich verpflichtet, für zwei Jahre die Betriebskosten zu übernehmen. Er hat keinen Zweifel daran gelassen, dass dies auch weiterhin gilt. Damit ist die Zukunft des Vereins erst einmal gesichert“, so Carsten Spankow.

Die Betriebskosten sind ein großer Klotz am Bein des erst vor vier Jahren neu gegründeten Vereins, in dem Traditionsclub Itzehoer SV und Türkspor verschmolzen wurden. Etwa 40000 Euro jährlich kostet dem FCI die Nutzung der Anlagen am Lehmwohld. Dies allein aus den Mitgliedereinnahmen zu schultern, ist kaum möglich. Weil es von der Stadt Itzehoe keine Zuschüsse für Sportvereine mit vereinseigenen Anlagen auf städtischem Grund gibt, ist der Verein deshalb auf Sponsoren wie Yener angewiesen, ohne den es Fußball auf dem Lehmwohld wohl tatsächlich nicht mehr geben würde.

„Wir haben wieder eine intakte Jugendabteilung aufgebaut, aus der zur Zeit insbesondere unser B-Junioren-Team herausragt. Dem Nachwuchs wollen wir auch in Zukunft Perspektiven bieten“, so Arne Weisner. Man werde deshalb im Herrenbereich keine finanziellen Risiken eingehen. „Wir wollen den Erfolg mit jungen hungrigen Spielern aus der Umgebung, die sich mit unserem Verein identifizieren und hauptsächlich aus der eigenen Jugend kommen.“ Die Zukunft werde von Sparmaßnahmen geprägt sein. „Es wird unsere Aufgabe sein, jetzt weitere Sponsoren zu aquirieren. Die Lichter auf dem Lehmwohld werden nicht verlöschen“, ist Weisner ganz sicher.

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