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Riesenerfolg : Leon Philipp Deutscher Meister

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Judoka bei Junioren-Titelkämpfen in Frankfurt/Oder ganz vorn

Auf der Abteilungsleiter-Versammlung des SC Itzehoe gab es am Montag spontan Beifall. Judo-Trainerin Birgit Philipp hatte gerade bekannt gegeben, dass ihr Sohn Leon am Wochenende den Deutschen Meistertitel der Junioren erkämpft hatte. Bereits vor zwei Jahren war Leon Philipp dieses Kunststück bei der A-Jugend gelungen. Danach hatte er sich entschieden, als Leistungssportler in ein Sportinternat bei Hannover zu gehen, wo er seitdem von Bundestrainer Richard Trautmann betreut wird.
„Trotz leichter Verletzung – er war beim Vorbereitungs-Training umgeknickt – strahlte Leon von Anfang an eine starke Präsens aus“, berichtete sein Vater Hans-Heinrich, der als ehemaliger Kampftrainer natürlich ebenfalls bei den Titelkämpfen in Frankfurt/Oder dabei war. Nach einem Freilos hatte Leon Philipp zunächst kurzen Prozess per Haltegriff mit dem Landesmeister aus Thüringen gemacht. Und auch den Württemberger Vertreter bezwang Philipp schnell mit einem Beinwurf (Tai-otoshi). Nun bereits im Kampf um den Einzug ins Finale der mit 26 Kämpfern gut besetzten Gewichtsklasse war sein Holsteiner Mitkämpfer Shamil Dzavbatyrov aus Kiel nächster Gegner. Beide kennen sich so gut, dass keinem eine erfolgreiche Technik gelang. Aber mit einer taktischen Meisterleistung zwang der Itzehoer seinen Gegner zu Bestrafungen wegen Untätigkeit und Sperrens, was ihm den Sieg bescherte.

Im Finale traf er auf den Bayerischen Meister, den er bereits vor vier Wochen beim Sichtungsturnier in Berlin geschlagen hatte. Entsprechend dominierte Leon Philipp den Kampf, beendete diesen nach zwei erfolglosen Ansätzen mit einem spektakulären Rückwurf (Ura-Nage) und krönte damit seine Leistung mit dem verdienten Titelgewinn.

Nun hofft SCI-Abteilungsleiter Rainer Guschel, dass Philipp seine leichte Verletzung schnell auskurieren kann, denn es warten gleich wieder wichtige Turniere in Portugal und in Bremen. Wenn dabei alles gut geht, darf der Itzehoer danach im Nationalkader zum Leistungstraining nach Südkorea mitfliegen.

Guschel berichtete außerdem von weiteren erfreulichen Entwicklungen in seiner Abteilung: So kam Sofia Ike zwar ohne Sieg, aber mit vielen positiven Erfahrungen und Kontakten von der Deutschen Jugend-Meisterschaft zurück. „Sie ist jetzt richtig motiviert, noch besser zu werden“ so Betreuerin Birgit Philipp. Pech hatte dagegen Junioren-Vizelandesmeister Tom Basan, der wegen einer Grippe die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft verpasste.

Eine schöne Anerkennung für ihre bisher gezeigten Leistungen erhielt Nachwuchs-Judoka (U 15) Jana Schädlich. Sie wurde vom Landestrainer zum Sichtungsturnier nach Berlin eingeladen. „Das kann sich sehen lassen. Wir sind auf einem guten Weg“, freute sich Rainer Guschel.

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erstellt am 12.Mär.2015 | 05:00 Uhr

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