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Pferdesport : Lena Timm erfolgreichste Reiterin

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tabea Kreft gewinnt mit Goldstern das M**-Springen mit Stechen beim Reitturnier in Herfart. Der Veranstalter RuFV Kremperheide/Krempe zieht eine positive Bilanz.

Tabea Kreft und Goldstern – das sind die Gewinner des M**-Springens mit Stechen beim Turnier des Reit- und Fahrvereins Kremperheide/Krempe (RuFV) in Herfart. Im Finale setzte sich die Breitenburgerin gegen weitere fünf Paare durch, die im Umlauf ebenfalls fehlerfrei geblieben waren. Aufgenommen hatten die Prüfung auf dem 440 Meter langen Parcours mit zehn Hindernissen und zwölf Sprüngen bis zu einer maximalen Höhe von 1,38 Meter insgesamt 17 Paare. Sie alle fanden – trotz des regnerischen Wetters am Abschlusstag – gute Bodenbedingungen vor. Das gilt sowohl für den Springparcours als auch für die Dressurvierecke.

Dass sich Tabea Kreft am Ende durchsetzen konnte, war eine kleine Überraschung: Zum einen hatte die Amazone zuvor noch nie ein Springen dieser Art gewonnen. Außerdem hatte sie starke Konkurrenz, zu der auch die Steinburger Lena Timm, Jessica Magens, Steffen Dehmelt, Kevin Much und Lena Hahn gehörten. Dazu hatte die Reiterin im Umlauf noch das Quäntchen Glück, um nicht vorzeitig auszuscheiden: Beim elften Sprung klapperte die Hindernisstange hörbar, doch aus Sicht von Tabea Kreft glücklicherweise blieb sie in der Halterung.

Als Erste in den Stechparcours mit einer Länge von 300 Metern und sechs Hindernissen mit sieben Sprüngen ritten Lena Timm und Arcadius ein. Den guten Eindruck, den die Reiterin während des gesamten Turniers gemacht hatte, bestätigte sie auch im Finale. Mit null Fehlern und in der Zeit von 38,57 Sekunden setzte sie die Konkurrenz gehörig unter Druck. Zwar beendeten Kathrin Greve und Amelie als Nächste das Stechen ebenfalls fehlerfrei, doch die Zeit des Paares aus dem mecklenburgischen Gadebusch war um knapp eine Sekunde langsamer als die der Breitenburgerin Lena Timm.

Nachdem Jessica Magens und Crisby das Stechen mit einem Abwurf beendet hatten, war die Zeit für Tabea Kreft und Goldstern gekommen. Sehr sicher und über kurze Wege erreichten beide das Ziel – und das letztlich in Bestzeit (37,24 sec.). Nachdem Dörte Schmidttpott und Rockybella ebenfalls „genullt“ hatten – das aber in relativ langsamer Zeit –, lag es an Lena Timm und Celsia, dem Klassement von der Spitze her noch ein anderes Aussehen zu geben. Empfohlen hatte sich die Breitenburgerin dafür durch ihren Sieg im vorausgegangenen M*-Springen, das gleich 14 Paare fehlerfrei beendeten.

Doch nicht nur das sprach für sie: Lena Timm war vom Richterkollegium als stilistisch beste Reiterin ausgezeichnet worden. Dafür, dass sie Tabea Kreft doch nicht an der Spitze ablösen konnte, sorgte ein Fehler am zweiten Hindernis, den sie später auf ihre Kappe nahm. „Ich habe vor dem zweiten Hindernis zu viel Druck gemacht“, hielt Lena Timm jegliche Verantwortung von Celsia fern. Doch auch so: Platz zwei auf Arcadius und Rang fünf auf Celsia im Hauptspringen sowie zwei erste Plätze in Springpferdeprüfungen und dazu der Sieg innerhalb der M*-Prüfung können sich für die stilistisch fein reitende Amazone mehr als sehen lassen.

Genauso glücklich wie Lena Timm über ihre guten Leistungen war Tabea Kreft nach dem Sieg im Stechen. Und mit dem hatte sie nach eigenem Bekunden gar nicht gerechnet. Ihr Ziel sei in erster Linie gewesen, ohne Druck „eine schöne Runde mit kurzen Wegen zu reiten“ und dabei so schnell wie möglich zu sein. „Die Schnellsten sind wir ja meistens nicht, aber weil mein Pferd sehr sicher springt, kann man es über kurze Wege wagen“, gab die Siegerin Einblick in ihre Taktik auf einem Pferd, das früher als „unreitbar“ galt. „Viele Reiter kamen mit Goldstern nicht zurecht, doch wir sind mit der Zeit zu einem Team zusammengewachsen.“

In der Stunde des Erfolges dachte Tabea Kreft aber auch an Evi Bengtsson, bei der sie seit sieben Jahren trainiert und von der sie im Laufe der Zeit „viele Tipps“ erhalten habe. Dass sich ihre Tochter diesen Erfolg aber auch hart erarbeitet habe, machte Manuela Kreft deutlich: „Einmal muss der Fleiß auch belohnt werden.“

Unter den talentierten und deshalb auch hoffnungsvollen Reitern aus Steinburg befand sich mit Lena Hahn eine weitere Breitenburgerin. In der Prüfung der Klasse M* belegte sie auf Casparie den vierten Platz. So weit vorn stehend hatte sie sich vor der Prüfung nicht gesehen. „Es waren ja viele gute Reiter dabei“, erwähnte Lena Hahn die Anwesenheit starker Konkurrenz aus den Leistungsklassen eins bis drei innerhalb der Prüfung. Für sich selbst hatte sie sich vorgenommen, „eine ordentliche Runde zu reiten“ – mit dem Ziel: „Mich auf das zwei Sterne M-Springen vorzubereiten.“ Auch wenn sie dabei Abwürfe hatte: Auf ihr Pferd ließ Lena Hahn nichts kommen: „Ich bin froh, dass ich Casparie habe.“ Ihr 13-jähriger Wallach sei ein „super Pferd“ auf das sie sich „gut verlassen“ könne.

Eingebettet waren in das Turnier auch mehrere Dressurprüfungen sowie Dressurreiter- und Dressurpferdeprüfungen. In die Siegerlisten trugen sich unter anderem Patricia Mars auf Bordeauxlina (Dressurpferdeprüfung Kl. L), Clara Litmeyer auf Findus (Dressurreiterprüfung Kl. L), Carlotta Marie Ritscher auf Mon Cheri (Dressurprüfung Kl. L*/Kandare) und Inka Diercks auf Santana (Dressurprüfung Kl. M*) ein.

Mit dem Turnierverlauf war Hermann Blohm zufrieden: „Wir haben zwei schöne Turniertage gehabt, die vom Ablauf her sehr ruhig waren. Von der Meldestelle bis hin zur Bewirtung waren alle gut gestimmt“, freute sich der Vorsitzende des RuFV. Am ersten Tag seien die Starterfelder „bei gutem Wetter sehr hoch“ und anderntags bei Regenwetter „normal ausgelastet“ gewesen. Nun freue er sich aufs nächste Jahr. „Die Reiter und die Richter dürfen gerne wiederkommen.“

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