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Karate : Lea Knudsen holt WM-Titel

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die 18-jährige Kämpferin der Budosparte im VfL Kellinghusen setzt sich in Venedig in der Kategorie Sanbon Kumite bis 52 Kilogramm für Frauen bis 21 Jahre durch.

Riesenerfolg für den VfL Kellinghusen beim Karate World Cup des ältesten Karateverbandes „World United Karate Organization WUKO“ in Venedig (Italien). Die VfL-Budo-Sport-Sparte war mit einem Titel, drei dritten Plätzen sowie zwei vierten und zwei fünften Rängen bester deutscher Verein. Krönung war der WM-Titel für Lea Knudsen. Die 18-Jährige sicherte sich den Titel in der Kategorie Sanbon Kumite bis 52 Kilogramm für Frauen bis 21 Jahre.

Lea Knudsen ist auf der Erfolgsleiter ganz oben angekommen. Bereits mit vier Jahren hatte sie mit dem Karate begonnen und schon mehrere deutsche Meistertitel gewonnen, aber auch gute Platzierungen bei Europameisterschaften erreicht. Der Höhepunkt war nun der souveräne Sieg beim World Cup in Venedig. Beim 6:1-Erfolg hatte ihre italienische Gegnerin im Finale keine Chance und musste der Steinburgerin vorzeitig den Sieg überlassen. Scheinbar beeindruckt von Knudsens Leistungen im Halbfinale, in dem sie sich gegen eine weitere Italienerin mit starken Konterattacken 5:2 durchgesetzt hatte, war die Gegnerin im Endkampf vor lauter Vorsicht nahezu passiv. Lea Knudsen übernahm deshalb selbst die Initiative und überrannte ihre Kontrahentin förmlich. Schon in der ersten Runde hatte die Kämpferin des VfL Kellinghusen mit einem 6:0 gegen eine zwei Köpfe größere Rumänin für Aufsehen gesorgt. Der Titelgewinn war deshalb mehr als verdient. Außerdem erreichte Knudsen in weiteren Kategorien noch einen dritten und einen fünften Platz.

Cheftrainer Himmet Kaysal war mit sieben Startern nach Italien geflogen. Dort warteten fast 2000 Kämpfer auf ihren Einsatz. Marcel Kühn, Leo Sansom und Robin Kaysal durften als erste Kellinghusener ran. Der elfjährige Sansom musste gegen die durchweg ältere Konkurrenz noch Lehrgeld zahlen und schied sowohl im Bereich Kata als auch Kumite in der zweiten Runde aus.

Marcel Kühn wurde im Bereich Kata (imaginäre Gegner) nach starken Vorstellungen Dritter und holte damit den ersten Podiumsplatz für den VfL. Beim Kumite war für ihn jedoch schon in der ersten Runde nach hartem Bauchtreffer Schluss. Robin Kaysal belegte ebenfalls einen dritten Platz. Allerdings war für ihn mehr drin. Die erste und zweite Runde hatte er souverän gewonnen, wurde dann jedoch im Halbfinale disqualifiziert, weil er sich zu sehr über angebliche Fehlentscheidungen des Kampfgerichtes aufgeregt hatte. Damit blieb ihm nur noch der Kampf um Platz drei, den er wieder vorzeitig gewann.

Bei den Formenläufen erreichten Lea Knudsen und Aaron Kühn das Viertelfinale, in dem sie sich aber geschlagen geben mussten und am Ende Platz fünf belegten. Im Kumite hatte es Max Gerwien bis ins Halbfinale geschafft, wo er einem Italiener unterlag, der vorher schon Robin Kaysal und Aaron Kühn ausgeschaltet hatte. Gerwien landete auf einem guten, aber undankbaren vierten Rang. Alle drei Kellinghusener gehörten in der Altersklasse Cadets bis 17 Jahre zu den Jüngsten, was ihre guten Leistungen noch aufwertet.

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erstellt am 03.Dez.2015 | 11:10 Uhr

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