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Basketball : Larysz lobt „sagenhafte Teamleistung“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Optimales Wochenende in der 2. Bundesliga ProB für die Eagles: Dem Heimsieg gegen Magdeburg folgt der Auswärtserfolg in Leipzig.

von
erstellt am 11.Nov.2014 | 05:00 Uhr

„Das war schon ein cooles Wochenende für uns.“ So klingt ein zufriedener Trainer. Kein Wunder, denn Paul Larysz, Coach der Sport-Club Itzehoe Eagles, hat schöne Tage hinter sich. Erst gewann sein Team ein dramatisches Heimspiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen Magdeburg, dann legte es am Sonntag mit einem 88:75 bei den Uni-Riesen Leipzig nach. Die Viertelergebnisse auf dem Weg zum vierten Sieg in Folge: 24:14, 19:17, 24:17, 21:27.

Allein die vielen Leipziger Punkte im letzten Viertel hatte Larysz zu bemängeln, schließlich habe man sich auf die Verteidigung konzentrieren wollen. „Aber das hat in sehr weiten Teilen sehr gut geklappt.“ Nur kurz lagen die Gäste zurück, dann übernahmen sie die Führung, gestützt auf zwei frühe Dreier von Nick Tienarend. Gerade in der ersten Halbzeit habe der Aufbauspieler mit zehn Punkten und perfekter Wurfquote viel Verantwortung übernommen, lobte der Coach. „Schön zu sehen, wie er sich weiterentwickelt.“ Auch Clayfell Harris bescheinigte Larysz ein „saustarkes Spiel“.

Der Sieg aber war das Produkt einer „sagenhaften Teamleistung“, erst defensiv, dann immer mehr auch offensiv. Und das gegen eine Mannschaft, die der Eagles-Coach von der Besetzung her als Top-Team neben Rostock einstuft. Schon das Umfeld beeindruckte mit einer riesigen Halle, in der sich die 500 Zuschauer fast verloren, und einer sehr professionellen Arbeit. „Kein Wunder, dass sie mittelfristig Höheres anstreben“, sagte Larysz. „Für uns war es schön zu sehen, wo man hinkommen kann.“

Umso mehr freute ihn der Sieg. Zur Halbzeit führten die Eagles mit 43:31 und hatten jedes Mal eine Antwort parat, wenn Leipzig ein wenig herankam. „Es ist nie das Gefühl aufgekommen, dass wir das verlieren könnten“, sagte Larysz. Passen musste Robert Daugs wegen Knieschmerzen, aber alle anderen hätten sich grandios eingefügt. Dabei müssen es nicht immer Punkte sein: Jeff Wherry hatte Pech bei seinen Würfen, dennoch habe er gut gespielt, stark verteidigt und dem Team einen guten Rhythmus gegeben. Herausragend war erneut Jonathon Williams – im Spiel Eins gegen Eins sei der Amerikaner in der Liga nicht zu stoppen, stellte sein Trainer fest.

Den Spielfluss der Leipziger zu stören, das war das Ziel. Es funktionierte, immer wieder mussten sich die Gastgeber in Einzelaktionen flüchten. Dennoch standen für sie am Ende mehr Vorlagen zu Buche als bei den Eagles. „Sehr schade“, bedauerte Larysz die nicht zum ersten Mal mangelhafte Statistik. Das verfälsche komplett die statistischen Daten für die ganze Bundesliga.

Doch auch das war nur ein kleiner Wermutstropfen bei der Freude über den nächsten Auswärtssieg, übrigens auch die erste Heimniederlage für Leipzig. Weil die Eagles bereits am Vortag anreisten, verbrachten sie im Hotel noch viel Zeit miteinander, ein weiterer Fortschritt für die Teamchemie, freute sich Larysz. Ein Wunsch ist offen vor der nächsten Heimpartie am kommenden Sonnabend gegen die BSW Sixers: „Jetzt müssen wir auch einmal zu Hause gut spielen.“


Eagles: Jonathon Williams (31, 8 Rebounds), Yannick Evans (7, 8 Rebounds), Jeff Wherry, Konstantin Karamatskos (10, 5 Rebounds), Nick Tienarend (13, 3 Dreier), Clayfell Harris (12, 8 Rebounds), Johannes Konradt (4), Robert Daugs, Patrick Wischnewski (8, 2 Dreier), Lars Kröger (3).


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