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Landesmeisterschaft Doppelmini-Trampolin: "Überflieger" Timo Raß überragend

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erstellt am 04.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Pinneberg/Itzehoe | Eine Kampfansage in Richtung Konkurrenz, die sich bei den Deutschen Meisterschaften vom 18. bis 25. Mai in Heidelberg ebenfalls Edelmetall sichern will, lieferte Trampolinturner Timo Raß. Bei den Landesmeisterschaften in Pinneberg gelang ihm auf seinem Paradegerät Doppelmini-Trampolin ein Spitzenergebnis. Am Ende reichten die 69,20 Punkte im Finaldurchgang aus, um die übrige Konkurrenz mehr als deutlich zu distanzieren. Vizemeister Jörn Andresen (Barmstedter MTV) und der Drittplatzierte, Teamkamerad Daniel Schmidt, erturnten sich 62,80 beziehungsweise 62,40 Punkte.

Dass sich Timo Raß, der wie Daniel Schmidt mitten im Studium steckt, in einer so dominanten Verfassung befinden könnte, damit hatte der Drittplatzierte nicht gerechnet. Das sei "extrem gut" gewesen, lobte Daniel Schmidt, der sich vor Jahresfrist bei den nationalen Titelkämpfen die Bronzemedaille sicherte. "Was Timo im Finale zeigte, war bombig. Wenn er bis hin zu den Deutschen Meisterschaften im Training noch etwas macht, kann er mit um den Titel springen."

Seine eigene Leistung bei den Landesmeisterschaften betrachtete Daniel Schmidt als nicht optimal: "Der Vorkampf war sehr gut - man hat gesehen, wo es hingehen kann." Das Finale habe jedoch nicht das widergespiegelt, was er noch am Vortage im Training turnte. Hätte der Itzehoer im Finale nur seine Vorkampfleistung abrufen können, hätten die 66,00 Punkte locker zur Vizemeisterschaft gelangt.

Doch Trübsal wolle er nicht blasen. Er blicke zuversichtlich nach Heidelberg und nennt neben Timo Raß als seine Hauptkonkurrenten um eine Medaille Titelverteidiger Nico Gärtner und den ebenfalls sehr starken Lazlo Poploth von den Frankfurt Flyers.

In einer starken Verfassung zeigten sich bei den Landesmeisterschaften auch Christina Jansen als Erste und Franciska Lohmann als Zweite. Die auch auf europäischer Ebene konkurrierenden Turnerinnen aus der Bundesligamannschaft des SCI fahren in dieser Form nicht chancenlos nach Heidelberg. Erfreulich auch das Ergebnis im Mannschaftswettbewerb, bei dem sich die erste Itzehoer Mannschaft knapp vor der Konkurrenz aus dem eigenen Club durchsetzte. Teammitglieder Annika Bolten und Laura König sprachen anschließend von einem gelungenen Test für die Deutschen Meisterschaften.

Nun würden sich beide darauf freuen, in den kommenden Wochen unter der Leitung von Christina Jansen auf ihren großen Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften hinzuarbeiten. Dass Steigerung noch möglich ist, dessen ist sich Laura König sicher: "Aber es werden sicherlich noch anstrengende Wochen mit Christina werden", nimmt Laura König die vor den Nachwuchsturnerinnen liegende Herausforderung dankbar an.

Mit den Meisterschaftsresultaten zeigte sich Trainer Sigbert Koch "sehr zufrieden". Insgesamt "respektabel" habe der Nachwuchs geturnt. Überraschend sei für ihn aber gewesen, dass sich neben Saskia Dibbern, Laura König und Annika Bolten auch Hannes König als Vizelandesmeister für die Deutschen Meisterschaften habe qualifizieren können. Unter Wert habe dagegen Annika Bolten geturnt: "Sie hatte einfach nur Pech und kann viel mehr, als sie im Finale gezeigt hatte."

Mit Blick auf das Mannschaftsresultat stellte Sigbert Koch davon, dass der SCI im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften "etwas ausprobiert" habe. "Und das ist dann auch aufgegangen." Doch so sehr sich Sigbert Koch auch über das Gesamtergebnis für seine Turner freute - er kam nicht umhin, Timo Raß für dessen Präsentation im Einzelfinale zu loben: "Timo war der Überflieger."

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