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Fußball : Lägerdorf würde Aufstieg wahrnehmen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Top-Torjäger Yanneck Kuhr ist vor dem letzten Verbandsliga-Spiel gegen Kiebitzreihe aber eher abwartend: „Mal sehen, was am Ende herauskommt.“

TSV Lägerdorf oder doch der SV Henstedt-Ulzburg? Wer steigt in die Schleswig-Holstein-Liga auf? Zum finalen Fernduell in der Fußball-Verbandsliga Süd-West am heutigen Sonnabend um 16 Uhr blickt alles auf die Spiele in Lägerdorf (der TSV empfängt Rot-Weiß Kiebitzreihe) und Henstedt-Ulzburg (dort ist der FC Itzehoe zu Gast). Beide Kandidaten sind punktgleich, HU weist allerdings die um sechs Treffer bessere Tordifferenz auf. Von der Papierform hat das Team von Trainer Jens Martens mit dem FCI vielleicht die schwierigere Aufgabe zu lösen. Die Lägerdorfer könnten es gegen RWK etwas einfacher haben.

Der 21-jährige Top-Torjäger des TSV, Yanneck Kuhr (bislang 17 Saisontore), sieht die Ausgangslage realistisch. „Wenn HU gegen den FCI gewinnt, sind sie durch. Wir werden gegen Kiebitzreihe nicht mit dem Ziel ins Spiel gehen, RWK zum Beispiel mit 10:0 zu schlagen.“ Für den Lägerdorfer Angreifer, der eigentlich nominell eine „hängende Spitze“ ist, in dieser Saison aber ganz vorne im Sturm spielt, ist erstmal wichtig, die Begegnung überhaupt siegreich zu gestalten.

Kuhr: „Wir alle sind motiviert nach einer sensationellen Rückrunde mit acht Siegen (unter anderem in Henstedt-Ulzburg und beim FC Itzehoe) und einem Unentschieden. Nur in Schackendorf (0:2) am 2. März gab nach der Winterpause eine Niederlage. Wir wollen auch dieses letzte Spiel gewinnen. Wenn uns das gelungen ist, schauen wir mal, was in der Endabrechnung raus kommt.“

Die Lägerdorfer hoffen insgeheim natürlich auf einen sportlich fairen FCI und darauf, dass die Itzehoer in Henstedt-Ulzburg mindestens einen Punkt holen. Sollte der TSV tatsächlich das SH-Liga-Ticket buchen können, dann stehen die Lägerdorfer allerdings „Gewehr bei Fuß“ und sind bereit aufzusteigen. Ligaobmann Gerit Skottke bestätigt: „Soviel kann ich sagen: Wenn wir es sportlich schaffen, dann werden wir es auch machen und unsere Chance in der SH-Liga suchen.“

Yanneck Kuhr sieht die Entwicklung beim TSV Lägerdorf überaus positiv. „Bereits in der Hinrunde haben wir große Fortschritte gemacht. Die Rückrunde hat dann alle Erwartungen übertroffen.“ Die junge Lägerdorfer Mannschaft hat nach Darstellung des Lägerdorfers in dieser Saison einen Reifeprozess durchgemacht. Wurden früher enge Spiele bisweilen auch schon mal unnötigerweise verloren, so bringt das Team nunmehr solche Partien konzentriert und mit Cleverness erfolgreich über die Runden oder dreht so wie beim 3:2 zuletzt in Nortorf einen Rückstand noch in einen Sieg um.

Den Erfolg macht Yanneck Kuhr aber auch an den freundschaftlichen Verbindungen innerhalb des Teams der überwiegend gleich jungen Spieler fest. „Wir machen viel zusammen, haben dieselben Interessen. Das macht natürlich Spaß und fördert die mannschaftliche Geschlossenheit“, sagt der Offensivmann.

Die Erfolgsstory will der TSV im kommenden Spieljahr unbedingt fortsetzen. Wenn dies weiterhin in der Verbandsliga Süd-West sein wird, dann sieht der 21-Jährige die Lägerdorfer unter den ersten drei, vier Mannschaften mitspielen. Gerit Skottke verrät: „Alle Spieler haben für die kommende Spielzeit zugesagt, weiterhin für den TSV zu spielen. Aus dem Nachwuchsbereich rücken weitere Talente nach.“

Yanneck Kuhr ist seit der E-Jugend TSV-er und hat die ganze Entwicklung mitgemacht. Privat wohnt er mit seiner Freundin in Pinneberg. Beruflich absolviert er ein duales BWL-Studium. Seine praktischen Erfahrungen sammelt Kuhr bei der Firma Steinbeis Papier GmbH in Glückstadt, während die theoretische Ausbildung bei der Nordakademie in Elmshorn stattfindet. Zahlen haben es dem 21-Jährigen angetan. Seine berufliche Zukunft sieht er im Finanz- und Rechnungswesen.

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