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Handball : Kuhnke warnt vor Ellerbek

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Herzhorns Coach fordert von seinem Oberliga-Team vor dem Auftritt beim Schlusslicht mehr Konstanz.

Im letzten Pflichtspiel des Kalenderjahres reisen die Oberliga-Handballer des MTV Herzhorn zum TSV Ellerbek. Die Papierform scheint am Sonntag (Anpfiff: 17 Uhr, Sporthalle am Rugenbergener Mühlenweg) dabei klar dem MTV Herzhorn (10./9:13) die Favoritenrolle gegenüber dem Schlusslicht (14./4:14) zuzuweisen. Aber so klar ist das für den MTV-Coach Manfred Kuhnke nicht. „Ellerbek steht unter Wert dort unten. Wir müssen schon eine konstant gute Leistung bringen, wenn wir von dort etwas mitnehmen wollen.“

Von der Qualität des nächsten Gegners hatte sich Kuhnke persönlich beim 31:35 der Pinneberger gegen den Titelfavoriten HSV Hamburg II überzeugt. Was er dort sah, hat ihn durchaus beeindruckt. Selbst die Abwehr, sonst eher eine Achillesferse der Ellerbeker, habe gut gegen das Ausnahmeteam gearbeitet.

Im Angriff hängt für die Ellerbeker viel vom Erfolg ihrer Haupttorschützen Christopher Behre und Christian Brand ab. Wenn es den Herzhornern gelänge, den Wirkungskreis dieser beiden einzuengen, wäre schon viel gewonnen.

Für den MTV wäre es schon sehr wichtig, Punkte mitzunehmen – schließlich will man zum Jahreswechsel nicht noch näher an die Abstiegszone heranrücken. Allerdings sieht Kuhnke auch noch nicht den ganz großen Druck auf seinem Team lasten. „Bisher waren wir fast immer auf Augenhöhe“, sagt der Coach. „Nur beim FC St. Pauli haben wir ein richtig schlechtes Spiel gemacht. Diese kleinen Aussetzer und Unkonzentriertheiten müssen wir eben noch abstellen.“ So wie jenen Fauxpas in der letzten Partie beim 25:29 gegen Hamburg-Barmbek, als man eine 6:4-Überzahl nicht zum eigenen Vorteil nutzen konnte. Kuhnke will mit der jungen Mannschaft weiter geduldig an der Konstanz arbeiten.

Erste Erfolge sieht der MTV-Coach bereits heute. So haben sich zum Beispiel Sebastian Lipp und Nico Bielefeldt, der noch A-Jugend spielen kann, im Laufe der bisherigen Saison immer mehr freigespielt. Bis auf eine Ausnahme stehen Kuhnke alle Spieler aus dem aktuellen Kader zur Verfügung. Erneut passen muss der wurfgewaltige Rückraumschütze Jannes Timm. Er soll seinen Infekt nach einem Rückfall auf ärztliches Geheiß gründlich auskurieren soll.

Besondere Pikanterie am Rande: Mit dem Herzhorner Lutz Wamser und Ellerbeks Tobias Letzner treffen zwei Spieler aufeinander, die in Hamburg gemeinsam in einer WG wohnen. Die Motivation für diese Partie dürfte bei beiden sehr groß sein – wer will schon Gefahr laufen, als Verlierer für längere Zeit mit dem Spott des Siegers rechnen zu müssen.

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erstellt am 11.Dez.2015 | 11:44 Uhr

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