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Handball : Kuhnke-Team erkämpft knappen Sieg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Herzhorner Oberliga-Männer kämpfen TSV Ellerbek mit 23:22 nieder.

von
erstellt am 25.Sep.2017 | 04:51 Uhr

Das war ein hartes Stück Arbeit: Mit einem 23:22 (15:13) gegen den Aufsteiger TSV Ellerbek erkämpften sich die Oberliga-Handballer des MTV Herzhorn in eigener Halle die ersten Punkte der neuen Spielzeit. Zum Auftakt vor einer Woche hatten die Schützlinge von Trainer Manfred Kuhnke mit demselben Ergebnis noch bei der HSG Mönkeberg/Schönkirchen verloren.

Die Gastgeber kamen gut aus den Startlöchern und erspielten sich dank einer konzentrierten Anfangsphase über 2:0 (3.), 5:2 (7.) und 9:4 (17.) eine frühe und zunächst auch deutliche Führung. Vor allem MTV-Schütze Theo Boltzen, der fünf seiner sechs Tore im ersten Durchgang erzielte, hatte daran großen Anteil. Doch in der Folge ließen es die Herzhorner an Konsequenz und Zielstrebigkeit vermissen. „Da müssen wir den Druck weiter hoch halten, um uns weiter abzusetzen“, monierte Coach Manfred Kuhnke später nach dem Schlusspfiff. „Stattdessen haben wir zu viele Möglichkeiten verschossen, darunter einige freie Würfe.“ So kam es, wie es kommen musste: Ellerbek kam wieder bis auf ein Tor heran und stand mehrfach vor dem Ausgleich. Doch selbst eine 6:4-Überzahl beim Stand von 13:12 aus MTV-Sicht (29.) konnten die Gäste nicht nutzen. Sebastian Lipp und Rechtsaußen Torben Voß trafen trotz Unterzahl zum Herzhorner 15:13-Pausenvorsprung.

Auch nach Wiederbeginn hatten die Kuhnke-Schützlinge den besseren Start. Sebastian Lipp und Kapitän Lutz Wamser bauten die MTV-Führung auf 18:14 (36.) und 19:15 (39.) aus. Aber wie schon vor der Pause leistete sich der Gastgeber danach weitere Nachlässigkeiten im Angriff. Für unnötige Hektik sorgte zudem das Unparteiischen-Duo mit einigen schwer nachvollziehbaren Entscheidungen. Vor allem auf dem schmalen Grad zwischen Stürmerfoul und Siebenmeter/Zeitstrafe fühlten sich die Blau-Gelben gelegentlich benachteiligt. Allerdings schwächten sie sich auch selbst durch zwei Zeitstrafen wegen Reklamierens.

Elllerbeks Hennes Paulsen nutzte die Herzhorner Verunsicherung in der 46. Minute zum 19:20-Anschlusstor. In der ebenso hektischen wie torarmen Schlussphase brachten dann Theo Boltzen (51.) und Hendrik Meyn (55.) die Gastgeber wieder auf 22:19 nach vorn, doch die Entscheidung war das noch nicht: Hennes Paulsen sorgte mit zwei Treffern binnen einer Minute zum 22:22 (58.) erstmals während der gesamten Partie für den Ellerbeker Ausgleich. Der Herzhorner Siegtreffer blieb schließlich Routinier Hendrik Meyn 14 Sekunden vor Schluss mit seinem einzigen Feldtor zum 23:22 vorbehalten. In der verbleibenden Zeit brachte Ellerbek trotz Auszeit keinen strukturierten Spielzug mehr zustande.

Zum „man of the match“ auf Herzhorner Seite machte sich Torhüter Mehmet Ataman mit einer starken Vorstellung über die gesamten 60 Minuten. Insgesamt wehrte der MTV-Schlussmann 16 Würfe ab, davon viele freie. Außerdem parierte der 21-Jährige vier Siebenmeter; von den fünf Hamburger Versuchen von der Freiwurflinie fand also nur einer seinen Weg ins Ziel. Neben der starken Keeperleistung lobte Herzhorns Coach Manfred Kuhnke auch die Einstellung seines Teams. „Kämpferisch waren wir über 60 Minuten bereit, alles zu geben. In spielerischer Hinsicht kann ich aber nicht zufrieden sein. Wir müssen uns auf das besinnen, was wir spielen können, und dürfen nicht anfangen, irgendwelche wilden Sachen zu machen.“

MTV Herzhorn: Mehmet Ataman, Paul Holst (n.e.) - Nico Bielefeldt, Ludger Lüders, Lutz Wamser 4, Torben Voß 3, Lasse Janke 1, Sebastian Lipp 3, Marten Moost, Iven Pfeifers, Theo Boltzen 6, Birger Dittmer 1, Malte Meisiek 2, Hendrik Meyn 3/2.

Haupttorschützen Ellerbek: Hennes Paulsen 6, Christian Brandt 5, Tarek Fejry 4, Olaf-Mark Lewin 3, Jonas Mecke 3/1.

SR: David Brandes/Henning Recktenwald (Kronshagen/Schleswig)

Zuschauer: 200.

Siebenmeter: 2:5. Zeitstrafen: 6:4.

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