Handball : Kuhnke-Team ärgert den Favoriten SG Wift

Zweifacher Torschütze: Herzhorns Nico Bielefeldt.
Zweifacher Torschütze: Herzhorns Nico Bielefeldt.

Herzhorns Oberliga-Handballer agieren beim 18:21 in Neumünster lange auf Augenhöhe.

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12. Februar 2018, 04:42 Uhr

Die Oberliga-Handballer des MTV Herzhorn wollten bei der starken SG Wift nach der hohen Hinspielniederlage etwas gut machen. Doch die Blau-Gelben wussten, dass sie beim Tabellenzweiten eine Topleistung liefern müssten, wollten sie nicht untergehen. Sie schafften es lange Zeit, die Partie offen zu halten und unterlagen nur mit 18:21 (11:9). Dabei war erneut die Deckung hervorragend aufgelegt. Zudem bot Paul Holst zwischen den Pfosten eine überragende Partie mit über 20 Paraden und fünf vereitelten Strafwürfen.

Die Schützlinge von Trainer Manfred Kuhnke hatten sich viel vorgenommen und wollten unbedingt Zählbares mitnehmen. Entsprechend hatten sie sich auf die Begegnung vorbereitet und wussten um die Stärke des gegnerischen Haupttorschützen Bennet Kretschmer. Ihn wollten sie zwar nicht in kurze Deckung nehmen, aber offensiv annehmen und möglichst bereits bei neun Metern bremsen. Dennoch war er es, der die Hausherren sogleich mit 1:0 in Führung brachte und in der 6. Minute auch das 2:2 schoss.

Doch das war es denn auch. Die Herzhorner Abwehr hatte sich mittlerweile konzentriert und klug auf ihn eingestellt – weitere Feldtore gelangen ihm nicht mehr. Dank überragender Abwehrarbeit der Kuhnke-Schützlinge spielten die Blau-Gelben nicht nur mit und blieben dran, sondern gingen auch immer wieder in Führung. Aus einem 3:5 (11.) machten sie bis zur 20. Minute ein 8:6. Ihre Angriffe trugen sie besonnen und ruhig vor, verstanden es aber, in den richtigen Momenten das Tempo anzuziehen und lagen so zur Pause verdient mit 11:9 nach einem Treffer von Birger Dittmer vorn.

Doch sie waren gewarnt vor der starken zweiten Wifter Hälfte, in der sie oft auch hohe Rückstände noch wettmachen können. So gaben die Herzhorner die Parole aus, weiter besonnen zu spielen, doch das gelang ihnen nicht ganz. Die Gastgeber schienen ein wenig aufmerksamer und stark genug, jeden gegnerischen Fehler sofort zu nutzen. Dennoch blieb es eng. Bis zum 17:17 (58.) boten sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch auf Augenhöhe.

Die noch verbleibende Spielzeit stand jedoch ganz im Zeichen der Hausherren. Zweiter Hauptakteur auf Seiten von Neumünster ist Yannik Stock. Während der gesamten Zeit hatte er die Herzhorner Abwehr durch starkes Zusammenspiel mit dem Kreis immer wieder vor Probleme gestellt. Jetzt in der Schlussphase wurde er zum entscheidenden Spieler. Ein ums andere Mal „schnappte“ er den Steinburgern den Ball weg und setzte seine Mitspieler in Szene. In der 59. Minute gingen die Wifter mit 20:18 in Führung. Damit war eine Vorentscheidung gefallen: Beim Schlusspfiff hatte Wiftmit 21:18 die Nase vorne. Trotz der leichten Enttäuschung auf Seiten der Herzhorner blieb als Fazit, dass sie mittlerweile stark genug sind, auch mit den Spitzenteams der Liga mitzuhalten.


MTV Herzhorn: Paul Holst – Nico Bielefeldt 2, Mattes Olde, Ludger Lüders 1, Lutz Wamser, Torben Voss 2, Lasse Janke, Sebastian Lipp, Marten Most 2, Birger Dittmer 5, Malte Meisiek 3, Hendrik Meyn 3.

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