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Handball : Kür und Pflicht an zwei Tagen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach dem THW-Spiel erwarten die Herzhorner Oberliga-Handballer die SG Hamburg zum Abstiegsduell.

Spaß-Handball am Freitag, Vier-Punkte-Spiel am Sonntag: Zwischen diesen beiden Extremen bewegen sich an diesem Wochenende die Oberliga-Handballer des MTV Herzhorn. Während heute Abend der deutsche Rekordmeister THW Kiel seine Visitenkarte in der voll besetzten Glückstädter Sporthalle Nord beim Benefizspiel für Chris Calm abgeben wird, geht es zwei Tage später am selben Ort für die Herzhorner (11./10:20) um ganz wichtige Zähler gegen die SG Hamburg-Nord (10./12:16).

Zwar können nicht alle Stars des THW Kiel heute an der Elbe sein, weil gleichzeitig in Nürnberg das Allstar-Game einer HBL-Auswahl gegen die deutsche Nationalmannschaft stattfindet. Aber dennoch hat THW-Geschäftsführer Thorsten Storm eine auch für Autogrammjäger äußerst attraktive Kieler Mannschaft angekündigt. Sportlich dürfte die Ausgangslage klar sein: Mit einer Sensation aus Herzhorner Sicht ist sicher nicht zu rechnen. Beiden Teams dürfte wichtig sein, den vielen Zuschauern ein sehenswertes Spiel zu bieten, eine große Einnahme für den guten Zweck zu generieren und ansonsten ohne Blessuren aus der Partie zu gehen. „Unsere junge Truppe kann befreit und ohne Ergebnisdruck aufspielen“, sagt MTV-Coach Jens Timm. „Ich werde versuchen, allen Spielern Einsatzzeiten zu geben, damit wir genügend Kraftreserven für die Doppelbelastung haben werden.“ Gegen den deutschen Meister wird aus der A-Jugend Finn Krebs den Kader ergänzen. Timm: „Der talentierte Außenspieler soll damit für seinen Trainingseinsatz der vergangenen Wochen belohnt werden.“ In dieser Partie dürfte dagegen Ludger Lüders wegen seiner Knieprobleme fehlen, er soll für die Partie am Sonntag geschont werden.

Dann kommt nämlich mit der SG Hamburg-Nord der nächste direkte Konkurrent im Abstiegskampf in die Glückstädter Sporthalle Nord. Die Hamburger liegen aktuell zwei Pluspunkte vor dem MTV und haben zudem auch noch ein Spiel weniger absolviert. Besonderes Augenmerk müssen die Blau-Gelben auf die Rückraumspieler Ole Werner und Pascal Pfau sowie Linksaußen Mats Petersen legen. Dieses Trio sorgt für die meiste Torgefahr bei der Spielgemeinschaft und führt die interne Torschützenliste an.

Für die Steinburger gilt es, gegen einen direkten Konkurrenten in eigener Halle einen Sieg einzufahren, um die momentan gute Ausgangslage zu erhalten. Es gibt einen weiteren Grund, alles für den zweiten Heimsieg der Saison zu tun: Die direkten Konkurrenten HSG Eider Harde (gegen Schlusslicht TV Fischbek) und TSV Mildstedt (gegen VfL Bad Schwartau II) haben in Heimspielen ebenfalls die Chance zu punkten. So kann das Ziel der Steinburger nur sein, den aktuellen Vorsprung von drei Punkten gegenüber der HSG Eider/Harde zu halten.

Trainer Jens Timm kann dabei auf nahezu den gesamten Kader zurückgreifen. Im Kasten ist Torhüter Tjark Bernhard nach mehrwöchigem Ausfall wieder mit an Bord. Einzig Jörn Burghauser wird den Blau-Gelben weiterhin fehlen und mit einer Ellenbogenverletzung noch bis Mitte März ausfallen. Zuletzt zeigte sich sogar Kreisläufer Sven „Hermann“ Hesse wieder beim Mannschaftstraining. Ob und wann er allerdings wieder in den Kader der Steinburger stößt, bleibt ungewiss.

Gerade mit Blick auf die kommenden Partien (Ellerbek, Preetz, HSV) wäre es für die Herzhorner nochmal immens wichtig, zu punkten und so weitere „Big-Points“ im Abstiegskampf zu sammeln. Bisher gewann der MTV gegen alle direkten Konkurrenten (Eider/Harde, Mildstedt, Fischbek, Barmbek) und gestaltete die direkten Vergleiche positiv.

So gilt es wie beim Unentschieden am vergangenen Sonnabend beim TSV Hürup wieder die richtige kämpferische Einstellung zu finden und mit der „Hölle Nord“ im Rücken den nächsten Sieg einzufahren.

Auch wenn die Anwurfzeit (Sonntag, 14.30 Uhr) ungewohnt ist, hoffen die Männer um Kapitän Ludger Lüders wieder auf reichlich Unterstützung von den Rängen und wollen positiv in den Monat Februar starten.

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erstellt am 06.Feb.2015 | 04:52 Uhr

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