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Handball : Kremperheide/Münsterdorf kommt auf Rang vier

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim HVSH-Final-Four der Frauen unterliegt Molkow-Team im „kleinen“ Finale knapp mit 30:31 gegen den MTV Heide.

von
erstellt am 09.Mär.2015 | 12:31 Uhr

Achtungserfolg für die Handballerinnen der HSG Kremperheide/Münsterdorf: Beim Pokal-Final-Four des HVSH belegten die Schützlinge von Trainer Jens Molkow nach dem 30:31 von gestern gegen den MTV Heide zwar „nur“ Rang vier, verkauften sich aber insgesamt sehr teuer. Im Halbfinale waren die Steinburgerinnen tags zuvor mit 21:30 gegen die HSG Reinfeld/Hamberge unterlegen. Den dritten Erfolg in Serie sicherte sich Drittligist SV Henstedt-Ulzburg durch das 34:25 im Finale gegen Reinfeld/Hamberge.

Halbfinale
HSG Kremperheide/Münsterdorf - HSG Reinfeld/Hamberge 21:30 (10:12). Am Ende fiel das Resultat des SH-Liga-Zweiten gegen das Steinburger Landesliga-Team um einige Tore zu hoch aus. Darin waren sich am Ende die beiden Trainer Detfred Dörling (Reinfeld) und Jens Molkow (KreMü) einig. „Aber immerhin haben wir sie über 40 Minuten lang ordentlich geärgert“, war Molkow mit dem Auftritt seines Teams durchaus zufrieden. Die rund 100 mitgereisten Anhänger hatten zunächst ordentlich Grund zum Jubeln, denn Kremperheide/Münsterdorf legte über 3:0 und 4:1 einen wahren Blitzstart hin. Dabei hatte man sogar noch das Pech, in der 6. Minute sowohl einen Siebenmeter als auch den Nachwurf an den Pfosten zu setzen. Insgesamt scheiterten die Steinburgerinnen gleich viermal bei Strafwurf-Versuchen. Dennoch gingen die Molkow-Schützlinge mit 5:1 (6.) in Führung, ehe Reinfelds Coach seine erste Auszeit nahm, um sein Team wieder in die Spur zu bringen. Das gelang zunächst: Nach 20 Minuten hatte der Favorit zum 7:7 ausgeglichen. Beim 9:8 (25.) führten die Steinburgerinnen letztmals in dieser Partie, dann erkämpften sich die Gegner aus dem Kreis Stormarn zur Halbzeit ein 12:10. Kremperheide/Münsterdorf traf in dieser Phase dreimal nur den Pfosten und ließ zudem zwei Strafwürfe ungenutzt. Reinfeld blieb auch nach Wiederbeginn zunächst am Drücker und führte mit 15:12. Doch die Steinburgerinnen kämpften sich noch einmal in die Partie und glichen zum 15:15 (40.). Dann jedoch erlahmten die Kräfte ein wenig. Es wurde nun immer überhasteter abgeschlossen, was Reinfeld zun Kontern nutzte. Nach dem 16:21 (46.) schwand wohl auch immer stärker der Glaube, noch eine Überraschung schaffen zu können. Zudem nutzte Molkow nun die Chance, die Spielanteile gleichmäßig zu verteilen, damit alle gleichermaßen die beeindruckende Atmosphäre genießen konnten. So war man über einen roten Teppich mit den eigenen D-Mädchen eingelaufen. Während der Halbzeit gab dann Isabel Klein, Kapitänin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft dem Hallensprecher ein Interview. Molkow: „Das war wirklich ein ganz toller Rahmen hier.“

HSG Kremperheide/Münsterdorf: Ariane Wenckebach, Svenja Mevert – Ann-Katrin Rusch 3, Lina Hinze 2, Jule Eggers 5/2, Lena Christiansen 2, Nicola Sandkamp 1, Nele Stahmer, Larissa Wolf, Franziska Fock 1, Jasmin Mogge 5/2, Lina Sandkamp 1, Laura Sandkamp 1.

Spiel um Platz drei
MTV Heide – HSG Kremperheide/Münsterdorf 31:30 (13:14). Im Duell der beiden Landesligisten hatten die Dithmarscherinnen am Ende hauchdünn die Nase vorn. Heide war zuvor durch das 20:39 gegen Hennstedt-Ulzburg im Halbfinale ausgeschieden. „Das war eine ganz enge Kiste“, resümierte HSG-Coach Jens Molkow. „Meine Mannschaft hat hier an beiden Tagen alles gegeben und sich insgesamt sehr teuer verkauft.“ Zunächst lagen die Heiderinnen nach dem 2:2 (5.) über 6:4 (10.) und 9:7 (20.) vorn. Dann aber drehten die Molkow-Schützlinge auf und kamen ihrerseits zum 14:10 (26.). Allerdings verloren sie dann ihre Linie und schwächten sich durch zwei Zeitstrafen selbst. Die Quittung: Heide kam zur Pause bis auf 13:14 heran. Nach Wiederbeginn übernahm der MTV dann beim 18:16 (37.) erstmals mit zwei Toren die Führung. Den Ausgleich zum 21:21 (45.) konterte Heide und zog über 27:25 (53.) auf 31:26 (57.) davon. Kremperheide/Münsterdorf kämpfte sich zwar noch einmal heran, schaffte aber nicht mehr den erneuten Ausgleich.

Kritik übte Molkow an dem jungen Schiri-Gespann: Sowohl bei den Zeitstrafen (10:2 gegen die HSG) als auch bei den Siebenmetern (9:4 für Heide) vermisste er die Verhältnismäßigkeit. Kleiner Trost für die Steinburgerinnen: Nach dem Abpfiff wurde ihre zehnfache Torschützin Lina Hinze zur besten Spielerin der Partie gekürt.

Tore HSG Kremperheide/Münsterdorf: Lina Hinze 10, Ann-Katrin Rusch 2, Jule Eggers 7/2, Nele Stahmer 1, Jasmin Mogge 7, Lina Sandkamp 3.

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