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Wilstermarschlauf : Konkurrenz zu langsam für Kirsch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viktor Kirsch rennt zum überlegenen Sieg über zehn Kilometer. Romy Wischmann liegt bei den Frauen ebenfalls klar vorn. Frederic Süßmann über die Halbdistanz nicht zu schlagen.

Überlegene Sieger beim Wilstermarschlauf: Über zehn Kilometer waren Romy Wischmann (42:13) und Viktor Kirsch (34:17) erfolgreich, und auf der halb so langen Strecke hatten Paulina Kayßer (19:51) und Frederic Süßmann (16:54) die schnellsten Beine.

Trotz Sieges: Viktor Kirsch war nicht zufrieden. Er hatte alles gegeben, seine persönliche Bestzeit (34:12) aber knapp verpasst. Ihm habe die entsprechende Konkurrenz gefehlt, besonders Jüngere, die ihn hätten ziehen können. So musste der Hingstheider das Tempo von Anfang an allein bestimmen. Und dabei zehrte sich der Deutsche Vizemeister (M40) über 5000 Meter auf der Bahn auf.

Einziger ernstzunehmender Konkurrent hätte Benjamin Sievers (34:44) sein können, doch der Itzehoer bremste sich nach einem Kilometer selbst aus. „Ich hätte mitgehen sollen, nachher blieb der Abstand konstant. Aber an Viktor kam ich nicht mehr heran“, bedauerte der Zweitplatzierte seinen taktischen Fehler.

Dahinter kämpfte André Beltz (35:57) um Platz drei. Nach sehr flottem Beginn musste es sich der Zweitliga-Triathlet aus Itzehoe aber gefallen lassen, dass der Husumer Oke Hansen (35:43) immer näher kam und einen Kilometer vor Schluss den entscheidenden Vorstoß auf Platz drei unternahm. André Beltz konnte nicht mehr folgen und musste sogar noch froh sein, dass er nicht auch noch von Jesko Oestergaard (35:59) geschluckt wurde. Aus einer mehrköpfigen Verfolgergruppe heraus schafft es Andreas Ehlers (36:22) mit einer wahren Energieleistung zum Schluss doch noch, Kai Neumann (36:56) und Kurt Lünnemann (36:25) zu überholen.

Bei den Frauen hatte Romy Wischmann überhaupt keine Mühen, sich von Iris Koch (45:20) und Sabrina Engelbrecht (47:22) zu lösen und einem ungefährdeten Sieg entgegenzulaufen. Und dennoch: Steinburgs stärkste Straßenläuferin ist zufrieden, dass sich die Saison für sie langsam dem Ende nähert. Dass sie zum Schluss etwas müde wurde, habe aber auch damit zu tun, „dass ich vor sechs Tagen in Hamburg einen 16 Kilometer langen Lauf absolviert habe“.

Letztlich ungefährdet war auf Platz zwei Iris Koch, denn Sabrina Engelbrecht ging das Rennen wie gewohnt „etwas langsamer“ an, um zum Schluss zuzulegen und dabei auch noch Svea Gerulat (47:48) und Katja Profé (48:06) zu distanzieren.

Mit ihrem Wettkampf war Sabrina Engelbrecht zufrieden. „Ich werde immer erst nach fünf Kilometern schneller und laufe dann um die 47 Minuten. „Je nach Konkurrenz schaffe ich dann auch den Sprung aufs Treppchen“, freute sich die Bad Schwartauerin über ihren Erfolg beim Wilstermarschlauf. Sie habe das Rennen „fit und super beendet“.

Die fünf Kilometer wurden zu einer einsamen Angelegenheit von Frederic Süßmann. Sein nächster Konkurrent, Ben-Victor Wrage (18:25), lag im Ziel über eineinhalb Minuten zurück. Allenfalls Paroli hätte nur noch Lars Kirchknopf (18:32) bieten können. Doch der zukünftige Hingstheider zog es vor, für Philip Krützelmann (19:18) Tempo zu machen. Nachdem der A-Schüler aus Hingstheide nach zwei Kilometern dann aber keine Luft mehr hatte und deutlich langsamer wurde, nahm Lars Kirchknopf den Kampf gegen die zuvor Enteilten auf und kämpfte sich von Position acht bis an die dritte Stelle vor: Platz zwei auch noch zu erobern, das wäre ihm aber nicht möglich gewesen: „Ich konnte Ben-Victor nach 4200 Metern nicht mehr folgen: „Er hat sich den zweiten Platz verdient.“

Frederic Süßmann wäre wie Viktor Kirsch ebenfalls gern schneller gelaufen. „Bis zwei Kilometer vor Schluss hatte ich ein gutes Gefühl, dann habe ich aber nur noch zugesehen, dass ich ins Ziel kam. Zum Schluss war bei mir einfach die Luft raus.“ Angepeilt hatte er eine niedrige 16er-Zeit.

Klar waren auch die Verhältnisse im Frauenrennen: Paulina Kayßer hatte im Ziel deutlichen Vorsprung vor Nina Gründel (20:23) und Alexa Michaelsen (20:51). Für sie sei es neben dem Sieg auf eine Zeit unter 20 Minuten angekommen, erklärte die Siegerin im Ziel. „Ich wusste, dass es schwer werden wird, und entsprechend anstrengend wurde es dann auch auf der Strecke.“ Nach hinten geschaut habe sie bei ihrem Siegeslauf „generell nicht“, aber sie habe schon mitbekommen, „dass ich ungefährdet bin.“

Eine feine Leistung zeigte bei den Schülern Luca Schwormstede (11). Der Kollmaraner lief den Fünfer in 22:50 Minuten und siegte erstmals in der Klasse der C-Schüler. Gut auch das Resultat des A-Chülers Tim Pegrin (14) aus Brunsbüttel, der 41:07 Minuten über zehn Kilometer lief.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 05:02 Uhr

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