Internationale deutsche Meisterschaft in Essen : Kellinghusener Budo-Sportler erfolgreich

Jede Menge gute Platzierungen brachte der Budo Sport Nord Kellinghusen aus Essen mit.
Foto:
1 von 2
Jede Menge gute Platzierungen brachte der Budo Sport Nord Kellinghusen aus Essen mit.

13 Starter mit vielen guten Platzierungen

von
26. Mai 2015, 05:01 Uhr

Bei den internationalen Deutschen Meisterschaften im Taekwando, Kung Fu, Kickboxen und Karate waren die 13 Starter der Karate- und die Kickboxsparte des Budo Sport Nord aus Kellinghusen sehr erfolgreich. 40 Vereine aus fünf Ländern ließen insgesamt 350 Starter antreten.

Cheftrainer Himmet Kaysal war mit den Newcomern Kira Kubera (8 Jahre) und Jermery Doryn (6 Jahre), die in einer Gruppe mit bis zu Zehnjährigen starten mussten, ein großes Risiko eingegangen, da gerade in der Altersstruktur die Entwicklung sehr groß ist. Doch es lohnte sich, denn im Katabereich kam Doryn auf den zweiten Platz und Kubera wurde sogar deutsche Meisterin. Veteran Marcel Kühn, der bereits auf der EM startete und zahlreiche Deutsche-Meister-Titel gewonnen hat, musste sich diesmal mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben. Die Kampfrichterentscheidung fiel im Stechen mit 2:1 knapp gegen ihn aus.

Das Turnier war sehr Taekwondo-lastig. Viele Kampfrichter kamen aus dieser Kampfsportart und gaben Bewertungen ab, die teilweise nicht nachvollziehbar waren. So unterlagen bei den über 35-Jährigen Joumana Lätsch, Max Gerwien und Lea Knudsen im Finale Gegnern aus den Lokalvereinen und mussten sich mit Vizemeistertiteln begnügen.

Bei den Jugendlichen bis 17 Jahren standen sich die beiden Kellinghusener Aaron Kühn und Robin Kaysal im Finale gegenüber, wobei Kühn die bessere Performance zeigte und den Titel holte.

Nach dem Formenlaufen begannen die Semikontakt-Kämpfe, bei denen nach strittigen Diskussionen über die Schutzausrüstung mit für die Kellinghusener ungewohnten Boxhandschuhen 10 OZ gekämpft wurde. Für die beiden Jüngsten waren diese zu schwer, so dass Kira Kubera und Jermery Doryn in der zweiten Runde ausschieden. Marcel Kühn erwischte es ganz hart. Er bekam einen Tritt in den Unterleib, konnte nicht mehr weitermachen und verpasste so den Einzug ins Finale.

Robin Kaysal und Max Gerwien legten dagegen so richtig los, obwohl auch für sie Karate in Boxhandschuhen etwas Neues war. In der Gruppe Jungen bis 17 Jahre, unter 65 kg, räumten die beiden 14-Jährigen richtig auf und standen sich schließlich im Finale gegenüber. Hier lag Robin Kaysal am Ende mit zwei Punkten vorn und sicherte sich seinen 17. Deutschen Meistertitel. Auch Aaron Kühn stand in der Gruppe bis 17 Jahren unter 60 Kg nach drei Siegen im Finale, dass er umstritten mit 7:8 gegen einen Belgier verlor.

Bei den Frauen ohne Altersbeschränkung bis 55 Kg zeigte Lea Knudsen eine hervorragende Vorstellung. Nach zwei klaren Siegen führte sie auch im Finale mit zwei Punkten, bekam dann jedoch 30 Sekunden von dem Ende einen unglücklichen Tritt in den Halsbereich, konnte nicht mehr weiterkämpfen und beendete die Konkurrenz als Vizemeisterin. Auch Joumana Lätsch wurde in der Gewichtsklasse unter 65 Kg Zweite.

Bei den Kickboxern starteten drei Kellinghusener in der Altersklasse bis 17 Jahren. In der Gewichtsklasse bis 65 Kg stand Newcomer Jan-Nikas Mohr nach ordentlichem ersten Kampf im Finale auf verlorenem Posten und verlor vorzeitig mit 1:10 Punkten, nachdem ihn sein Gegner förmlich durch den Ring gejagt hatte.

Über 65 kg standen sich Leevin Zill und Kim Petrick Gosch im Finale gegenüber. Petrick rettete sich in dem ausgeglichenen Kampf knapp mit 9:8 gegen den konditionsstärkeren Zill über die Zeit. Co-Trainer Marco Kaysal startete in der Gewichtsklasse über 80 Kg, gewann seinen ersten Kampf souverän, hatte auch im zweiten mit 3:0 die Nase vorn, verletzte sich dabei jedoch an der Schulter und konnte im Finale nicht mehr antreten.

❍Weitere Infos auf www.karate-Kickboxen.de

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen