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Handball : Kein Spiel für schwache Nerven

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn drehen gegen Stockelsdorf eine verloren geglaubte Partie.

„Bei diesem Spiel brauchte ich eine doppelte Ration Herztabletten.“ Die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn hatten den ATSV Stockelsdorf zu Gast, und Trainer Olaf Winter war mit der Leistung seines Teams überhaupt nicht zufrieden. Einzig der guten kämpferischen Einstellung war es zu verdanken, dass die Blau-Gelben ein fast schon verlorenes Spiel noch drehten und am Ende mit 25:24 (13:16) denkbar knapp die Nase vorne hatten. Der Siegtreffer ging auf das Konto von Yana Hesse, die sich als äußerst treffsicher von der Strafwurflinie erwies. Außer Yana Hesse war es nur noch Mareike Struck, die nach der Pause mit tollen Paraden das Spiel rettete, mit deren Leistung der Coach zufrieden war.

Von Beginn an lief es nicht rund bei den Gastgeberinnen. Sie fanden in der Deckung überhaupt keinen Zusammenhalt, und im Angriff warfen sie die Bälle zuhauf weg. Lediglich bis zum 4:2 (5.) spielten sie noch einigermaßen erfolgreich mit, danach übernahm Stockelsdorf das Zepter. Dabei profitierten die Gäste immer wieder von den leichtsinnigen Herzhorner Fehlern. „Das war eine einzige Fehlpassorgie“, so Coach Winter. Er haderte mit der Leistung seiner Frauen, die sowohl im Angriff als auch in der Deckung nie zu einer stabilen Vorstellung fanden. So kam es, wie es kommen musste: Stockelsdorf glich aus, ging sofort in Führung und setzte sich bis zur Pause auf 16:13 ab.

Nach dem Seitenwechsel setzten die Gäste sogleich noch einen drauf. Es schien klar, dass die Herzhornerinnen nicht wieder in die Spur fanden. Ihr Rückstand wuchs auf fünf Treffer an, und sie liefen hinterher. Immer wieder warfen sie die Bälle ihren Gegnerinnen förmlich in die Hände, und diese nutzten das zu schnellen Angriffen. Doch dank einer starken Mareike Struck zwischen den Pfosten, die mit vielen Paraden gefiel, wuchs der Rückstand nicht weiter an, und die Herzhornerinnen kämpften. Zu keiner Zeit gaben sie sich geschlagen: Mit dem 18:22 (45.) durch Sarah Winkowski starteten sie eine Aufholjagd, mit der keiner mehr gerechnet hatte. Und sie schockten damit die Stockelsdorferinnen, die zum Ende hin auch wenig die Kräfte verließen. Als Mareike Hoffmann zum 21:22 (48.) verkürzte und anschließend Sarah Winkowski den 22:22-Ausgleich erzielte, war die Partie wieder offen.

Nun hatten die Blau-Gelben die besseren Karten. Zwar ging Stockelsdorf noch einmal mit 24:22 in Führung, doch die Winter-Schützlinge gaben sich nicht geschlagen. Annkristin Schmidt und Elina Hesse sorgten mit ihren Treffern für das 24:24. In der 60. Minute verwandelte die sichere Yana Hesse dann einen Strafwurf zum 25:24-Sieg der Blau-Gelben. So gab es auf der einen Seite Jubel, auf der anderen Tränen und zwei wichtige Punkte für die Gastgeberinnen.

MTV Herzhorn: Mareike Struck, Svenja Mewert, Annkristin Schmidt 3, Yana Hesse 10, Elina Hesse 1, Maike Langenberg, Mona Beck, Mareike Hoffmann 2, Annika Schulz, Sarah Winkowski 4, Wiebke Vogel, Lina Hinze 3, Jule Hinze 2.

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