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Katt und Kröger hochmotiviert

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Brokstedter Motorrad-Profis am Sonnabend zur Langbahn-WM nach Polen - Experiment auf Speedway-Bahn

Brokstedt | Für die beiden Schleswig-Holsteinischen Motorradprofis Stephan Katt und Matthias Kröger steht am kommenden Sonnabend der vierte von sechs Langbahn-Weltmeisterschaftsläufen an. Wenn es im polnischen Rzeszow zur Sache geht, erwartet Stephan Katt einen ganz "heißen Tanz". "Das Rennen wird auf einer Speedwaystrecke ausgetragen. Da wird es während der Läufe sicherlich sehr eng werden."

In der Tat sind auf der rund 400 Meter langen Piste neben fahrerischem Geschick auch technische Raffinessen gefragt. "Das ist schon eine große Herausforderung, mit einem Langbahn-Motorrad auf einer Speedway-Bahn zu agieren." Für den 33-Jährigen aus Neuwittenbek bei Kiel stellt der anstehende Grand-Prix eine immense Herausforderung dar. "Wenn ich in der diesjährigen Weltmeisterschaft am Ende noch einen einstelligen Platz erreichen möchte, muss ich in Polen reichlich Punkte einfahren." Katt rangiert derzeit mit 24 Zählern auf dem 15. Rang im Gesamtklassement.

Als direkter Verfolger sitzt Katts Teamkollege vom MSC Brokstedt, Matthias Kröger, mit einem Punkt weniger auf dem Konto in Lauerstellung. Kröger: "Wir sind in der WM zwar Konkurrenten doch bereiten wir uns teilweise schon gemeinsam auf die Rennen vor." So auch vor dem anstehenden Grand Prix. In einer gemeinsamen Trainingseinheit in Brokstedt haben die beiden "Stahlschuhartisten" gemeinsam an den Einstellungen der Motorräder gearbeitet. "Der Holsteinring ist mit der Bahn in Polen nahezu identisch. Es ist aber schon eine Umstellung mit den größeren Langbahn-Maschinen und deren Zwei-Gang-Getrieben auf so einer kurzen Bahn zu fahren", so Kröger.

Dankbar waren Katt und Kröger indes angesichts der Unterstützung durch den MSC Brokstedt. "Es ist eine tolle Sache, dass unser Verein uns so unkompliziert hilft und uns kurzfristig trainieren lässt." Dank der Unterstützung von Bahnmeister Gerd Danielczik konnten die beiden MSC-Piloten viel ausprobieren. Am Ende zeigten sich sowohl Katt als auch Kröger mit den Testläufen hoch zufrieden. Matten Kröger: "Ich konnte jede Menge Erkenntnisse gewinnen." Für die beiden Norddeutschen gilt es jetzt diese am Sonnabend in Rzeszow effektiv umzusetzen.

"An der Motivation wird es bei uns sicherlich nicht liegen." Während Stephan Katt am vergangenem Wochenende beim Grasbahnrennen in Melsungen mit einem Sieg ein echtes Erfolgserlebnis feiern durfte, fiel die Bilanz bei Kröger an gleicher Stelle eher bescheiden aus. "Mit meinem achten Platz kann ich nicht zufrieden sein." In der Tat hatte der Bokeler Familienvater bei tropischen Temperaturen der Konkurrenz nur wenig entgegen zu setzen. Geht es nach Kröger so soll dies beim WM-Lauf in Polen ganz anders werden. "Ich werde natürlich versuchen meine Erfahrungen mit einzubringen." In einem Punkt sind sich die beiden Motorrad-Asse aus dem Norden jedoch einig. "Das Rennen in Polen wird sicherlich ein ganz neues Erlebnis werden." Spätestens nach dem Rennen wird sich zeigen ob es Sinn macht einen Langbahn-Grand-Prix auf einer Speedway-Bahn auszutragen.

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erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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