20. Itzehoer Störlauf, 10 Kilometer : Jessika Ehlers sorgt für Novum

Avatar_shz von 12. Mai 2019, 16:49 Uhr

shz+ Logo
Zweimal ganz vorn: Jessika Ehlers auf der 10km-Strecke in Münsterdorf.
Zweimal ganz vorn: Jessika Ehlers auf der 10km-Strecke in Münsterdorf.

Nach dem Halbmarathon gewinnt die Büdelsdorferin auch diesen Lauf, während Torben Bies bei den Männern nicht zu schlagen ist.

Itzehoe | Das hat es beim Itzehoer Störlauf so noch nicht gegeben: Mit Jessika Ehlers (39:14) sicherte sich eine Läuferin sowohl den Sieg beim Halbmarathon als auch beim zehn Kilometer langen Lauf. Auf große Gegenwehr durch die Konkurrenz stieß die Büdelsdorferin auch bei ihrem zweiten Tageseinsatz nicht. Lena Miller (40:55) bestimmte im Frauenrennen bis Kilometer vier zwar das Tempo, doch dann wurde die Itzehoerin von Jessika Ehlers überholt. „Ich habe zwar versucht, mitzuhalten, doch wenn ich das längere Zeit betrieben hätte, wäre ich wohl langsamer geworden“, erkannte die Zweite die Gefahr bereits frühzeitig – und zog zurück. Hinter der Spitze bleibt es spannend Während die Plätze eins und zwei bereits frühzeitig vergeben waren, blieb es hinter der Spitze dauerhaft spannend. Maßgebend dafür war der Zweikampf zwischen Luisa Gehring (U20/44:05) und Ute Krause (W50/44:06) – beide SCI. Während Ute Krause frühzeitig das Tempo forcierte, hielt sich Luisa Gehring lange Zeit zurück und übernahm erst bei Kilometer neun die Initiative, indem sie Ute Krause überholte und Platz drei bis zum Schluss nicht wieder her gab. Den schnellen Rennbeginn bezeichnete die Dritte im Nachhinein als Fehler: „Wenn man zu schnell anläuft, kann man am Ende keine schnellen Zeiten laufen. Aber ich werde auch im Alter nicht klüger: Wenn der Startschuss fällt, bin ich lauffreudig und laufe los“, haderte die Seniorin mit sich selbst. Für ihre Verhältnisse sehr gut machten es Friederike Fischer (U20/AVS – 44:35) und Sabine Eim (W50/SCI – 45:07), die mit dafür sorgten, dass die Ränge zwei bis sechs allesamt an Itzehoerinnen fielen. Mit Leonie Jensen (U20/SCI – 47:38), Marike Reimers (U20/SSG – 48:20), Helene Itzwerth (U20/SSG – 48:34) und Katrin Henke (W20/GS Münsterdorf – 48:41) blieben weitere Steinburgerinnen deutlich unter 50 Minuten. Störlauf als sportlicher Höhepunkt des Jahres Mit dabei waren auch die beiden Trainingspartnerinnen Katja Münzel (68:11) und Nadja Beuge (68:18) vom Klinikum Itzehoe. Für sie ist der Störlauf „sportlicher Höhepunkt des Jahres“. Das Besondere an ihm sei, dass bei der Veranstaltung nicht nur Spezialisten mitlaufen, sondern dass auch zahlreiche Hobbyläufer den Volkslauf bereichern würden. Zudem mache es Spaß, an der Strecke motiviert zu werden. Katja Münzel: „Ich hätte es nie gedacht, aber die Stimmung in Münsterdorf spornt an.“ Einsames Rennen für Torben Bies Bei den Männern suchte Torben Bies (M35/34:37) frühzeitig die Entscheidung. Breits nach 200 Metern setzte sich der Bargenstedter früh an die Spitze des Feldes und lief fortan ein einsames Rennen. Dass er die Kraft dazu haben könnte, war denen bewusst, die ihn kannten. Erst kürzlich war Torben Bies beim Hamburg-Marathon als zweitschnellster Schleswig-Holsteiner 2:35:43 Stunden gerannt. Stärker als die Konkurrenz habe er die Begleitumstände empfunden. „Am Stördeich war es windig. Das war etwas störend für mich.“ Tobias Klähn kämpft sich auf Rang drei Hinter dem führenden Mann bemühten sich Tilo Tschumi (M40/36:39), Tobias Klähn (M20/37:35) und Benjamin Reuter (M30/37:47) um Anschluss. Am besten setzte dieses Vorhaben Tilo Tschumi um, der sich bei Kilometer vier entscheidend von der Konkurrenz absetzte. Nachher bekannte er: „Ich wollte noch schneller laufen, aber es ging nicht.“ Doch weder Tobias Klähn (SCI), der zuvor bereits einen fünf Kilometer langen Lauf absolviert hatte, noch Benjamin Reuter (Büdelsdorf), der noch vom Halbmarathon belastet war, konnten daraus Kapital schlagen. So ging es für sie in erster Linie um die Plätze drei und vier. Das bessere Ende hatte dabei Tobias Klähn für sich, der 150 Meter vor Schluss urplötzlich antrat und seinem Kontrahenten keine Chance auf den letzten Podiumsplatz lies. Mit einem Augenzwinkern sagte Benjamin Reuter nach dem Zieleinlauf; „Man muss den jungen Leuten den Vortritt lassen.“ Und Tobias Klähn? Der freute sich über seine beste Platzierung bei einem Störlauf: „Ich habe nicht mit einem so guten Platz gerechnet. Aber bei Kilometer drei merkte ich, dass es gehen könnte.“ Lob an die Organisatoren Auch wenn er zuvor nicht all zu viel trainiert hatte: Für Sven-Ole Knospe (55:08) aus Dägeling ist der Störlauf „ein Pflichttermin“. Das Besondere machten „Atmosphäre und die Top-Organisation“ aus. „Die Veranstaltung verläuft reibungslos.“ Bei der Größe den Überblick zu behalten und den Zeitplan einzuhalten: Das sei „wahnsinnig gut“. Dieses Lob kommt aus berufenem Munde: Sven-Ole Knospe organisiert mit anderen den Lägerdorfer Silvesterlauf. ...

Schließen Sie jetzt den kostenfreien Probemonat ab (anschließend 8,90 €/Monat), um diesen Artikel zu lesen. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in unserer App stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.

Monatlich kündbar

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Hier anmelden »

Oder kostenlos bis zu drei Artikel in 30 Tagen lesen

Registrieren »

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen