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Basketball : „Jeder hat einfach seinen Job erledigt“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eagles-Neuzugang Nelson Kahler spricht im Interview über den ersten Saisonsieg, neue Eindrücke und das nächste Heimspiel gegen Oldenburg.

Zu den beständigen Scorern der Itzehoe Eagles zählte in den bisherigen drei Spielen Neuzugang Nelson Kahler. Im Interview spricht der 23-jährige Australier über erste Eindrücke und den Saisonstart in der 2. Basketball-Bundesliga-ProB.

Wie erleichtert waren Sie nach dem Sieg über Stahnsdorf?

Wir waren sehr erleichtert, denn es hat ja ein bisschen gedauert. Wir hätten die ersten beiden Spiele auch gewinnen sollen. Aber wir sind noch ein ganz neues Team, mit vielen neuen Spielern, die sich erst kennen lernen müssen. Wir haben aber als Team gewonnen, und es war genial. Da müssen wir jetzt weitermachen.


Was waren aus ihrer Sicht die Hauptgründe für den souveränen Erfolg?

Wir haben den Ball gut laufen lassen, viele Rebounds geholt und auf die guten Würfe gewartet und diese dann auch verwandelt. In der Verteidigung lief es auch schon besser. Jeder hat einfach seinen Job erledigt.


Wie wichtig wäre es, jetzt eine kleine Serie zu starten mit den zwei weiteren Heimspielen gegen Oldenburg und Aufsteiger Cuxhaven und dem Auswärtsspiel in Bochum?

Das wäre jetzt sehr wichtig. Vor allem gilt es die Heimspiele zu gewinnen, denn es gibt Dir Selbstvertrauen für den weiteren Saisonverlauf, wenn Du Dich auf deine Heimstärke verlassen kannst. Wir fokussieren uns jetzt von Spiel zu Spiel. Mit einem weiteren Sieg wäre die Bilanz ausgeglichen, und das wäre eine gute Voraussetzung für die kommenden Aufgaben.


Gibt es Unterschiede zwischen der australischen Liga und der Pro B?
Es gibt keine großen Unterschiede. Es ist eher vergleichbar, im Gegensatz zum amerikanischen Basketball, der schneller und athletischer ist. Hier ist er strukturierter. Jeder kann und macht alles. Es ist auf jeden Fall sehr physisch und daher vergleichbar mit Australien.

Ihre Statistikwerte sind ähnlich wie bei Logan Thunder. In den Bereichen Punkte und Rebounds haben sie schon zugelegt. Sehen Sie noch mehr Potential zur Steigerung?

Ich denke, ich könnte in der Offensive noch aggressiver spielen. Da brauche ich noch mehr Selbstvertrauen, um die richtigen Würfe zu nehmen und nicht die forcierten. Eben die, von denen ich weiß, dass ich sie im Korb unterbringe. In der Verteidigung läuft es schon ganz gut – vor allem, wenn es darum geht, einzelne Spieler aus dem Spiel zu nehmen.


Gab es einen bestimmten Grund für Sie, nach Europa zu kommen?

Ich wollte vor allem weiter Basketball spielen, um meine Karriere voranzutreiben. Deutschland stand da gleich im Fokus, da hier auf einem hohen Niveau gespielt wird. Die Umstände bieten im Gegensatz zu manch anderen Ländern gute Voraussetzungen, um sich voll auf Basketball zu fokussieren. Der Lebensstandard ist hoch, die Menschen sehr freundlich, alles ist professionell organisiert. Ich hoffe, mich dadurch gut weiter entwickeln zu können. Außerdem habe ich auch Verwandtschaft in Österreich, nur da gibt es so gut wie kein Basketball.

Gab es einen bestimmten Grund für Sie nach Europa zu kommen?

Mein Agent Fred Bessot hatte Beziehungen zu den Eagles. Er stand in Kontakt zu Thomas Sindelar. Die Eagles suchten einen Spieler auf meiner Position und mit meinen Fähigkeiten. So kam es dann zustande. Nun bin ich hier in Itzehoe, und es gefällt mir bis jetzt sehr gut. Nachdem ich den Vertrag unterschrieben hatte, stellte ich fest, dass mein ehemaliger Teamkollege Lester Ferguson auch schon hier gespielt hat.


Was gefällt Ihnen in Itzehoe am besten?

Es ist eine nette Kleinstadt. Nicht zu groß, nicht zu klein. Mit einer netten Innenstadt, da kenne ich schon ganz andere. Die Menschen sind sehr freundlich und das Essen ist gut. Man hat alles, was man braucht, und Hamburg ist ja auch nicht weit weg.


Am Wochenende kommt mit Oldenburg der derzeitige Tabellenletzte auf den Lehmwohld. Ist es eher ein Vor- oder Nachteil und worauf stellt sich das Team ein?

Es gibt keine leichten Spiele, soweit ich es bis jetzt beurteilen kann. Schaut man sich die Spielverläufe an, kann jeder jeden schlagen. Wir müssen einfach gut vorbereitet unser Spiel spielen. Hart, klug, gut rebounden, gute Würfe nehmen und als Mannschaft zusammenhalten. Dann können wir jedes Team schlagen.


Ein Wort an die Fans?

Fly Eagles Fly (lacht). Ihr seid genial. Die Unterstützung ist super und es ist richtig laut, was uns noch mehr antreibt. Trotz der beiden Niederlagen zum Auftakt waren wieder alle da und die Halle ist voll. Diese Heimspielatmosphäre ist, wie gesagt, genial. Ich liebe es.

Profil
Nelson Kahler ist gebürtiger Australier und wuchs auf einer kleinen Farm im Bundesstaat Queensland auf. Mit sieben Jahren fing der heute 23-jährige mit dem Basketball an, spielte unter anderem vier Jahre an einem US-College und wurde zu einem Pre-Draft NBA Training der Denver Nuggets eingeladen.

Vorbilder des Power Forwards sind seine Eltern, die ihm auch das Gitarrespielen beibrachten. Sein bestes Spiel lieferte er in einem Uni-Derby mit 30 Punkten, zehn Rebounds und vier Blocks ab. Die Play-Offs sind in dieser Saison sein großes Ziel, am liebsten aber würde er auch um die Meisterschaft mitspielen.

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