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Triathlon : Jakob Ohlsen mit starkem Comeback

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer legt Grundstein zum Sieg über die Mitteldistanz in Uelzen auf der Radstrecke

von
erstellt am 30.Jun.2016 | 05:00 Uhr

Jakob Ohlsen hat sich eindrucksvoll zurück gemeldet. Nach mehr als eineinhalb Jahren Triathlon-Abstinenz absolvierte der Itzehoer in Uelzen wieder einen Wettkampf und gewann dort über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 88 km Radfahren, 21 km Laufen). Ohlsen war beim abschließenden Halbmarathon ein einsames Rennen gelaufen, ließ mehr als 120 Starter hinter sich und hatte den Zweitplatzierten im Ziel um 12,20 Minuten distanziert. „Ich bereite mich derzeit auf den Ironman Kopenhagen Ende August vor, weshalb ich auch nicht am 10. Juli in Hohenlockstedt starten werde“, sagte der Triathlet des SC Itzehoe. Der O-See Triathlon in Uelzen war die Generalprobe für Ohlsens erste Langdistanz.

Das Schwimmen im Oldenstädter See begann mit einem rollenden Start. „Es gab zwar kein Geprügel auf den ersten Metern im Wasser, aber man wusste nie so ganz, ob die derzeitige Position auch dem Endergebnis entsprach“, so Ohlsen, der nach einem Drittel der Strecke den beiden führenden Schwimmern nicht mehr folgen konnte. „Es war zu merken, dass ich in letzter Zeit nur zweimal pro Woche im Wasser war. Bis zum Ende büßte er eine Minute auf die Spitze ein und konnte auch beim Wechsel keine Zeit gutmachen, weil er in der Wechselzone glatt an seinem Rad vorbeigelaufen war. Ohlsen nahm’s mit Humor: „Ich war zwar ein bisschen aus der Übung, aber das sollte trotzdem nicht zur Gewohnheit werden.“

Als Dritter mit dem Rad gestartet, waren die beiden Führenden schon nach wenigen Kilometern in Sichtweite und am Ende der ersten von vier Runden hatte Ohlsen schon als neuer Spitzenreiter ein kleines Polster herausgefahren. Das erste Viertel der Strecke war er mit einem Schnitt von 41 km/h gefahren. Zu schnell, denn die Oberschenkel machten sich nun etwas bemerkbar, so dass Ohlsen beschloss, ein wenig zu bremsen. „Trotzdem stand noch lange eine vier beim Stundenmittel an erster Stelle auf dem Tacho.“

Bis zum zweiten Wechsel wuchs der Vorsprung auf drei Minuten, am Ende waren es fast fünf. „Mit einem 39,5 Schnitt bin ich über die Radstrecke gebraust und hatte am Ende erstaunlicherweise immer noch gute Beine.“ Beim abschließenden Halbmarathon baute Ohlsen den Vorsprung mit der zweitbesten Zeit weiter aus. „Betreuer Kristof Jörgensen hatte am Ende der ersten Laufrunde einen 4er Schnitt gemeldet, den ich auch in der zweiten und dritten Runde halten konnte. Das Tempo fühlte sich auch am Ende noch gut an.“ Im Ziel betrug die Gesamtzeit 4:06:46 Std., womit die Generalprobe für Kopenhagen geglückt war. „Jetzt freue ich mich schon auf das große Rennen im August“, so Ohlsen. „Ob ich danach wieder eineinhalb Jahre Triathlonpause brauche, muss ich aber noch herausfinden.“

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