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Trampolin : Itzehoerin liebäugelt mit WM-Finale

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Christina Jansen startet bei den Weltmeisterschaften im amerikanischen Daytona Beach auf dem Doppelmini.

Am kommenden Wochenende (Freitag bis Sonntag) werden in Daytona Beach/Florida Trampolin-Weltmeisterschaften veranstaltet. Mit dabei auf dem Doppelmini-Trampolin als einzige Deutsche ist Christina Jansen. Die Itzehoerin, bei nationalen Meisterschaften startberechtigt für den VfL Pinneberg, ist dann zum achten Mal mit dabei, wenn sich die Besten der Welt ein Stelldichein geben.

Qualifiziert hatte sich Christina Jansen für die internationale Meisterschaft bereits im Frühjahr in Hamburg nach den Europameisterschaften in Guimarães. Weitere Qualifikationswettkämpfe folgten in Weingarten bei den Deutschen Meisterschaften, von denen sie mit dem Titel zurückkehrte, und in Norderstedt. Weil sie für die WM bereits nominiert war, zählten diese Teilnahmen für die Itzehoerin in erster Linie dazu, die eigene Form zu überprüfen.

Das Ziel von Christina Jansen in den USA? „Ich möchte mich möglichst gut präsentieren. Jeder liebäugelt mit dem Finale.“ Bei 23 Starterinnen, von denen die besten aus Kanada, Portugal, Russland und den USA kommen, müsse man aber schauen, „was man erreicht“. Die Chance für das Erreichen der Runde der besten acht Topturnerinnen sei jedenfalls da: „Ich muss die Tücher aber optimal treffen.“ Doch wenn das alle täten, müsse sie auch mit einem hinteren Platz zufrieden sein. Doch was am Ende – unabhängig von der Platzierung – auch herausspringen werde: „Ich will für mich die beste Leistung bringen, mit der ich zufrieden sein kann.“

Vorbereitet auf die Weltmeisterschaften hatte sich Christina Jansen bei ihrer Pinneberger Trainerin Carmen Andresen, mit der sie schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Zwar könne ihre Heimtrainerin nicht mit in die Staaten reisen, doch an optimaler Betreuung werde es ihr in Daytona Beach mit Sicherheit nicht fehlen: „Dort werde ich unter der Anleitung von Bundestrainerin Ute Luxon-Pitkamin trainieren.“

Wie es sich anfühlt, auf dem Treppchen zu stehen, dass weiß die 30 Jahre alte Bundesspitzenturnerin zur Genüge. Viele Medaillen auf nationaler und internationaler Ebene unterstreichen das. Ihren letzten großen Erfolg feierte Christina Jansen bei den Deutschen Meisterschaften der Trampolintuner. In Dessau startete sie auf dem Großgerät im Synchron-Turnen und im Einzel.

Die beste Platzierung gelang ihr im Synchronturnen. Mit Partnerin Franciska Lohmann holte sie Silber hinter dem Bad Kreuznacher Duo Sarah Eckes und Jessica Simon. Dass dieses Ergebnis aus Sicht von Jansen/Lohmann optimal ist, unterstreicht die sportliche Güte von Eckes/Simon: Während Sarah Eckes ebenfalls für Daytona Beach qualifiziert ist (neben fünf weiteren Deutschen auf dem Großgerät), erturnte sich Jessica Simon bereits bei früheren Weltmeisterschaften zusammen mit Ausnahmeturnerin Anna Dogonadze den Titel. Christina Jansen: „Sarah Eckes und Jessica Simon waren in Dessau nicht zu schlagen. Alle anderen von der Papierform her aber schon.“

Im Einzel bekam es Christina Jansen im Kampf um Edelmetall in erster Linie mit Franciska Lohmann zu tun, die ihr den Weg aufs Treppchen dann auch verbaute: Platz drei für Franciska Lohmann (44.410 Punkte), Platz vier für Christina Jansen (44.050) – hinter Leonie Adam (52.970, MTV 1843 Stuttgart) und Silvia Müller (51.255, MTV Bad Kreuznach) – lautete die Reihenfolge in der Spitze des Wettbewerbs bei den Turnerinnen. Christina Jansen: „Ich habe bei den Meisterschaften zwar schwerer als Franci geturnt, aber meine Übungsteile nicht so gut getroffen. Franci turnte dagegen sauberer als ich. Das gab den Ausschlag.“ Zufrieden sei sie dennoch. Trösten kann sich Christina Jansen damit, „dass sehr gute Turnerinnen bereits im Vorkampf aus dem Wettbewerb geflogen sind“ – zum Beispiel Sarah Eckes und Jessica Simon. „Als die draußen waren, gab es für Franci und mich eine Chance auf Edelmetall.“

Knapp verpasst wurde eine Medaille von dem Itzehoer Daniel Schmidt, der beim Synchronturnen mit Partner Pascal Martin (TV Markt Schaben) auf Platz vier landete. Dieses Duo hatte sich erst kurz vor den Meisterschaften gefunden. „Dafür war die Platzierung wirklich gut“, urteilt Christina Jansen. Im Rahmen seiner Möglichkeiten blieb auch Hannes König (SC Itzehoe), der zusammen mit Partner Maurice Maywald (Norderstedter SV) bei den Schülern (M 14/15) Platz sieben belegte. Eine Bronzemedaille fiel an die frühere Itzehoerin Pauline Weck. Die jetzt in Diensten des SC Cottbus stehende Jugendliche (W 16-18) holte das Edelmetall zusammen mit Partnerin Santina Wübbelmann (TG Münster).


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