1. Segel-Bundesliga : Itzehoer Team fährt auf Platz drei vor

Erfolgreich auf dem Starnberger See: Stefan Schimkowski, Hinnerk Müller, Christian Soyka und Kai Harder (von links).
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Erfolgreich auf dem Starnberger See: Stefan Schimkowski, Hinnerk Müller, Christian Soyka und Kai Harder (von links).

Großartiger Saisonstart auf dem Starnberger See – Flautenregatta endet mit erstem Treppchenplatz für SVI-Crew

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05. Mai 2015, 05:00 Uhr

Die Seglervereinigung Itzehoe (SVI) ist mit einem Paukenschlag in die 1. Bundesliga gestartet. Bei der ersten Regatta in Tutzing belegte das SVI-Team den dritten Platz und stand damit erstmals am Ende eines Bundesligarennens auf dem Siegertreppchen. Es war sogar noch mehr möglich, doch ausgerechnet im letzten Rennen mussten die Itzehoer die Konkurrenz ziehen lassen und wurden nur Letzter. Nutznießer war der Trainingspartner aus Flensburg, der auf den zweiten Platz vorrückte. Der deutsche Touring Yacht-Club aus Tutzing kam in seinem Heimrevier am besten mit den schwierigen Bedingungen zurecht. Es war eine absolute Flautenregatta. Anstatt der vorgesehenen 15 Flights konnten nur sieben gestartet werden.

„Mit einem solchen Ergebnis hatten wir nicht gerechnet. Aber unsere Strategie ist fast immer aufgegangen“, sagt Steuermann Christian Soyka. Man habe defensiv gesegelt und bei den Starts meist einen Weg durch die Mitte nach vorn gefunden. „Nur im letzten Lauf hat das nicht geklappt, weil der Wind plötzlich nach links drehte und wir schon zu weit rechts waren. Dadurch hatten die anderen Boote zu viel Vorsprung, um bei dem schwachen Wind wieder herankommen zu können.“ Natürlich habe man sich darüber geärgert, denn vor diesem Lauf war man mit dem Deutschen Touring Yachtclub punktgleich. „Wenn wir das Rennen ordentlich hätten durchfahren können, wären wir in der Endabrechnung Zweiter gewesen.“ Mit einem Sieg wären die Itzehoer sogar Tagessieger gewesen. Pech auch, dass der letzte Flight mit dem Itzehoer Team überhaupt noch gestartet wurde, denn danach lief für die restlichen zwölf Mannschaften nichts mehr, so dass deren Punkte am grünen Tisch errechnet wurden. Am Ende überwog bei der SVI aber die Freude über den dritten Rang im Gesamtklassement.

„Das Training auf der Außenalster hat sich gelohnt – wir waren top-vorbereitet auf diese Windverhältnisse.“ Das Team sei mit Stefan Schimkowski, Kai Harder und Hinnerk Müller in der vom Gewicht her leichtesten Konstellation gestartet. „Das war genau richtig so und ein weiterer Vorteil für uns.“ Aber auch das genaue Studium der Regeln vor den Rennen habe sich ausgezahlt. „Die Jury hat reichlich Kringel als Strafe verteilt, da haben wir uns komplett raushalten können.“ Das sei ebenfalls sehr wichtig gewesen, „denn wenn du bei diesen Windverhältnissen das Boot 360 Grad drehen musst, hast du keine Chance mehr“, erklärt Soyka. Doch es gab noch einen weiteren hilfreichen Faktor für die Itzehoer Crew: Bei dem strömenden Regen hielt Soyka und Co das neue von MAKRO, WOHNART und Funk-Internationaler Versicherungsmakler gesponserte Ölzeug besonders trocken. „Mit unserem alten Zeug wären wir hier klatschnass geworden und chancenlos gewesen.“

Die Freude über den tollen Auftakt war zum Schluss bei der Siegerehrung riesengroß, denn auf dem Siegertreppchen hatte das Itzehoer Team vorher noch nicht gestanden. „Das haben wir besonders genossen.“ Doch nun gelte es wieder vorwärts zu schauen und sich auf das nächste Rennen vom 5. bis 7. Juni in Kiel zu konzentrieren. „Auf dem Erfolg ausruhen, gibt es für uns nicht. Ab sofort wechseln wir unser Trainingsrevier von der Alster auf die Förde, denn dort wollen wir unsere guten Leistungen natürlich bestätigen“, verspricht Christian Soyka. 

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