Itzehoer SV in Heide unter Wert geschlagen

Aktivposten in ihren Teams waren der ISV-er Wiegand Leskien und der Heider David Wedel. Foto: gs
Aktivposten in ihren Teams waren der ISV-er Wiegand Leskien und der Heider David Wedel. Foto: gs

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06. April 2010, 03:59 Uhr

Heide | Außer Spesen nichts gewesen: Zum wiederholten Mal hatten die SH-Liga-Kicker des Itzehoer SV dieses Erlebnis. Auch beim 1:4 (0:1) im Westküstenderby beim alten Rivalen Heider SV invesierten die Steinburger viel, waren zeitweise sogar das bessere Team, ernteten aber am Ende keinen nennenswerten Ertrag.

Erfolgreicher hätte das Osterwochenende dagegen für den Heider SV nach dem Sieg in Westküstenderby nicht laufen können: "Hätte mir einer vorher sechs Punkte und 8:1 Tore angeboten, hätte ich das auch ohne Spiele angekommen", war HSV-Coach Olaf Thede mit dem blanken Resultat zufrieden.

Mit dem Spiel seines Teams konnte er es zumindest im ersten Durchgang nicht sein. Es schien fast, als hätte das frühe 1:0 (3.) durch den äußerst durchsetzungsfähigen Marx Borwieck eine einschläfernde Wirkung auf die Gastgeber. Die nominell einzige Heider Angriffsspitze hatte eine Unstimmigkeit in der Itzehoer Innenverteidigung nach einer Kopfball-Vorlage von Jasper zu seinem ersten Streich genutzt - es sollte allerdings nicht sein letzter bleiben.

Beide Mannschaften agierten in dieser umkämpften Partie mit vielen gelben Karten (auch in dieser Wertung lag Heide mit 4:3 vorn) mit einem kompakten Fünfer-Mittelfeld. Angriffsfluss war insgesamt nur selten zu sehen - von den Steinburgern sogar noch eher als vom Heider SV.

Schlusslicht ISV, das neben Co-Trainer Jörg Baufeldt (er vertrat den ortsabwesenden Trainer Lars Lühmann) nur noch Ersatzkepper Jan Schmidt auf der Bank sitzen hatte, brauchte etwas Zeit, um den frühen Schock zu verdauen. Danach waren die Steinburger aber mehr als ebenbürtig und hatten im ersten Durchgang sogar die besseren Möglichkeiten durch Till Erhart (22., 28.). Die Heider hingegen verwalteten ihren Vorsprung und brachten kaum etwas Konstruktives nach vorne.

Auch im zweiten Durchgang drängte der ISV und wirkte dabei sogar frischer als die Dithmarscher: Die größte Chance zum Ausgleich ließ dann jedoch der völlig blank stehende Matthias Barth (51.) aus: HSV-Keeper Andre Teubler war bereits ausgespielt, doch statt den Ball mit dem Fuß zu versenken, setzte der Itzehoer Kapitän einen Kopfball an. Das gab dem Heider Abwehrchef Andre Ladendorf die Zeit, das Spielgerät noch von der Linie zu kratzen.

Heide fand dagegen offensiv erst wieder in der 67. Minute statt, aber da dann richtig: Einen schnellen Konter über David Wedel schloss wieder Marx Borwieck zum 2:0 gegen den chancenlosen Itzehoer Torhüter Sören Wiechert ab. Ehe sich die Gäste davon erholen konnten, machte Wedel dann mit einem sehenswerten Distanzschuss nach Lattenknaller von Lafrentz mit dem 3:0 (72.) alles klar. Für ihren nimmermüden Einsatz wurden die ISV-er dann nur noch mit Ergebniskosmetik belohnt: Till Erhart hämmerte das Leder zum 1:3 (77.) in die Maschen. Aber in der Schlussminute stellte Clemens Donner im Duett der Eingewechselten mit dem 4:1 nach Flanke von Carsten Wittek den alten Abstand wieder her. "Der Heider Sieg ist verdient, aber das endgültige Resultat spiegelt nicht unsere Leistung korrekt wieder", meinte nicht nur Jörg Baufeldt.

Heider SV: Teubler - Harrsen, Voss, Ladendorf, Jarchow - Hass, Jasper (58. Wittek), Wedel (76. Donner), Krahn, Mittelbach (68. Lafrentz) - Borwieck

ISV: Wiechert - Schuldt, Leskien, Shurawlew - Bludau, M. Marth, Matz, Byczek, Ochi - S. Barth, Erhart.

Tore: 1:0 (3.) Borwieck, 2:0 (67.) Borwieck, 3:0 (72.) Wedel, 3:1 (77.) Erhart, 4:1 (90.) Donner

Zuschauer: 229 zahlende

SR: Nesch (Drelsdorf)

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