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Triathlon : Itzehoer Staffel ist DM-Vierter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Mannschaft des SCI startet in Konstanz mit Erfolg bei der deutschen Meisterschaft im Team-Relay.

von
erstellt am 04.Sep.2014 | 05:48 Uhr

Bei der deutschen Meisterschaft im Team-Relay-Triathlon in Konstanz war auch eine Mannschaft des SC Itzehoe vertreten. Nina Eim, Andre Beltz, Anna Gehring und Philipp Gehring erreichten am Bodensee in der DM-Wertung Rang vier sowie Platz sechs in der Gesamtwertung und waren damit überaus zufrieden.

Es ging über die Distanzen 300 m Schwimmen, 6 km Radfahren und 1,5 km Laufen durch die Konstanzer Innenstadt. In der oben genannten Reihenfolge war das SCI-Team gestartet und jeder hat nach seinem „Mini Triathlon“ auf den nächsten Athleten abgeschlagen. 15 Mannschaften waren im Rahmen der DM gemeldet und weitere fünf Teams aus der Schweiz gingen außerhalb der Wertung an den Start.

Das Format wird seit einigen Jahren durchgeführt und auch für die Olympiade 2016 in Rio wurde in Erwägung gezogen, Medaillen in diesem Format zu vergeben. Diesmal gab es zwar noch eine Absage, doch das Rennformat wird immer beliebter, wie auch erstmals beim SCI-Triathlon an der Hohenlockstedter Lohmühle im Sommer zu sehen war. „Ein rasanter Wechsel zwischen den Athleten und die kurzen Distanzen laden zu schnellen Zeiten ein“, ist Andre Beltz von diesem Wettbewerb überzeugt.

Das Training der SCI-Athleten wurde in den vergangenen Wochen auf den Wettkampf ausgelegt und es stand viel hartes Tempotraining über kurze Distanzen an. In Konstanz musste dann noch Andre Beltz kurzfristig für den erkrankten Nico Eim einspringen. Vor dem Wettkampf wurde die Strecke ausgiebig begutachtet, da bei den kurzen Strecken die Taktik wichtiger als im normalen Triathlon ist. In Konstanz war die Laufstrecke vom Wasser in die Wechselzone zum Rad sehr lang und es war erlaubt, sich bereits direkt nach dem Schwimmen Schuhe anzuziehen, um die 600 m durch die Innenstadt zu laufen. Beltz: „Der Bodensee hatte lediglich 17,6 Grad. Wir entschieden uns aber gegen das Tragen des wärmenden Neoprenanzuges, um hier beim Ausziehen wertvolle Sekunden zu sparen.“ Auf dem Rad wurde dann die kurze Strecke im Laufschuh gefahren und nicht wie üblich im Radschuh. Bei der starken Konkurrenz musste möglichst viel Zeit gespart werden.

Nina Eim war die Staffelstarterin und hatte im Wasser ordentlich zu kämpfen. Die ersten zehn Frauen lagen dicht zusammen und es wurde sich nichts geschenkt. Am Ende der Führungsgruppe verließ sie das Wasser, so dass nur zwei Frauen vorne weg waren. Dahinter folgte Nina Eim, die auch kräftig Druck auf dem Rad machte und bis auf die beiden Führenden alle anderen einholen konnte.

Beim Laufen kämpfte sie sehr gut und übergab als Vierte an Andre Beltz. Der hielt unter dem Strich seinen Platz beim Schwimmen. Auch auf dem Rad hielt er seinen Rang und fuhr mit einem Athleten aus einem Schweizer Team gemeinsam – das Windschattenfahren ist in diesem Teamrennen erlaubt. Beim Laufen musste Beltz dann leicht abreißen lassen und schickte Anna Gehring als Fünfte auf die Reise.

Im Wasser verlor Anna Gehring einige Plätze, doch die Abstände waren noch sehr gering. Beim Laufen zum Rad – hier kamen dem SCI-Team die vielen Meter zur Wechselzone sehr entgegen – schnappte sich Anna Gehring aber schon einige Athleten und arbeitete sich nach vorne. Auf dem Rad hielt sie diese Position, obwohl sie allein fahren musste.

Beim Laufen ging es dann richtig rund und Anna Gehring schnappte sich kurz vor dem Wechsel auf ihren Bruder Philipp sogar noch die Staffel von Buschhütten, die als eine der Favoriten ins Rennen ging. Jetzt war der SCI kurzeitig auf Platz drei. Philipp Gehring musste nun kämpfen und das vor allem in der ersten Disziplin. Der Athlet aus Mengen ging einige Sekunden hinter dem letzten SCI-Athleten ins Wasser. Doch es stellte sich bald heraus, dass er der zweitschnellste Schwimmer des Tages sein sollte. Gehring kämpfte, musste den dritten Platz aber kurz vor dem Ausstieg hergeben. Auf dem Weg zum Rad konnte er die kleine Lücke nicht mehr schließen, so dass er zunächst alleine auf die Radstrecke musste. Nach kurzer Zeit wurde er von einem Athleten aus der Schweiz eingeholt und an dessen Hinterrad setzte sich Philipp Gehring. Hier kämpfte er drei Kilometer und hielt auch mit, aber dann musste er rausnehmen. Beim Laufen konnte er sich nicht mehr nach vorne arbeiten und so galt es, im Schlusssprint noch eine Attacke von hinten abzuwehren. Nach Rang vier bei der DM und Platz sechs in der Gesamtwertung lag ein trotz der Kürze anstrengender Triathlon hinter der Mannschaft: Sie hatte sich in der Zeit von 1:29,15 Std. durch den Regen gekämpft hatte. Sieger wurde Griesheim (1:25,11 Std.) vor Buschhütten (1:27,44) und Mengen I (1:28,23)

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