Pferdesport : In der Gruppe müssen alle funktionieren

Für Monika Schreiber – hier mit Chila – fördert Mannschaftssport Zusammenhalt und stärkt Teamgeist der Reiter.
Für Monika Schreiber – hier mit Chila – fördert Mannschaftssport Zusammenhalt und stärkt Teamgeist der Reiter.

Die Achter-Quadrille-Teams des Reiterhofes Schreiber sind in Klassen A und E erfolgreich.

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05. Dezember 2014, 04:34 Uhr

Erfolge für Monika Schreiber: Die Reitlehrerin aus Krempermoor stellte beim Landesfinale der Quadrille-Mannschaften in Elmshorn zwei Teams vor – sowohl in der 8er-Quadrille der Klasse A als auch in der 8er-Quadrille der Klasse E verließen ihre Reitschüler die Halle als Sieger. Das gute Abschneiden bei dem Turnier kommentierte Monika Schreiber so: „Wir haben dieses Jahr tolle Erfolge.“ Dazu passt auch, dass sich der Reiterhof Schreiber für das nächste Halbfinale im bundesweiten Schulpferdcup qualifiziert hat. Ausgetragen wird es im kommenden Frühjahr in Nordrhein-Westfalen. Im Blick hat die Krempermoorerin aber auch das gute Abschneiden von Ilke Mehrens: Die von ihr geförderte junge Reiterin belegte kürzlich beim Landesvierkampffinale in Neumünster (Laufen und Schwimmen) und Bad Segeberg (Dressur und Springen) in der „Nachwuchstour Ponys“ den ersten Platz.

Diese Erfolge kommen nicht von ungefähr: Seit über 30 Jahren bildet Monika Schreiber Reiter aus, und dabei konzentriert sie sich nicht nur auf die individuelle Ausbildung in Springen und Dressur, sondern sie fördert auf ihrem Reiterhof ganz gezielt den Mannschaftssport. Zu ihm gehört neben Quadrille, Reitervierkampf und Schulpferdecup auch der Abteilungswettkampf. Grund für diesen Schwerpunkt: „Mich motiviert die Arbeit mit der Gruppe. Sie fördert den Zusammenhalt und stärkt den Teamgeist.“ Zudem sei Monika Schreiber der Auffassung, dass es noch etwas anderes gebe als den individuellen Erfolg. „Gemeinsam zu siegen ist doch auch schön. Bei Mannschaftswettkämpfen müssen alle funktionieren.“

In punkto Quadrille hatten sie und ihre Schützlinge lange auf den Erfolg hingearbeitet. Seit Anfang des Jahres waren sie im Training, bevor ab Juni die Qualifikationsturniere in Ahrensfelde, Bad Segeberg und Elmshorn geritten wurden. „Pro Woche trainierten wir einmal, vor den Turnieren auch etwas mehr.“ Die Motivation innerhalb der Einheiten sei dabei immer „sehr gut“ gewesen. „Bei Reitern und Eltern“, betont Monika Schreiber, denn ohne Zutun der Älteren ginge es im Reitsport nicht. „Die Eltern müssen sich schon in den Sport ihrer Kinder einbringen – insbesondere bei den Turnieren.“ Gefordert seien sie aber nicht nur als Fahrer. „Sie müssen mithelfen, die Truppe zusammenzuhalten, die Nervosität bei ihren Kindern zurückzuschrauben und dafür, dass der motivierender Applaus in der Halle deutlich zu hören ist. Das baut auf.“ Im Viereck selbst hören dann aber alle auf die Kommandos der Reitlehrerin. „Besonders toll ist es dann, wenn auch alles klappt.“

Mit Blick auf die Anfänge des Quadrille-Reitens in diesem Jahr, gibt Monika Schreiber Einblick in ihre Arbeitsweise. „Die Figuren, es sind in jedem Jahr immer wieder neue Kombinationen, habe ich mir selbst ausgedacht. Und zwar so, dass sie zu der selbst ausgesuchten Musik passen.“ In den Ablauf eingebunden waren auch die Reiter selbst. Während der ersten Probenwochen schritten die Mannschaftsmitglieder die Figuren zunächst selbst ab – zu Fuß. Erst nachdem sie die Wege verinnerlicht hatten, kamen Pferde beziehungsweise Ponys als Protagonisten mit ins Spiel. „Alles andere macht in der Quadrille keinen Sinn.“

Die Saison mit allen Höhepunkten ist zwar abgeschlossen, aber dennoch geht es auf dem Reiterhof Schreiber gezielt weiter – im nächsten Jahr stünden wieder Quadrille-Turniere an, die ebenfalls wieder intensive Vorbereitung benötigten. Und dann ist da ja auch noch das Halbfinale im Schulpferde-Cup, bei dem es insbesondere um die Grundlagenausbildung geht und nicht um den großen Reitsport. Dennoch sei die Konkurrenz groß, und deshalb werde Monika Schreiber auch alles unternehmen, um ihr Team auf die große Aufgabe vorzubereiten. Erfahrung mit Halbfinals habe sie nach mehreren Teilnahmen reichlich, betont Monika Schreiber. „Noch schöner wäre es aber, wenn wir uns für das Bundesfinale qualifizieren könnten.“ Wie 2010, als der Reiterhof Schreiber den Jahreshöhepunkt der Schulpferde-Reiter auf Rang zwei beendete.

Für manchen Reiter ist der Schulpferd-Cup der Einstieg in eine reitsportliche Karriere. Monika Schreiber: „Viele meiner Reitschüler haben sich darüber weiterentwickelt und sind in den Turniersport eingestiegen.“ Aktuell seien bei ihr auf der Anlage mit Reithalle, Dressurviereck und Springplatz neben vielen Anfängern auch Aktive mit L- und M-Niveau.

Erfolgreiche Quadrille-Reiter aus Krempermoor: A-Quadrille (Pferde) – Nina Laskowski, Alina Sakowski, Mareike Rathjen, Fenja-Tiedemann Hein, Fenja Gads, Nadja Dibbern, Franziska Olandt und Mascha Erb; E-Quadrille (Ponys) – Ainoa Hampel, Levke Ahsbahs, Leana Nientiedt, Jil Nielsen, Philine Aldag, Louisa Stöker, Neele Voß und Ilke Mehrens.

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