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Horster Reitertage 2013: Bestes Wetter und volle Starterlisten

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Horster Pferdetage 2013: Thomas Konle und Chin Champ gewinnen M**-Springen mit Siegerrunde

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Horst-Horstmühle | Erfolg für den RV Kollmar auf ganzer Linie: An allen vier Turniertagen waren die Starterlisten für die Horster Pferdetage prall gefüllt, das Wetter spielte im Gegensatz zum Vorjahr blendend mit, es gab keine Reitunfälle zu beklagen und die Organisation klappte reibungslos. Zudem sorgten die vielen Pferde- und Ponyreiter für guten Sport. Deshalb konnte Karl-Ernst Kruse-Soenke als Leiter der Veranstaltung auch guten Gewissens sagen: "Alles war super."

Zu den Höhepunkten des Turniers mit 43 Prüfungen zählte wie auch schon in den Vorjahren das M**-Springen mit Siegerrunde. Daran beteiligten sich 28 Paare. Acht von ihnen blieben im Umlauf fehlerfrei und schafften so den Sprung in das Finale.

Die Siegerrunde wurde dann von Thomas Konle beherrscht, dem auf Chin Champ ein Nuller in schnellster Zeit gelang: 31.88 Sekunden waren eine Zeit, die der Konkurrenz zu schaffen machte. Ihr am nächsten kamen mit ebenfalls fehlerfreien Ritten Isabell Zielke auf Queenly Choice (35.88) und Philipp Schulze auf Vienetta (40.47). Die übrigen fünf Reiter, Jörg Sievertsen, Daniel Ostendorf, Jakob Kock-Evers, Hansjörg Böhner und Michael Meinig, erlaubten sich jeweils einen Abwurf und brachten sich so um die Chance, bei passabler Zeit eine noch bessere Platzierung zu erreichen.

Traditionell widmet sich der RV Kollmar innerhalb der Horster Pferdetage einen ganzen Tag lang dem Reiternachwuchs und den jungen Talenten. Auch diesmal saßen am so genannten Ponytag zahlreiche Kinder und Jugendliche im Sattel, die zum Teil erstmals Turnierluft schnupperten. Nicht alle hatten den gewünschten Erfolg, aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen. Insofern ist es dem Veranstalter hoch anzurechnen, wie er den Ponytag ausfüllt und dass er den Jüngsten die Möglichkeit gibt, sich vor Publikum zu präsentieren. Und wenn es dann eine Schleife gab, war den Jungen und Mädchen schon anzusehen, dass sie vor Stolz platzten. Das war bei den Führzügelwettbewerben nicht anders als bei den Stilspringen für Ponys und Pferde oder bei den vielen Reiterwettbewerben.

Einen besonderen Rang innerhalb des Ponytages hatte das abschließende Mannschaftsspringen der Klasse E, für das zwölf Teams - zum Teil aus verschiedenen Reitvereinen und Ställen zusammengesetzt - genannt hatten. Mit seiner Bemerkung, das Mannschaftsspringen sei "eine mit viel Stimmung und Emotionen verbundene Attraktion", traf Platzsprecher Alf Bartholomäus dann auch den Nagel auf den Kopf: Was die insgesamt 51 Paare, aufgeteilt in vier Gruppen, dem Publikum boten, war sowohl von den Bildern als auch vom Sportlichen Niveau her von hohem Unterhaltungswert. Nicht jedes Paar absolvierte den Parcours mit seinen insgesamt neun Sprüngen in rekordverdächtiger Zeit, aber 32 blieben am Ende ohne Abwurf.

Zu denen, die einen Nuller zustande brachten, gehörten auch alle Reiter der "Kollmaraner Marschbauern", die letztlich knapp vor dem RuFV Elmshorn lagen. Am Ende waren Michelle Brammann, Cora Bartholomäus, Marisa Kersten und Maximilian Hernando 1.26 Sekunden schneller als die Konkurrenz aus dem Kreis Pinneberg. Das verleitete Alf Bartholomäus dann zu der wohl treffenden Aussage: "Die Marschbauern können nicht nur pflügen, sie können auch reiten."

Publikumsliebling innerhalb Prüfung war zweifellos Johanna Beckmann, die mit Windhoeks Joysveen für "Forest Jump" ritt und dem Publiukum als eine der Kleinsten und Jüngsten viel Spaß bereitete. Sie wurde von Alf Bartholomäus mit folgenden Worten angekündigt: "Meine Damen und Herren - Anschnallen, jetzt gehts los!" Zu weit hergeholt war die Aussage nicht, denn Johanna Beckmann ließ ihrem Pony freien Lauf und bewältigte den Parcours bei fehlerfreiem Ritt in zweitschnellster Zeit (47.03 sec.). Geringfügig besser war nur noch Paula Luplow auf Pocahontas, die drei hundertstel Sekunden schneller ritt und ebenfalls ohne Abwurf blieb.

Nach dem Sieg der "Marschbauern" eine aufgeräumte Trainerin - Martina Rehder stellte heraus, dass sie mit einem Sieg ihrer Mannschaft nicht gerechnet habe: "Hier sind immer viele Gute, und es ist schwer zu gewinnen." Doch letztlich sei auch ihr Team gut gewesen. Eine besondere Taktik hatte sie vor dem Start nicht ausgegeben: "Jeder gab Stulle und ist Alles oder Nichts geritten." Nur so sei es den Reitern vom RV Kollmar erstmalig gelungen, ein Mannschaftsspringen auf eigenem Platz zu gewinnen.

Als Mannschaftssieger trat auch der RuFV Elmshorn hervor, der den Kombinierten Wettkampf für Reitabteilungen mit 57.00 Punkten knapp vor dem RV Geesthof (56.80) und dem RV Lutzhorn (54.70) gewann.

Erstmals im Programm der Horster Pferdetage - Prüfungen im Rahmen des Schleswig-Holsteinischen Pony-Cup. Sowohl in der Stilspringprüfung Klasse A** als auch in der Springprüfung Klasse L spielten Marieke Reimers vom RuFV Nutteln eine gute Rolle: Sie belegte jeweils den zweiten Platz und musste sich in beiden Prüfungen lediglich Davina Nickel vom RFV Großenwiehe geschlagen geben. Ergebnisse im Internet unter www.rv-kollmar.de/?Download

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