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Basketball : „Hoffe auf eine neue Siegeserie“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Flügelspieler Adrian Breitlauch kann sich auch eine weitere Saison bei den Eagles vorstellen.

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erstellt am 06.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Er wurde vermisst in der Hinrunde. Doch jetzt ist Adrian Breitlauch wieder zurück vom Auslandssemester in Uganda. Seit 2012 spielt der 21-Jährige, der in Kiel Betriebswirtschaft studiert, bei den Sport-Club Itzehoe Eagles. Heute Abend erwartet er mit ihnen in der 2. Basketball-Bundesliga ProB die VfL AstroStars Bochum am Lehmwohld. Im Interview spricht der Flügelspieler über seine Zeit in Afrika, die erste Saison in der 2. Bundesliga ProB und seine Zukunft.

Wie fühlt es sich an, wieder hier zu sein?

Breitlauch: Es ist gewöhnungsbedürftig, ich muss erstmal wieder ein bisschen reinkommen. Aber es macht auf jeden Fall mit der Mannschaft total Spaß. Ich habe auch das Gefühl, dass mit Renaldo (Neuzugang Renaldo Dixon aus Kanada, d. Red.) und mir noch ein wenig frisches Leben in die Mannschaft hineingekommen ist. Es lief ja davor nicht ganz so gut, allerdings jetzt dank der wichtigen zwei Siege wieder besser, und ich hoffe, dass wir erneut eine Serie starten können!

Gewöhnungsbedürftig – bezieht sich das auf das Sportliche oder auch auf das Leben in Deutschland allgemein?

Sowohl als auch. Sportlich, weil ich die letzten fünf Monate nicht richtig Basketball auf hohem Niveau gespielt habe und deswegen erst wieder in den Trainingsrhythmus mit viermal Training in der Woche hineinkommen muss – aber ich denke, das läuft schon ganz gut. Ansonsten ist es mir hier ganz einfach viel zu kalt (lacht).

Wie lassen sich die Monate in Afrika zusammenfassen?

Es war für mich eine tolle Erfahrung. Zwar hat es leider nicht geklappt, dass ich dort Basketball spielen konnte. Aber es war sehr interessant, Uganda, die Menschen und einen anderen Lebensstandard kennen zu lernen. Da gewinnt man viele Eindrücke, und ich glaube auch, dass mir die hier weiterhelfen, basketballtechnisch und auch beim Leben allgemein im Sinne von: Wie geht man mit Menschen um, wie mit Emotionen? Man darf sich von Situationen nicht zu sehr beeinflussen lassen. Auch im Basketball: Das ist im Endeffekt einfach nur ein Spiel, das muss man sich immer wieder vor Augen halten und sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen.

Das heißt, es geht darum, afrikanische Offenheit und Lockerheit zu leben?

Auf jeden Fall. Was ich da gelernt habe: Stress ist einfach nicht existent. Das versuche ich hier auch. Natürlich wird man emotional auf dem Spielfeld, aber wenn man mit Ruhe an die Sachen herangeht, kann man sie auch einfacher lösen.

Was erwartest du für den Rest der Saison?

Unser erstes großes Ziel ist, dass wir die Play-Offs schaffen. Ich sehe unsere Mannschaft da auf einem guten Weg. Wir haben in den vergangenen Wochen sehr gut trainiert, die Stimmung in der Mannschaft stimmt. Renaldo haben wir toll integriert, und er wird uns auch sehr weiterhelfen. Die ersten wichtigen Schritte haben wir getan gegen Magdeburg und die Sixers. Und wenn man erst einmal in den Play-Offs ist, ist auch alles möglich. Dann gehen wir nicht da rein, um in der ersten Runde rauszufliegen. Nach oben sind keine Grenzen.

Und was machst du in der kommenden Saison?

Es steht noch nicht ganz fest. Ich muss allerdings mein Studium in Kiel noch beenden. Vielleicht werde ich nach Itzehoe ziehen und mich voll auf Basketball in Itzehoe fokussieren. Aber ich bin erst kurz wieder in Deutschland, genaue Gedanken habe ich mir darüber noch nicht gemacht. Mein erstes Ziel ist es, bei den Eagles Fuß zu fassen, bevor ich mich um die nächste Saison kümmere.

Aber die Fans dürfen begründete Hoffnung haben, dich auch in der kommenden Saison im Eagles-Trikot zu sehen?

Die Hoffnungen dürfen da sein, ja (lacht). 

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