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Deutsche Meisterschaften im Halbmarathon in Husum : Hingstheider Senioren-Team Vierter

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viktor Kirsch ebenfalls Vieter in seiner Altersklasse – Ute Krause Sechste

Deutsche Meisterschaften im Halbmarathonlauf (21,1 km): An der von der LAV Husum ausgerichteten Veranstaltung auf flachem Kurs im Husumer Gewerbegebiet beteiligten sich auch Aktive des LC Oase Hingstheide (LC) und des SC Itzehoe (SCI). Und die schnitten bei stürmischem Wetter besser als erwartet ab: Während die Hingstheider Senioren-Mannschaft (M40/45) in der Besetzung Viktor Kirsch, Andreas Ehlers und Lars Lassen Vierter wurde und mit Viktor Kirsch zudem den Vierten in der Einzelwertung M40 stellte, belegte Ute Krause (SCI/W45) in ihrer Altersklasse den sechsten Rang. Fünfter Steinburger Starter war Bode Praefke (LC/M55). Er wurde in seiner Klasse Dreizehnter.

Gesucht wurden innerhalb der Veranstaltung auch die neuen Landesmeister über die 21,1 Kilometer lange Distanz: Viktor Kirsch sowie das LC-Team M40/45 sicherten sich wie Ute Krause den Titel, und Bodo Praefke fuhr mit dem Vizemeistertitel nach Hause. Zudem wurden Andreas Ehlers (M40) Fünfter und Lars Lassen (M40) Sechster. In der Mannschaftswertung der Männer landeten die Hingstheider am Ende auf Platz vier.

Alles in allem also respektable Platzierungen, die sich die kleine Steinburger Langstreckler-Schar auf ihrer Habenseite hatte gutschreiben lassen können. Und dennoch hätte zumindest das Mannschaftsergebnis der DM-Wertung für die Seniorenläufer aus Hingstheide besser sein können. Angetreten waren Viktor Kirsch, Andreas Ehlers und Lars Lassen, um sich Deutschland weit unter den besten zehn Teams der Altersklasse M40/45 zu platzieren. Da müsste ein vierter Platz in 4:07:35 Stunden doch wahre Jubelstürme entfacht haben? Eigentlich schon: Doch angesichts der Tatsache, dass sich Lars Lassen ab Kilometer elf mit muskulären Problemen herumplagte und Gehpausen einlegen musste, ist der vierte Rang nicht das, was der wahren Hingstheider Leistungsfähigkeit entspricht. Lars Lassen dürfte aufgrund der gesundheitlichen Probleme auf der Strecke mindestens fünf Minuten verloren haben. Und das kostete auf jeden Fall Platz drei, wenn nicht sogar die Silbermedaille. Am Ende waren die Mannschaften aus Essen (3. in 4:05:27) und Bremen (2. in 4:02:46) jedenfalls nicht so weit weg, wie die nackten Ergebnisse es vermuten lassen.

Nach dem Rennen sagte Lars Lassen im Gespräch mit unserer Zeitung: „Die Probleme waren so gravierend, dass ich eigentlich aussteigen wollte. Dabei war ich bis Kilometer elf gut mit dabei.“ Entschieden habe er sich deshalb anders, weil die Mannschaft im Falle seiner Aufgabe gesprengt worden und sein Club dann nicht in die Wertung gekommen wäre. Ihm sei klar, dass eine Zeit von 1:27:52 Stunden „unterirdisch“ ist: „Aber was zählt, ist das Mannschaftsergebnis.“ Und dafür hätte er sich dann auch „gequält“.

Angereist nach Husum waren die anderen Hingstheider – sie hatten die Deutschen Meisterschaften nur deshalb auf der Rechnung, weil die nationalen Titelkämpfe im Norden veranstaltet wurden – direkt aus einem Trainingslager bei Cloppenburg, wo sie bis zu viermal täglich trainiert hatten. Deshalb konnte es von der Systematik her auch gar nicht anders sein, dass Viktor Kirsch (1:18:11), Andreas Ehlers (1:21:33) und Bodo Praefke (1:28:28) auf der Strecke Tribut zahlen mussten: Senioren-Europameister Viktor Kirsch (5000 Meter) betonte: „Ich hatte für Husum individuell kein großes Ziel angestrebt, denn ich konzentriere mich in erster Linie auf die Senioren-Weltmeisterschaften im August in Frankreich. Unter den heutigen Voraussetzungen bin ich mit meinem Ergebnis zufrieden.“ Eine Zeit von 1:16:40 Stunden, wie kürzlich in Kiel, habe er in Husum nicht laufen können.

Andreas Ehlers sagte: „Ich wollte bei meinem ersten Rennen in diesem Jahr schon besser sein, doch es funktionierte nicht. Ich hatte im Rennen zwar keine Probleme, aber ich kam nicht auf das gewünschte Tempo.“

Bodo Praefke stellte über seine Leistung heraus: „Ich befinde mich in der direkten Vorbereitung auf den Hamburg Marathon und hatte diese Zeit auch erwartet.“ Und mit Blick auf das hinter ihm liegende Trainingslager in Niedersachsen meint er: „Das letzte Mal, dass ich mehrmals am Tag trainiert hatte, liegt über 40 Jahre zurück.“ Für ihn war das ungewohnt: „Ich trainiere sonst viermal pro Woche.“

Richtig zufrieden war Ute Krause, die sich ihren sechsten Platz bei der DM in 1:36:36 Stunden mit Überlegung erlief: Sie hörte zwischendurch, dass die 100 Meter vor ihr her laufende Dr. Eva Schönefeld (1:36:54) aus Münster derselben Altersklasse angehört: „An sie wollte ich danach unbedingt herankommen“, dachte sich die Itzehoerin und ging einen guten Kilometer vor Schluss an ihrer Konkurrentin vorbei. „Sie hatte dann auch nicht mehr die Kraft, mir zu folgen, und wusste wohl auch nicht, dass wir derselben Klasse angehören.“ Erhalten hatte Ute Krause den wichtigen Hinweis auf das Alter der Konkurrentin über den Stadionsprecher, der die Münsteranerin zu Beginn der letzten Runde als Seniorenläuferin extra erwähnte. „Was wohl passiert wäre, wenn er auch mich erwähnt hätte, darüber kann ich nur spekulieren“, sagte Ute Krause, die vor dem Rennen gehofft hatte, Platz acht zu belegen. Sie hatte sich zwar vorgenommen, eine Zeit von 1:35 Stunden zu laufen („Daraufhin hatte ich mein Training auch ausgerichtet“), doch angesichts des starken Windes auf der Strecke sei das am Veranstaltungstag nicht möglich gewesen.

 

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erstellt am 14.Apr.2015 | 05:00 Uhr

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