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Handball-Landespokal : Herzhorn zieht sich achtbar aus der Affäre

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In eigener Halle unterliegen die MTV-Männer dem Drittligisten THW Kiel II mit 22:28.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 16:30 Uhr

Die Pokalsensation blieb aus: Die Handballer des MTV Herzhorn unterlagen im HVSH-Viertelfinale dem THW Kiel II mit 22:28 (11:14). Obwohl man gegen den zwei Klassen höher spielenden Drittligisten nicht ernsthaft mit einem Sieg gerechnet hatte, saß die Enttäuschung tief, denn das Herzhorner Rumpfteam kämpfte aufopferungsvoll. Man sah, was mit einem kompletten Kader möglich gewesen wäre, denn die Gäste aus Kiel wussten keineswegs rundum zu überzeugen. „Ich muss die Enttäuschung erst einmal verdauen. Meine Männer sind sehr couragiert aufgetreten, waren aber zu nervös und warfen zu viele Bälle weg“, so Trainer Jens Timm.

In den ersten 30 Minuten boten die Hausherren einen tollen Pokalfight, in dem sie durchaus gute Chancen hatten und sich als ebenbürtig erwiesen. Zwei Treffer von Lutz Wamser sorgten für das 2:0 und der Herzhorner Fanblock jubelte. Doch die Gäste glichen in der 5. Minute aus und gingen ihrerseits in Führung. Es entwickelte sich ein Spiel, in dem es knapp Tor um Tor ging. Die Herzhorner wussten insbesondere kämpferisch voll zu überzeugen. Auch der Abwehrblock mit Lutz Wamser, Jörn Burghauser und Ludger Lüders stand sicher. In der 19. Minute lagen erneut die Blau-Gelben nach einem herrlichen „Wackler“ von Stephan Hinrichs vorne (8:6). Doch es blieb eng und die Partie wogte hin und her. Fehler durften sich die Schützlinge von Jens Timm keine erlauben, sie wurden gnadenlos über den Gegenstoß bestraft. Und so kam es zum Ende der ersten Halbzeit: Nach dem 11:11 (26.) durch Theo Boltzen setzten sich die Gäste bis zum Pausenpfiff noch auf 14:11 ab.

Nach dem Seitenwechsel dominierten dann immer mehr die Kieler, wenngleich die Gastgeber durchaus ihre Chancen hatten. Doch sie agierten zunehmend nervös und immer wieder schlichen sich technische Fehler in ihr Spiel. Kiel erhöhte schnell auf 16:11, erst in der 35. Minute verkürzte Theo Boltzen per Strafwurf auf 12:16. Diesem Rückstand liefen die Blau-Gelben über die gesamte zweite Hälfte hinterher, mal betrug er ein wenig mehr, mal etwas weniger. Doch es zeichnete die Herzhorner Rumpfmannschaft aus, dass sie nie aufsteckte und sich immer mal wieder herankämpfte. So vergaben die Youngster innerhalb weniger Minuten fünfmal frei vor dem gegnerischen Tor. Hätte man diese Bälle verwandelt, wäre vielleicht noch etwas drin gewesen. So jedoch blieben die Gastgeber chancenlos und die Partie wurde zum Ende hin immer zerfahrener auf beiden Seiten. Fehlabgaben und technische Fehler häuften sich und mit 22:28 unterlagen die Timm-Schützlinge zwar deutlich, doch in Anbetracht der derzeitigen personellen Möglichkeiten zogen sie sich mehr als achtbar aus der Affäre.

 

MTV Herzhorn: Marc Saggau, Tjark Bernhard – Ludger Lüders, Lutz Wamser 3, Lukas Olde, Lasse Janke, Jörn Burghauser 3, Fynn Engelbrecht-Greve, Stephan Hinrichs 8, Christian Fahl 2, Theo Boltzen 6, Birger Dittmer, Johan Holst

Zeitstrafen: 1/3.

SR: Koch/Rathje (Kieler MTV)

 

 

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