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Handball : Herzhorn ohne jede Chance

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Oberliga-Männer des MTV verlieren nach schwacher Angriffsleistung deutlich mit 16:35 gegen die SG WiFt, der Klassenverbleib ist aber dennoch gesichert.

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erstellt am 20.Apr.2015 | 05:05 Uhr

Aus eigener Kraft wollten die Oberliga-Handballer des MTV Herzhorn gegen den Tabellendritten SG Wittorf/Neumünster die letzten, rein rechnerischen Zweifel am Klassenverbleib beseitigen. Ein Punkt hätte im drittletzten Saisonspiel dafür gereicht, aber die Gäste aus der Schwalestadt waren nicht gewillt, den ihnen dabei zugedachten Part zu spielen. Im Gegenteil: Stattdessen landeten sie mit 35:16 (14:8) einen wahren Kantersieg und bereiteten den Herzhornern vor rund 200 Zuschauern ein so lange nicht erlebtes Debakel. Für die Neumünsteraner war es nach dem Hinspielsieg (26:23) und dem Erfolg im Landespokal-Halbfinale (34:26) bereits der dritte Triumph über Herzhorn in dieser Saison. „Bis auf Theo Boltzen war unser Angriff weitgehend ein Totalausfall“, erkannte MTV-Betreuer Holger Fehlau. „Dagegen hat uns Neumünster mit seinen schnellen Leuten gnadenlos abgeschossen.“

Schon früh ließen die Gäste erkennen, dass sie durchaus mit der nötigen Einstellung zu Werke gehen würden, obwohl es für sie in dieser Partie nur noch um die Aufbesserung ihrer Saison-Statistik ging. Die Schützlinge des scheidenden Herzhorner Coaches Jens Timm waren dagegen nur in der Anfangsphase ein ebenbürtiger Gegner. Lediglich bis zum 5:5 (16.) agierten beide Teams noch auf Augenhöhe, dann setzten sich die Gäste mit einem fulminanten 8:0-Lauf auf 13:5 (26.) ab. Mit konsequenter Abwehrarbeit und guter Torhüterleistung entschärfte die SG den sonst deutlich effektiveren Herzhorner Rückraum und kam über die erste und zweite Welle zu vielen leichten Toren.

Der MTV verzweifelte dagegen zunehmend in seinem Angriffsspiel – kaum etwas von dem, was die Herzhorner versuchten, gelang. Immerhin kamen die Timm-Schützlinge bis zur Pause noch einmal bis auf 8:14 heran. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang wäre vielleicht noch etwas drin gewesen.

Doch die blieb trotz aller guten Vorsätze komplett aus. Das Herzhorner Angriffs-Spiel blieb auch nach dem Kabinengang fehlerbehaftet. Dagegen ließen die Gäste trotz des schon komfortablen Vorsprungs die Zügel nicht schleifen, agierten weiter hochkonzentriert und lösten bei ihrem mitgereisten Fanklub mit einem weiteren 8:0-Lauf zum 22:8 (41.) pures Entzücken aus. Spätestens jetzt waren jegliche Zweifel am Ausgang der Partie beseitigt.

Die wackeren Gastgeber-Anhänger vom MTV-Fanklub „Hölle Nord“ leisteten zwar weiter vollen stimmlichen Einsatz und forderten ihr Team zum Kämpfen auf, doch die Herzhorner konnten versuchen, was sie wollten – an diesem „gebrauchten“ Tag gelang ihnen einfach keine Wende mehr. Dafür waren die torlosen Phasen vor und nach der Pause (zwölf und elf Minuten) einfach zu lang.

Grund zur Freude gab es gestern Abend aber dennoch für die Herzhorner: Wegen der 24:31-Niederlage der HSG Eider Harde beim Tabellenzweiten HSV Hamburg II können die Steinburger (19:29 Punkte) zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr von dem Team aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde (13:35) eingeholt werden und haben nun doch den Klassenverbleib sicher.

MTV Herzhorn: Saggau, Bernhard, Ataman – Lüders (1), Wamser (1), Clasen (1), Janke (2), Holst, Burghauser, Hinrichs (2), Boltzen (5), Dittmer (3), Timm (1), Krebs.

Torschützen WiFt: Binnewies (2), Haß (1), Lehmann (2),Henrich (3), Sellmer (2), L. Bente (6), Stock (3), Plöhn (8), Rostock (1), Kobs (1 Siebenmeter), Rahn (4/3), Koslowski (2).

Spielfilm: 1:0 (1.), 3:2 (8.), 5:4 (15.), 5:13 (26.), 7:13 (28.), 8:14 (HZ), 9:23 (41.), 11:27 (45.), 16:34 (59.), 16:35 (Endstand).

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