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Handball : Herzhorn mit neuem Trainer-Duo

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Olaf Winter und Nils Brämer übernehmen das Kommando bei den Oberliga-Handballerinnen des MTV. Heute Abend geht es zum Auftakt gegen Niendorf.

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erstellt am 15.Sep.2017 | 13:06 Uhr

Die kribbelige Vorfreude wächst, bald geht es wieder los: Auch die Handballfrauen des MTV Herzhorn steigen wieder in den Pflichtspiel-Betrieb ein. Zu ungewohnter Zeit – bereits heute Abend (ab 20 Uhr) – erwarten die Herzhornerinnen den Hamburger Aufsteiger SG Niendorf/Wandsetal in eigener Halle zum Punktspielstart in der Oberliga.

Das Ganze geschieht unter besonderen Vorzeichen, denn für den langjährigen Coach Michael Janke übernahm nun mit Olaf Winter ein Trainer die Damen in Blau-Gelb, der bisher noch keine besondere Verbindung zum MTV Herzhorn hatte. Der 41-jährige gehört eigentlich zum Urgestein der HSG Horst/Kiebitzreihe. Doch die Aussicht, eine gänzlich andere Aufgabe als die bisher gewohnten im Leistungsbereich zu übernehmen, bot einen großen Reiz. Zudem ergab sich hier die Chance, die schon länger geplante Zusammenarbeit mit seinem Handball-Kumpel Nils Brämer (38) zu realisieren. Beide sammelten sowohl als Spieler wie als Trainer höherklassige Erfahrung.

Die gegenseitige Anpassung zwischen Trainerduo und Mannschaft ist dabei zur allseitigen Zufriedenheit abgeschlossen. „Meine anfänglichen Bedenken verflogen schnell“, sagt Winter. „Schon mit dem ersten Training lief das alles sehr harmonisch. Sowohl ich als auch Nils sind sehr gut aufgenommen worden.“

Auch die Vorbereitungsphase verlief eigentlich sehr gut. Das Trainerduo war bemüht, der Mannschaft möglichst abwechslungsreiche Impulse während der Übungseinheiten sowohl im Kraft-Ausdauer- als auch im Taktik-Bereich anzubieten. Winter: „Die Beteiligung war immer sehr gut.“

Dennoch verlief nicht alles störungsfrei. Beim Turnier in Delve im Juli verletzte sich Maike Langenberg, der Winter eine zentrale Rolle in Abwehr und Angriff zugedacht hatte. Sie zog sich dabei einen Knorpelschaden im Knie zu. „Ich wollte nicht riskieren, dass wir sie zu früh einsetzen, und sie dann längerfristig ausfällt“, sagt Winter. Noch schlimmer erwischte es Außenspielerin Joele Riedeberger. Die 20-Jährige fällt mit einem Kreuzbandriss für viele Monate aus. An genau dieser Verletzung laboriert seit Ende der vergangenen Saison auch noch Carina Lipp. Mit ihrem Einsatz ist wohl erst zur Rückrunde im Januar zu rechnen. Zudem hatte sich Kreisläuferin Sarah Baudzus vor einigen Wochen einen Finger gebrochen. Angesichts des Verletzungspechs müsse das noch ein bisschen stärker zusammenrücken, sagt Winter.

Beeindruckt war der neue Coach über die Mentalität und den Trainingseifer im Team. „Die, die da waren, haben wirklich Gas gegeben.“ Und auch von einer anderen Eigenschaft seines Teams war er angetan. „Die mögen es nicht, zu verlieren. Dann ziehen sie extra noch mal an.“

Außerdem gibt es auch gute Nachrichten aus dem „MTV-Hospital“, denn Torhüterin Mareike Struck ist nach überstandenen gesundheitlichen Problemen wieder voll dabei. Auch Svenja Mevert als die Nummer 2 im Herzhorner Gehäuse hat sich in den letzten Wochen laut Winter gesteigert.

Natürlich dämpfen die Verletzungen die Herzhorner Erwartungen in Sachen Saisonziel. „Ich sehe Mannschaften wie Altenholz, AMTV Hamburg oder Alstertal ganz vorn“, sagt Winter. „Daran sollten wir uns nicht messen. Für uns geht es ganz klar um den Klassenverbleib.“ Um so wichtiger ist für das Selbstvertrauen ein guter Start in die Spielzeit. Wenn man nach den Auftaktspielen gegen Niendorf/Wandsetal (h), Altenholz (a), Todesfelde/Leezen (h), Bredstedt (a) und AMTV Hamburg (a) ein annähernd ausgeglichenes Punktekonto hätte, wäre das schon eine gute Basis für die weitere Saison, glaubt Winter.

Als größte Stärke seines Teams neben dem Kampfgeist sieht Winter das Tempospiel über die erste und zweite Welle. Mit Yana Hesse und Lina Hinze verfüge man immer noch über zwei unglaublich schnelle Außenspielerinnen. Zudem seien die beiden Torhüterinnen Mareike und Svenja Mevert in der Lage, jederzeit den tödlichen Pass nach vorn zu spielen.

Den würde Winter natürlich möglichst oft auch schon heute gerne sehen, wenn es ab 20 Uhr in eigener Halle im Liga-Auftakt gegen die SG Niendorf/Wandsetal geht. Der Hamburger Aufsteiger, übrigens mit der langjährigen Herzhornerin Janna Wilcke im Team, dürfte ein Mitkonkurrent im Kampf um den Klassenverbleib sein – ein frühes Schlüsselspiel also. Dafür sind Maike Langenberg und Sarah Baudzus auch wieder im Herzhorner Kader.

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