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Handball : Herzhorn gibt Führung aus der Hand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Oberliga-Aufsteiger MTV muss sich nach 26:22-Vorsprung noch mit Unentschieden gegen HG Hamburg-Barmbek begnügen.

Sieg verschenkt! Anders lässt sich der Saisonstart des MTV Herzhorn in der Handball-Oberliga nicht bezeichnen. Die Blau-Gelben trennten sich in eigener Halle mit 26:26 (14:13) von der HG Hamburg-Barmbek, nachdem die Herzhorner in der 58. Minute noch mit vier Toren führten. „Hier hat die Mannschaft ihrer Jugend Tribut gezollt“, so Betreuer Holger Fehlau. Vor rund 200 Zuschauern lieferten die Gastgeber eine ansehnliche Leistung, die jedoch auf einigen Gebieten durchaus noch verbesserungsfähig ist. Gefallen hat auf jeden Fall die tolle kämpferische Einstellung, mit der man Mitte der zweiten Hälfte einen Rückstand wettmachte.

Herzhorn begann solide. Lutz Wamser brachte sein Team sofort mit 1:0 in Führung. Und die Blau-Gelben bewahrten lange Zeit die Führung. Ludger Lüders mit dem 4:2 (5.) und Birger Dittmer mit dem 7:4 (10.) sorgten dafür, dass die Gäste auf Distanz blieben. Da zudem Mehmet Atamann zwischen den Pfosten eine starke Partie lieferte und einige hundertprozentige Chancen vereitelte, durfte Trainer Jens Timm zur Pause mit dem 14:13 durchaus zufrieden sein, wenngleich nach dem 14:11 (27.) einige Herzhorner Fehlversuche dazu führten, dass die Hamburger zur Halbzeit dicht herankamen.

Nach dem Wiederanpfiff lief es zu Beginn erst einmal gar nicht. Die Gastgeber hatten große Probleme mit der nun offensiven Abwehr ihrer Gegner und gerieten innerhalb kurzer Zeit mit 14:15 in Rückstand. Und bis Mitte der zweiten Halbzeit liefen sie diesem Rückstand hinterher (45., 19:21). Dann folgte jedoch eine ganz starke Phase der Hausherren, die mit tollem kämpferischen Einsatz das Blatt wendeten. Drei Treffer in Folge von Lutz Wamser, Jannes Timm und Lasse Janke sorgten in der 48. Minute für das 22:21. Da zudem die Herzhorner Abwehr hervorragend arbeitete, stand die Schlussphase der Partie ganz im Zeichen der Timm-Schützlinge. In der 58. Minute führten sie sicher mit 26:22. Betreuer Holger Fehlau: „ Ich habe entspannt mein Heft zusammengeklappt und die ´Hölle Nord´ feierte bereits den Sieg.“ Doch es kam ganz anders: Hamburg spielte, um zu retten, was zu retten war, eine offensive Manndeckung und brachte damit die junge Truppe ihrer Gastgeber völlig aus dem Konzept. Zudem waren die Herzhorner die letzten zwei Minuten in Unterzahl und so nahm das „Verhängnis“ seinen Lauf. Tor um Tor verkürzte die HG, es gab einige strittige Entscheidungen gegen die Blau-Gelben. Am Ende hatten die Gäste innerhalb von zwei Minuten vier Tore wett gemacht und sich ein Unentschieden gerettet.

MTV Herzhorn: Marc Saggau, Mehmet Atamann, Ludger Lüders 1, Lüders Wamser 3, Kristof Kossow, Jannes Timm 5, Arne Clasen 2, Lasse Janke 2, Johann Holst, Jörn Burghauser 1, Stephan Hinrichs 1, Theo Boltzen 6 (3), Birger Dittmer 5

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