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Leichtathletik : Herzhorn eröffnet den Steinburg-Cup

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim 10. Hühnerbrückenlauf gewinnen Ute Krause und Alexander Schilling die lange Strecke, Johann Grell und Xhevat Krasniqi sind auf der Mitteldistanz siegreich.

Die zehnte Auflage des Hühnerbrückenlaufs war gleichzeitig der Startschuss für die diesjährige Steinburg-Cup-Saison. Bei bestem Laufwetter setzten sich in Herzhorn diejenigen durch, die bereits in der Vergangenheit für schnelle Zeiten gesorgt hatten. Über 9,9 Kilometer waren das Ute Krause (43:24) und Alexander Schilling (34:58), und über 5,3 Kilometer waren Johanna Grell (21:58) und Xhevat Krasniqi nicht von der Spitze zu verdrängen. Allen gemeinsam: Sie siegten mit deutlichen Vorsprüngen.

Im Rennen der Männer über 5,3 Kilometer bestimmte zunächst Marten Thee das Tempo an der Spitze und setzte sich mit schnellen Schritten bald deutlich ab. Das brachte die Favoriten aber nicht aus der Spur. Im Gegenteil: Nach zwei Kilometern übernahm Xhevat Krasniqi, der nach Unterbrechung wegen seines Sportstudiums wieder voll im Laufgeschehen steckt, die Spitze und gab die führende Position bis zum Schluss nicht wieder ab. Hinter ihm drängte insbesondere Tom Lienau (19:11) nach, der den lange Zeit mit dem späteren Sieger zusammenlaufenden Marcel Krüger (19:31) bei Kilometer drei überholte. Trotz der Niederlage: Unzufrieden war Tom Lienau mit seinem Rennen nicht. Er hielt sich zunächst hinter dem späteren Vierten, Tim Berkhahn (19:36), auf und wählte dann das Tempo, das ihn letztlich an die zweite Stelle führte.

Wesentlich spannender war der Kampf um Platz drei, denn Tim Berkhahn zog 800 Meter vor Schluss an Marcel Krüger vorbei und verschaffte sich zunächst etwas Luft, die ihm Marcel Krüger offensichtlich aber nicht gönnte: Auf der Schlussgeraden lieferten sich beide ein spannendes Duell, das Marcel Krüger letztlich für sich entschied. Ausgepowert fielen beide im Ziel um wie die Fliegen. Dieser Einsatz imponierte insbesondere Andreas Ehlers. Der Trainer der LC Oase Hingstheide meinte angesichts der Szene: „So soll es sein.“

Bei den Frauen hatte Johanna Grell ein leichtes Spiel. Die hoffnungsvolle Nachwuchsläuferin setzte sich von Beginn an kontinuierlich ab und siegte unangefochten vor Kira Kardel (24:19) und Johanna Labuj (25:13). Ihre gute Form, so Johanna Grell, verdanke sie insbesondere ihrem intensiven Training in den Osterferien. Mit Blick auf das Herzhorner Rennen und ihrem Sieg sagte sie: „Das war gut.“

Nachdem Alexander Schilling Ende des vergangenen Jahres wegen einer Knieverletzung drei Monate lang pausieren musste, scheint er wieder zu alter Form zurückgefunden zu haben. Jedenfalls hatte der Hingstheider keine Mühen, Andreas Ehlers (35:47) und Kai Neumann (35:54) auf die Plätze zu verweisen. Im Ziel berechtigte Freude beim Sieger: „Es ging wunderbar, ich bin sofort so gelaufen wie ich wollte – 3:35 Minuten im Schnitt und zum Schluss noch etwas schneller.“

Taktisch besser als noch in der Vergangenheit eingestellt, lief Kai Neumann fast bis zum Schluss auf Augenhöhe mit Andreas Ehlers. Das beflügelte den Itzehoer offenbar, so dass er den Spurt möglicherweise etwas zu früh anzog. Ganz der alte Fuchs, ließ sich Andreas Ehlers von dieser Variante aber nicht verblüffen und konterte kurz vor dem Ziel in entscheidendem Maße und lief hinter Alexander Schilling als Zweiter über die Ziellinie. Ungewohnt war diese Art Nehmerrolle für Andreas Ehlers dennoch: „Ich hatte schon zwischendurch versucht, von Kai wegzukommen. Das hatte ich nicht geschafft, denn Kai läuft immer besser.“

Das Rennen der Frauen wurde zunächst von Frederike Hüffer (45:27) bestimmt, die aber nicht die läuferischen Möglichkeiten hatte, Ute Krause über die volle Distanz zu dominieren. Nach 800 Metern machte die Sechste der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften (W45) Ernst und zog an ihrer Konkurrentin vorbei. Dass der Mut von Frederike Hüffer nicht mit Rang zwei belohnt wurde, lag an Katja Pohlmeyer (45:03), die zwei Kilometer vor Schluss an der 17-Jährigen Hobby-Läuferin aus Kaaks vorbeizog: „Es war mir nicht möglich, mit Katja mitzugehen. Zum Schluss war einfach die Luft raus“, bekannte Frederike Hüffer unumwunden. Etwas Anderes hatte bei Kilometer acht Katja Pohlmeyer vermutet: „Da hatte ich noch gedacht, Frederike läuft nach dem Grundsatz ‚Alter vor Schönheit’“, scherzte die 45-Jährige aus Brokstedt.

Nach der Veranstaltung äußerte sich Gönna Hamann, die den Hühnerbrückenlauf zusammen mit Gerd Sosat, Kim Viehmann und Mareike Struck geleitet hatte und von 26 weiteren Helfern sowie von EDV-Techniker Fynn Kardel unterstützt wurde, zufrieden: Dank der intensiven Vorbereitung habe alles gut geklappt, und es seien noch deutlich mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr gekommen. „Das liegt daran, dass der Hühnerbrückenlauf Teil des Steinburg-Cups ist.“ In den Jahren zuvor seien über die beiden langen Strecken noch nie so viele Aktive an den Start gegangen wie in diesem Jahr – 113 waren es über 5,3 Kilometer und 84 liefen über 9,9 Kilometer mit. Zur Veranstaltung zählten aber auch die 69 Aktiven, die kürzere Strecken gelaufen waren.

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