Handball-Oberliga : Herzhorn Außenseiter beim Meister Alstertal

Ähnlich schwer wie hier dürfte es für Herzhorns Jule Hinze auch gegen die Deckung des Spitzenreiters Alstertal werden.
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Ähnlich schwer wie hier dürfte es für Herzhorns Jule Hinze auch gegen die Deckung des Spitzenreiters Alstertal werden.

MTV-Frauen wollen sich mit gutem Resultat Selbstvertrauen für den Abstiegskampf holen.

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14. April 2018, 05:02 Uhr

Trotz Abstiegskampf gehen die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn (11./15:29) an diesem Wochenende ohne Druck auf die Zielgerade der Saison. Niemand erwartet Wunderdinge von den Schützlingen des MTV-Coaches Olaf Winter, wenn sie am Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) bei Meister und Drittliga-Aufsteiger SC Alstertal/Langenhorn (1./44:0) ihre Visitenkarte abgeben.

Die Hamburgerinnen machten am vergangenen Dienstag den Titelgewinn mit einem 27:22 im Nachholspiel gegen den TSV Altenholz perfekt. Angesichts der Tatsache, dass die „Überflieger“ der Liga bisher noch keinen einzigen Punkt abgegeben haben, sind die Erwartungen der Steinburgerinnen denn auch eher gedämpft. „Für uns geht es darum, dass wir unsere Abläufe weiter verfeinern und uns nicht abschießen lassen“, sagt Olaf Winter. Man wolle möglichst lange dran bleiben, denn schließlich könne man ja auch aus einer achtbaren Niederlage gegen ein Spitzenteam Motivation und Selbstvertrauen ziehen.

Im Hinspiel in eigener Halle war das zeitweise recht gut gelungen. Da reizte man den großen Favoriten mit zum Teil knappen Rückständen schon ein wenig, ehe die Hamburgerinnen dann doch noch die Zügel anzogen und sich auf 34:25 absetzten. Mit Jule Eggers spielt übrigens auch ein ehemaliges Kremperheider Handball-Gewächs beim künftigen Drittligisten. Gemeinsam mit der Herzhornerin Lina Hinze durchlief sie gemeinsam alle Jugendteams.

Aktuelle Ausfälle hat Winter derzeit nicht zu beklagen. Wieder einmal liegt die ganze Last im MTV-Gehäuse allein auf den Schultern von Mareike Struck. Doch das ist die routinierte Torhüterin in dieser Saison mittlerweile gewohnt und sollte sie nicht von einer gewohnt starken Leistung abhalten.

Mit einem guten Ergebnis wollen die Herzhornerinnen dann den Fokus auf die letzten drei Saisonspiele legen. Dann geht es nämlich in den Heimspielen gegen Kiel/Kronshagen (21. April) und TuS Esingen (5. Mai) sowie auswärts bei OKT II (29. April) „um die Wurst“ in Sachen Abstieg.

Die Blau-Gelben gingen übrigens ungewöhnliche Wege, um den Kopf frei zu bekommen. Nach dem Motto von Altmeister Muhammad Ali „Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene“ unterzogen sich die Herzhorner Handball-Damen unter der Woche einer intensiven Boxtrainings-Einheit unter dem Kommando von Timm Rohwedder beim SC Itzehoe. Ob es auch gegen die Übermannschaft hilft?

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