Handball-Oberliga Männer : Heimschlappe gegen das Schlusslicht

Trotz seiner guten Leistung  konnte der Herzhorner Rechtsaußen Torben Voß (l.) die MTV-Niederlage nicht verhindern.
Trotz seiner guten Leistung konnte der Herzhorner Rechtsaußen Torben Voß (l.) die MTV-Niederlage nicht verhindern.

MTV Herzhorn unterliegt überraschend mit 29:30 dem Tabellenletzten Aumühle.

von
16. April 2018, 05:41 Uhr

Das ging daneben: Die Oberliga-Handballer des MTV Herzhorn verloren ihre erste Partie nach der Osterpause in eigener Halle mit 29:30 (12:14) ausgerechnet gegen das Schlusslicht TuS Aumühle-Wohltorf. Damit landete der designierte Absteiger vom Rande des Sachsenwaldes wenige Spieltage vor dem Saisonende seinen ersten Auswärtsieg. Dagegen erhielten die Ambitionen des MTV auf Platz drei einen ordentlichen Dämpfer.

Bei den Blau-Gelben fehlten neben dem langzeitverletzten Theo Boltzen und dem studienbedingt abgewanderten Birger Dittmer auch noch Hendrik Meyn (gesperrt), Lars Wamser (beruflich verhindert) und Torhüter Paul Holst (verletzt). „Das soll aber keine Entschuldigung sein“, sagte MTV-Betreuer Holger Fehlau. „Bei den meisten unserer Spieler hat an diesem Tag die richtige Einstellung gefehlt, obwohl der Trainer vorher durchaus gewarnt hatte.“

Die 120 Zuschauer in der Glückstädter Sporthalle rieben sich verwundert die Augen, als die Gäste über 3:0 (4.) und 6:1 (10.) viel besser aus den Startlöchern kamen. Dann legten die Herzhorner ihrerseits einen 8:1-Lauf hin und drehten die Partie zum 9:7-Zwischenstand in der 22. Minute. Doch die Hoffnung, dass dem Schlusslicht nun allmählich die Luft ausgehen könnte, trog. Die Herzhorner Abwehr stand nicht so kompakt und sicher wie gewohnt, und auch das Torhüterduell ging klar an Aumühle. Fehlau: „Da war fast jeder Schuss ein Treffer, und im Angriff brauchten wir gefühlt drei Versuche für ein Tor.“ So setzte sich Aumühle bis zur Halbzeit wieder auf 14:12 ab.

Im zweiten Durchgang gelang den Schützlingen von Trainer Manfred Kuhnke zügig der Ausgleich zum 14:14 (32.), und beim 19:16 (38.) durch Malte Meisiek durften die Herzhorner Anhänger auf die endgültige Wende zum Guten hoffen. Doch gerade in dieser Phase schied Abwehrstratege Ludger Lüders mit Verdacht auf Sehnenriss im Finger aus, ließ sich ins Krankenhaus fahren und kehrte nach dem Schlusspfiff mit Gips zurück.

Dem Herzhorner Deckungsspiel tat das nicht gut: Aumühle fand nun die Lücken, setzte sich auf 23:20 (48.) ab, und sobald der MTV in Schlagdistanz kam, konterten die Gäste. So nahmen die Aumühler am Ende mit dem 30:29 beide Punkte mit. Lediglich die Herzhorner Haupttorschützen Sebastian Lipp (7), Malte Miesiek (7/2) und Torben Voß (5) stemmten sich gegen die Niederlage – letztlich zu wenig, um die Schlappe abzuwenden. „In der Oberliga musst du halt in jedem Spiel 100 Prozent bringen“, schließt MTV-Betreuer Holger Fehlau sein Fazit. „Wer das nicht tut, kann eben auch gegen den Tabellenletzten verlieren.“


MTV Herzhorn: Mehmet Ataman, Yorvik Olde – Nico Bielefeldt (3/2), Mattes Olde (2), Ludger Lüders, Lutz Wamser (2), Torben Voß (5), Lasse Janke (2), Michel Olde, Sebastian Lipp (7), Marten Most (1), Iven Pfeifers, Malte Miesiek (7/2).

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen