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Basketball : Guter Kampf reicht nicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

SC Itzehoe Eagles verlieren erste Auswärtspartie der 2. Bundesliga ProB in Recklinghausen.

von
erstellt am 06.Okt.2014 | 05:17 Uhr

Es war knapp. Und es war nicht nötig. Die Sport-Club Itzehoe Eagles haben ihr erstes Auswärtsspiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProB verloren. Citybasket Recklinghausen gewann mit 68:65 (19:16, 16:13, 16:16, 17:20).

Ein „typisches erstes Auswärtsspiel in einer neuen Liga“ hatte Eagles-Coach Paul Larysz gesehen. Die Gastgeber spielten nach ihrer Auftaktniederlage in Bochum mit sehr viel Engagement und Einsatz, die Itzehoer hielten mit „sehr guter kämpferischer Leistung“ dagegen. Doch ihnen unterliefen viele Fehler, und beim Zusammenspiel sei das Team noch nicht weit genug, um dennoch so ein Spiel für sich zu entscheiden, stellte Larysz fest.

Zäh fing die Partie für sie an, noch schwieriger wurde es, als Recklinghausen auf eine Ball-Raum-Verteidigung umstellte. „Damit haben sie uns auf dem falschen Fuß erwischt“, meinte Larysz. Der Ball lief nicht gut, das Spiel der Eagles war zu statisch. Unter dem Korb hatten Lars Kröger und Clayfell Harris einen schlechten Tag, auch wenn sich der Engländer steigern konnte. Beide Center mussten zudem sehr schnell unter hoher Foulbelastung spielen, so dass das Konzept der Eagles durchkreuzt war. Das trug nicht zu erhöhter Sicherheit bei, was sich auch in schlechten Trefferquoten von der Freiwurflinie – nur 50 Prozent – und bei den Dreiern zeigte.

Recklinghausen war ständig vorn, teils lag der Vorsprung auch jenseits der zehn Punkte. Doch enteilen ließen die Eagles ihren Gegner nicht und fanden gute Antworten, zum Beispiel kurz vor der Halbzeit sowie vor dem Ende des dritten Viertels durch Dreier von Patrick Wischnewski. Nach und nach arbeiteten sich die Gäste heran, zeigten zumindest gute Ansätze dessen, was sie spielen wollten und brachten ihrerseits die Citybaskets mit guter Verteidigung aus dem Rhythmus. Zu selten sei es gelungen, dem Gegner das eigene Tempo aufzuzwingen, sagte Larysz. Doch wenn es funktionierte, hatten die Eagles die Oberhand.

In der 35. Minute war es so weit: Jonathon Williams traf zum 56:54 für die Itzehoer. Der Gegner aber konterte mit seiner Hauptwaffe in den letzten Minuten: per Dreier. Es ging hin und her, doch in der Defensive hätten zu oft die Automatismen nicht gegriffen, so Larysz. Knapp ging auch die Reboundstatistik verloren, nicht zuletzt wegen der Schlussphase: „In der letzten Minute haben wir zwei ganz entscheidende Offensivrebounds zugelassen.“ Dazu noch eine nachlässige Verteidigung gegen einen Recklinghausener Schnellangriff, das war zu viel, um das Spiel zu gewinnen.

Es sei nicht gelungen, das eigene Teamkonzept durchzubringen, sagte Larysz. Dennoch, das verlorene Spiel sei kein Beinbruch, zumal es erneut zeigte, dass die Eagles in der ProB absolut konkurrenzfähig seien. „Wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen, kann uns die Niederlage sehr weiterhelfen im Lauf der Saison.“

Eagles: Jonathon Williams (16, 8 Rebounds), Patrick Wischnewski (10, 3 Dreier), Yannick Evans (9, 8 Rebounds), Clayfell Harris (9), Paolo Mancasola (8, 1 Dreier), Kosta Karamatskos (6, 1 Dreier), Lars Kröger (2), Johannes Konradt (2), Levi Levine (2), Nick Tienarend (1), Robert Daugs.

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