Glückstädter City-Lauf : Großer Vorsprung für die Sieger

Kurz nach dem Start über die Zehn-Kilometer-Strecke ist das Feld noch dicht beisammen. Fotos: Reiner Stöter
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Kurz nach dem Start über die Zehn-Kilometer-Strecke ist das Feld noch dicht beisammen. Fotos: Reiner Stöter

Lisa Sieburger und Alexander Schilling gewinnen über 5km / Nina Gründel und Kai Fischer über 10km vorn

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04. Juni 2018, 05:45 Uhr

Deutliche Siege beim Glückstädter City-Lauf. Beim zweitgrößten Lauf-Eevent im Kreis Steinburg hatten Lisa Seiburger und Alexander Schilling über fünf Kilometer sowie Nina Gründel und Kai Fischer über zehn Kilometer ganz klar die Nase vorn. Knapp 400 Finisher durchliefen am vergangenen Sonnabend das Ziel auf dem Glückstädter Marktplatz, bejubelt von etwa 1000 Zuschauern an der Strecke.

Die Laufbedingungen in Glückstadt waren diesmal optimal – die für die Hitze in den vergangenen Wochen verantwortliche Sonne machte Pause und das von Niedersachsen herannahende Starkregengebiet hatte sich noch vor der Elbe aufgelöst. Es herrschten also angenehme Temperaturen für die Läufer, was viele zu Bestleistungen animierte.

Zunächst einmal durfte aber der Nachwuchs ran. Über 500 m distanzierte Lokalmatador Leon Großmann die männliche Konkurrenz der Sieben- und Achtjährigen. Mehr Mühe hatte bei den Mädchen danach Fee Nagy vom Münsterdorfer SV, die knapp vor der Glückstädterin Jara Gutt gewann. Die fünf- und sechsjährigen Läufer und Läuferinnen starteten danach über 250m. Am schnellsten waren bei ihnen Henry Fürstnow und Pia Dressler.

Dem Feld weit davongeeilt war über 1000 m der Abonnementsieger Moray Zirpins. Im Ziel konnte er es sich leisten einfach nur auszutrudeln. Es war bereits der fünfte Erfolg hintereinander für den 13-jährigen Wewelsflether. Ein Wanderpokal steht deshalb bereits bei ihm zuhause. „Mein Opa hat aber einen neuen gestiftet“, lacht er. Den nahm Moray nun auch schon zum zweiten Mal mit nach Hause. „Nächstes Jahr bin ich dann leider zu alt für den 1000m-Lauf“, bedauert er. Aber auch über fünf Kilometer braucht er in seiner Altersklasse niemand zu fürchten. Bei den Mädchen lief Fenja Gutt ebenfalls ein einsames Rennen. Die Glückstädterin ist wie Zirpins bereits ein „alter Hase“ auf der Strecke: Im vergangenen Jahr hatte sie auch schon gewonnen.

Die größten Starterfelder nahmen wie immer über fünf und zehn Kilometer das Rennen auf, wobei der „Zehner“ kurz vor dem „Fünfer“ auf den Kurs gegangen war. Der Vorjahressieger über zehn Kilometer Alexander Schilling war diesmal über fünf Kilometer am Start. Der Bad Bramstedter zeigte auch auf der kürzeren Strecke was in ihm steckt. „Nach etwa einem Kilometer hatte ich alles abgehängt und bin dann normal durchgelaufen“, berichtete Schilling. Er habe alles unter Kontrolle gehabt. Fünf Kilometer sei er diesmal gelaufen, weil er vier Monate verletzt war. „Ich wollte vorsichtig wieder anfangen und habe deshalb erst einmal auf der kürzeren Strecke getestet.“ Nächste Woche will der mehrfache Steinburg-Cup-Sieger dann in Bad Bramstedt wieder über zehn Kilometer starten. Schilling hatte im Ziel einen Vorsprung von mehr als einer halben Minute gegenüber Philip Krützelmann vom SC Itzehoe.

Sogar um fast eine Minute hatte Lisa Sieburger bei den Frauen ihre zweitplatzierte Konkurrentin Lea Allenberger abgehängt. Die Gewinnerin war aus Eschborn angereist, nicht nur um ihren Vorjahressieg zu wiederholen, sondern auch, um ihre Familie in Glückstadt zu besuchen. „Ich komme gerne hierher. Der City-Lauf ist sehr abwechslungsreich und macht mir viel Spaß“, erzählt sie. Sie sei diesmal etwa einen Kilometer mit drei anderen Läuferinnen an der Spitze gerannt. Die hätten dann aber nicht mehr folgen können. Einen guten dritten Platz belegte Johanna Grell vom SC Itzehoe.

Die zehn-Kilometer-Läufer mussten einen Teil des fünf-Kilometer Kurses zweimal durchlaufen. Schon nach der ersten Runde hatte der Herzhorner Kai Fischer einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz. Im Ziel waren es mehr als zwei Minuten vor dem 50-jährigen Uwe Fleischer, der aber ein für sein Alter ganz hervorragendes Rennen gelaufen war. Nach etwa zwei Kilometern habe er sich von seinen Verfolgern abgesetzt, berichtete der 34-Jährige Sieger. „Die zweite Runde habe ich dann etwas Tempo rausgenommen. Weil ich die ganze Zeit allein gelaufen bin, war es schwer sich zu orientieren, aber meine Zeit war trotzdem okay“, so Fischer, der nach 38:06 Minuten im Ziel ankam.

Viereinhalb Minuten länger benötigte die beste Frau. Die Glückstädterin Nina Gründel war für die Itzehoerin Carolin Johannsen diesmal zu schnell. Nina Gründel hatte sich mit ihrer ein Jahr älteren Konkurrentin zunächst gemeinsam vom übrigen Frauenfeld abgesetzt. „Nach einem Viertel der Strecke habe ich angezogen“, erzählt die 18-Jährige. „Da konnte ich ihr dann nicht mehr folgen“, fügt Johannsen hinzu, die nach einem Jahr in Neuseeland erst seit zwei Wochen wieder trainiert und deshalb noch nicht ihre Topform erreicht hat. „Ich wäre gern schneller gewesen, aber Ninas Tempo konnte ich nicht mitgehen.“ Nina Gründel vergrößerte ihren Vorsprung deshalb kontinuierlich, obwohl sie in der zweiten Runde „nur normal gelaufen“ sei. Am Ende lagen fast zweieinhalb Minuten zwischen den ersten beiden Läuferinnen. Die Dritte , Rike Friedrichs, hatte noch einmal fast eine Minute Rückstand auf Johannsen, was die Top-Leistung von Siegerin Gründel noch einmal verdeutlicht.

Veranstaltungsleiter Joachim Gründel war am Ende aber nicht nur wegen der starken Vorstellung seiner Tochter zufrieden. „Es hat alles reibungslos geklappt“, so Gründel. Und den Läufern habe es sichtlich Spaß gemacht.

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