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Breitenburger Reitertage : Großer Pferdesport im Schlosspark

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Von Donnerstag bis Sonntag 13 zum Teil hochkarätig besetzte Springprüfungen

von
erstellt am 14.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Die Organisatoren der „Breitenburger Reitertage“ bereiten sich seit Wochen akribisch auf ihren Saisonhöhepunkt vor. Zudem verschönern zahlreiche Helfer zurzeit die Turnieranlage auf dem Schlossgelände, damit von Donnerstag bis Sonntag 13 zum Teil hochkarätig besetzte Spring-Prüfungen gerichtet werden können. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählen zweifelsfrei insgesamt fünf Springen der Klasse S, darunter der Große Preis von Breitenburg, ein Springen der Kategorie S***. „Alle zwei Jahre machen wir unsere Reitertage ein wenig aufwändiger als bei den Turnieren dazwischen“, sagt Hausherr Breido Graf zu Rantzau, Vorsitzender des Reitervereins Breitenburg.

Nun ist es wieder soweit: Das Starterfeld ist mit namhaften Akteuren besetzt. Begrüßen wird Breido Graf zu Rantzau unter anderem Rolf-Göran Bengtsson. Zusammen mit Casall bildete der Schwede über viele Jahre ein weltweit erfolgreiches Paar. Nun verabschiedete sich der 18-jährige Hengst bei seinem letzten Ritt beim Derby-Turnier in Hamburg mit einem Sieg im Großen Preis.

Bengtsson, der auch dem RV Breitenburg angehört, zieren unzählige Turniererfolge: Er holte 2004 in Athen olympisches Silber mit der Mannschaft und wurde vier Jahre später in Hongkong Zweiter in der olympischen Einzelkonkurrenz. Vielen unvergessen dürfte auch der Sieg von Rolf-Göran Bengtsson sein, den sich der schwedische Nationenpreisreiter 2011 bei den Europameisterschaften in Madrid auf Ninja in der Einzelkonkurrenz sicherte. Diese Woche reitet er noch in Cannes – am Wochenende dann in Breitenburg.

Weltweit guten Ruf genießt auch Carsten-Otto Nagel, der 1999 und 2010 beim Deutschen Springderby in Hamburg-Klein Flottbek siegte und zahlreiche weitere Erfolge feierte: In Lexington (2010) holte er WM-Mannschaftsgold, und bei den Europameisterschaften in Hickstead (1999) und Madrid (2011) verließ er die Ehrenrunde als Mannschafts-Europameister.

Zu sehen sein wird auf dem Turnierplatz auch Sören von Rönne: Der mehrfache Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften (1992, 1994 und 2000 Bronze) gewann 2002 das Deutsche Springderby, nachdem er ein Jahr zuvor in Klein Flottbek bereits Zweiter geworden war. Die größten Erfolge feierte Sören von Rönne wohl 1994 – da wurde er in Den Haag auf Taggi Mannschafts-Weltmeister und in der Einzelkonkurrenz Dritter.

Mit dabei ist auch der diesjährige Derby-Dritte Nisse Lüneburg, der zuvor dort aber auch schon zwei Mal gewonnen hatte. Eine Rückkehr wird der Start für Philipp Rüping. Er ist in Breitenburg aufgewachsen, gewann vor zwei Jahren den „Großen Preis von Breitenburg“ und siegte zuletzt an Pfingsten beim „Großen Preis von Wiesbanden“. Derzeit reitet er für den Stall von Paul Schöckemöhle. Zum starken Teilnehmerfeld gehört mit Lena Timm eine weitere Lokalmatadorin. Sie war im vergangenen Jahr bei der etwas kleineren Auflage der „Breitenburger Reitertage“ die erfolgreichste Akteurin. Zu den Besonderheiten der Veranstaltung gehört auch ein Mannschaftsspringen am Sonnabend für Vereine im Kreisreiterbund Steinburg auf A-Niveau.

Zwischen den Finalspringen der Mittleren und der Großen Tour am Sonntag, für die sich nur die jeweils besten 40 Paare aus vorangegangenen Prüfungen qualifizieren, zeigt die Voltigiergruppe des RV Breitenburg unter der Leitung von Anke Granow ihr Können. „Die Gruppe ist vor einigen Jahren zu uns gekommen und entwickelt sich prächtig mit sehr guten Leistungen“, sagt Breido Graf zu Rantzau. Am Dienstag, 20. Juni, schließen sich vier Prüfungen des Clubs der Springreiter an. Dort geht es an derselben Stelle um die Qualifikation zum Bundeschampionat in Warendorf.

Wie bereits vor zwei Jahren wird der Eintritt am gesamten Wochenende für alle Zuschauer frei sein. Lediglich für das Abstellen von Kraftfahrzeugen wird eine Parkgebühr in Höhe von zwei Euro pro Tag erhoben.

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