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Rund 2000 Besucher beim Benefizspiel für die Explosionsopfer : Große Kulisse für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Stadtauswahl unterliegt dem Zweitligisten FC St. Pauli mit 1:15

von
erstellt am 02.Apr.2014 | 10:28 Uhr

Ein besseres Signal der Solidarität kann es kaum geben: In einer gemeinsamen Aktion organisierten die fünf Itzehoer Fußballvereine SV Wellenkamp, SV Inter Türkspor, FC Itzehoe, Edendorfer SV und Sportfreunde Itzehoe innerhalb von zwei Wochen das sportliche Kräftemessen einer Stadt-Auswahl mit dem Zweitligisten und Kultklub FC St. Pauli, um die Betroffenen des Itzehoer Explosions-Unglücks vom 10. März zu unterstützen. Gestern Abend unterlagen die Lokalmatadore im Stadion am Sandberg den Kiezkickern mit 1:15 (0:9).

Rund 2000 Besucher auf den Rängen sowie der Gewinn beim Catering werden für eine stattliche Einnahme sorgen. Sie wird das Spendenkonto der Stadt, auf dem nach den Worten von Itzehoes Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen bereits über 100 000 Euro liegen, weiter wachsen lassen. Zufrieden war auch Holger Schlüter, Vorsitzender des Edendorfer SV und Initiator des Events: „Aus der Idee wurde ein wahres Fest, ich freue mich, dass so viele Leute hier sind. Vielen Dank an die Vereine, aber auch an den FC St. Pauli für die spontane Zusage.“

Auch wenn es bei diesem Anlass weit in den Hintergrund trat: Das Kräftemessen verlief, wie nicht anders zu erwarten war, ziemlich einseitig zu Ungunsten der Itzehoer Auswahl, zu der jeder der beteiligten fünf Vereine je vier Spieler abstellte. Zwar hatte Bürgermeister Koeppen launig auf einen Itzehoer 3:0-Sieg gehofft, doch die St. Paulianer legten gleich hohes Tempo vor und kamen im ersten Durchgang durch Fabian Boll (2., 15., 45.), Michael Gregoritsch (4.), Florian Mohr (20.), John Verhoek (21., 33., 38.) und Tom Trybull (27.) zu einem 9:0-Pausenvorsprung. Nach Wiederbeginn trafen Christopher Nöthe (54., 83.), Lennart Thy (69., 71.), Marc Rzatkowski (78.) und Kyoung (89.) für die Kiezkicker, ehe Paulis Abwehr wenige Sekunden vor dem Abpfiff von einem kollektiven „Schwächeanfall“ niedergeworfen wurde. Altan Usta traf so zum viel umjubelten Itzehoer Ehrentreffer und sorgte für den 1:15-Endstand. Natürlich gehört solch ein Spiel zu den sportlichen Höhepunkten in der Karriere eines Amateurkickers wie Torhüter Matteo Chionidis, der wie sein Vertreter Yalcin Yilmaz (hielt einen Elfmeter seines Pauli-Gegenübers Philip Heerwagen) trotz der Gegentore viele tolle Aktionen zeigte. „Bei den Paraden muss man auch mal Glück haben“, sagt Chionidis. „Die Paulianer waren ansonsten natürlich viel zu schnell für uns. “


Startformation Itzehoe-Auswahl: Chionidis – Gäding, Voß, Leskien, Stange, Usta, Wollstein, Ostertag, Hansen, P. Griesbach, Matz. Eingewechselt: Yilmaz – Lauritzen, Abdul, Lotz, Zabojnik, Witt, Winkel, Mostovoj.


Startformation FC St. Pauli: Himmelmann – Thorandt, Mohr, Schindler, Boll, Drinkuth, Trybull, Rosin, Mayer, Gregoritsch, Verhoek. Eingewechselt: Heerwagen - Nöthe, Buchtmann, Rzatkowski, Ziereis, Thy, Kyoung, Empen.

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