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Pokalturnen in Hohenlockstedt : Glückstädter räumen mächtig ab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neun erste Plätze für die Fortuna / Lena Eckelmann und Niklas Gängler mit den meisten Punkten

von
erstellt am 23.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Am traditionellen Pokalturnen des Kreisturnverbandes Steinburg (KTV) für Mädchen und Jungen beteiligten sich in der Sporthalle Finnische Allee 64 Aktive aus fünf Vereinen: Blankeneser MTV (BMTV), ETSV Fortuna Glückstadt (ETSV), SC Itzehoe (SCI), TSV Lola (Lola) und 1. SC Norderstedt (SCN). Behaupten mussten sich die 40 Mädchen im Rahmen eines Vierkampfes und die 24 Jungen innerhalb eines Sechskampfes.

Die erfolgreichsten Turner kamen aus Glückstadt. Sie standen neunmal auf der obersten Stufe des Treppchens, gefolgt vom SC Itzehoe, TSV Lola und SC Norderstedt. Deren Turner siegten jeweils einmal. Die meisten Punkte bei den Mädchen sammelten die beiden Glückstädterinnen Lena Eckelmann (66.600) und Mare Meyer (65.950), und bei den Jungen schnitten ihr Vereinskamerad Niklas Gängler (101,900) sowie der Lolaner Bjarne Böge (101.500) am besten ab.

Während die Sieger in fast allen Altersklassen relativ klar dominierten, gab es im Wettkampf der Mädchen innerhalb der Jahrgänge 2004/2005 eine Ausnahme: Am Ende lagen Annalena Held (61.850) und Sophie Hergenreder (61.650) gerade einmal zwei zehntel Punkte auseinander.

Bei den Wettkämpfen mit dabei – die noch zwölfjährige Sophie Scholz (SCI). Sie nimmt bereits seit sechs Jahren an der Traditionsveranstaltung des KTV teil. Nachdem sie die Konkurrenz in früheren Jahren bereits als Zweite beendet hatte, erhoffte sie sich auch für dieses Jahr ein Ergebnis im Vorderfeld. Doch schon vor der Siegerehrung wusste sie: „Heute hätte es besser sein können.“ Gut vorbereitet von Trainerin Yvonne König sei sie jedenfalls gewesen, doch dann passierte ihr das Missgeschick am Balken: „Das Rad ist mir nicht geglückt. Ich habe die Figur nicht hoch genug gedreht. Deshalb musste ich den Balken verlassen“, ärgerte sie sich im Nachhinein. Am Ende sprang für die Itzehoerin, die auch schon Kreismeisterin war und an Landesmeisterschaften teilgenommen hatte, ein nicht befriedigender neunter Platz heraus. Auch wenn es für sie schwer werde, sich in diesem Jahr wieder für die Landesmeisterschaften zu qualifizieren, wolle sie zielgerichtet weitertrainieren. Trotz des Patzers am Balken sieht sich Sophie Scholz auf einem guten Weg: „Ich denke, ich habe durch mein Training bei Yvonne König Fortschritte gemacht.“

Über 100 Punkte: Damit war Bjarne Böge nicht ganz zufrieden. Am Barren sei es für ihn zwar am besten gelaufen, doch in seiner Bodenübung sah der 17-Jährige Mängel. „Die ist mir nicht ganz gelungen, aber ich arbeite an einem besseren Ergebnis.“ Sein Nahziel: Die Deutschen Meisterschaften im Deutschen Achtkampf, die im Rahmen des Deutschen Turnfestes im Juni in Berlin entschieden werden. Das Kreispokalturnen bezeichnete der Turner als gute Möglichkeit, in der Praxis zu bleiben. Auf jeden Fall werde er Elemente aus dem Pokalturnen mit in sein Programm für die Deutschen Meisterschaften übernehmen. Die nötige Erfahrung für einen Auftritt bei nationalen Titelkämpfen habe er jedenfalls: „Im vergangenen Jahr bin ich bei den Deutschen Meisterschaften im Deutschen Sechskampf Sechster geworden.“

Oberturnwart Harald Kolbow sprach nach den Wettkämpfen von einer guten Beteiligung und darüber, dass das Kreispokalturnen „Generalprobe“ für die kommenden Mannschaftsmeisterschaften auf Landesebene war. „Wir haben teilweise neue Übungen gesehen, die auch schon ansprechend gezeigt wurden.“ Um die Figuren gut zu beherrschen, hätten die Aktivern in den verbleibenden Wochen noch Zeit daran zu feilen.

Maren Schümann sprach von schönen und ruhigen Wettkämpfen, die unter guten Wettkampfbedingungen ausgetragen wurden. Dankbar war sie darüber, dass mit dem 1. SC Norderstedt und dem Blankeneser MTV zwei Vereine aus anderen Turnverbänden den Wettkampf der Jungen bereichert hatten. „Das ist wie ein Geben und nehmen: Wir sind froh, dass sie mit ihren Aktiven zu uns kommen, und sie sind froh, dass sie die Gelegenheit zu solch einem Wettkampf haben, den der Hamburger Turnverband in ausreichender Zahl nicht bietet.“

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